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Und weiter geht die wilde Reise – A2 erkämpft sich ein Unentschieden

Am vergangenen Sonntag hatte die männliche A2-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen in der Nordstadthalle die HSG Walzbachtal zu Gast und erkämpfte sich ein mehr als verdientes Unentschieden (28:28), Halbzeitstand 12:15.

Zuletzt trafen beide Mannschaften beim diesjährigen Qualifikationsturnier zur Badenliga Anfang des Jahres aufeinander. Entsprechend war bekannt, dass die Gäste aus dem Raum Karlsruhe körperlich sehr robust sind, vorwiegend Spieler des älteren Jahrgangs im Kader haben und letzte Saison nicht zu unrecht Vize-Meister in der Badenliga wurden.

Man war also gewarnt. Daher stimmte das Trainer-Gespann Menz und Bender die Mannschaft vor allem auf die zu erwartenden Wechsel ein, die unserer Mannschaft bei der Quali noch große Probleme bereitet hatten. Doch zunächst begannen die Hausherren fahrig, mit einigen technischen Fehlern im Angriff und vor allem viel zu viel Respekt vor dem Gegner. Nach nicht einmal zehn Minuten lagen sie mit fünf Toren zurück (2:7), was Alexander Bender dazu veranlasste die erste grüne Karte zu legen. Seine lautstarke Ansprache half, vor allem der Rückraum fasste sich endlich ein Herz, traf, und läutete so die nervenaufreibende Aufholjagd ein (8:9 / 21.).

Nach der Halbzeitpause waren es vor allem die vergebenen Chancen im Angriff, mit denen sich die HG-Jungs das Leben selbst schwer machten und prompt wieder deutlich (14:20 / 35.) ins Hintertreffen gerieten. Doch die Abwehr inklusive beider gut aufgelegten Torhüter Dario Lang und Paphael Weisbrod stemmte sich den körperlich überlegenen Gästen entgegen und überstand sogar fast unbeschadet eine doppelte Unterzahl. Auch zeigte die Manndeckung des gegnerischen Spielmachers Wirkung und provozierte die HSG Walzbachtal immer wieder zu Fehlwürfen. Doch erst in der 55. Spielminute wurde zum ersten Mal der Ausgleich durch einen verwandelten Siebenmeter erzielt (27:27). Alle Nerven lagen blank, die Tribüne mit samt seinen Zuschauern tobte und peitschte die heimische Mannschaft förmlich weiter voran. In den letzten Minuten der Partie wurden auf beiden Seiten mehrere klare Torchancen vergeben, doch es oblag dem Kreisläufer der HG, Leon Schreiber, den letzten Treffer der Partie zum 28:28 zu erzielen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung, die auch körperlich ein hartes Stück Arbeit war!

Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Leistung der B-Jugendlichen, die das Spiel ganz wesentlich positiv beeinflussten und einen enorm großen Anteil an dem gewonnenen Punkt haben. Es war beeindruckend, wie vermeintlich kleine 1,62 m an Körpergröße eine so robuste gegnerische Abwehr förmlich zerlegen konnten. Das war ganz groß! Es soll die Leistung der älteren Spieler jedoch nicht schmälern, denn ohne diese Teamarbeit, wahnsinnig viel positiver Energie und dem unermüdlichen Willen aller Spieler wäre dieses Ergebnis so nicht zustande gekommen. Am kommenden Samstag (8. Oktober.) wartet auswärts ein weiterer harter Brocken mit dem aktuellen Tabellenzweiten und letztjährigem Meister der Badenliga, dem TSV Rot/Malsch, auf unsere Jungs. Und die Reise geht weiter…

Es spielten, feuerten an und kämpften gemeinsam für die HG auf dem Spielfeld: Lang, Weisbrod, Kiesel (1), Hepp (3), Schmid, Menz (3), Drees (5), Schreiber (2), Pflaumbaum (6/2), Baumgärtner, Villa Apps (3), Plettenberg (4/1), Horvath (1/1); hinter der Bank: Bosic, Stricker, Sander und Oschatz. do

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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