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„Pitch Black Sunday“ für die männliche A2 in Leimen

Einen rabenschwarzen Tag erwischte die männliche A2 der HG Oftersheim/Schwetzingen am Sonntag in der Badenliga im Auswärtsspiel bei der ASG Heidelberg/Leimen und verlor 35:45 (12:22).

„Heute haben wir alle möglichen technischen und individuellen Fehler gemacht und auch noch so viele, dass es für eine ganze Saison reicht,“ meinte Trainer Carsten Menz kopfschüttelnd. “Puh, das muss man erst einmal verdauen.”

Die Miesere begann eigentlich schon vor dem Anpfiff, als die Jungs der HG nach dem Umziehen beabsichtigen die Halle wie üblich zu betreten. Das vorherige Spiel war noch am Laufen – auch nicht unüblich. Platz am Seitenrand – mehr als ausreichend. Der Schiedsrichter der Partie jedoch, der zugleich dann auch einer der beiden Schiedsrichter für das Spiel der ASG Heidelberg/Leimen gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen war, unterbrach sein aktuell laufendes Match mit einem Timeout und verwies die nachfolgenden Mannschaften der Halle. Sowohl Heim- als auch Gastmannschaft mussten sich daher im Gang warmlaufen und hatten nur knapp 20 Minuten für das Aufwärmen in der Halle. Nicht wirklich üblich. Auch die Besprechung vor dem Spiel fand aufgrund der Zeitknappheit im kalten Gang statt. Na ja, kommt vor. Ein paar Spieler kränkelten zudem. Schlechtes Omen. Doch das alles soll nicht als Ausrede gelten, es ist lediglich eine Erklärung dafür, dass das Team von Carsten Menz und Alexander Bender sich von Anfang an schwer tat und nicht so recht ins Spiel finden wollte.

In der ersten Spielminute und den ersten beiden Angriffen netzte Kreisläufer Oliver Oschatz zwar hintereinander zum 1:0 und 2:1 ein, doch waren dies die einzigen Führungsmomente der HG im gesamten Spielverlauf. Beim Spielstand von 5:10 (11.) zog Alexander Bender die grüne Karte und appellierte vor allem an die bis dahin nicht vorhandene Abwehrleistung. Doch es sollte noch bis zur zweiten Hälfte dauern bis sich hier Besserung zeigte, und so verlief das Spiel wie in einem schlechten Film: 6:13, 6:16, 7:19 bis zum 9:20 (23.), als die ASG die eigene Auszeit nahm. Heidelberg/Leimen spazierte förmlich wie ein stumpfes Messer durch weiche Butter und traf nicht auf einer einzigen Position auf wirkliche Gegenwehr. So verabschiedeten sich die Mannschaften mit einem 12:22 in die Halbzeitpause, was in so manch anderem Spiel schon mal gut und gerne den Endstand markiert. Doch hier folgten noch 30 Minuten Spielzeit. Was also sollte da noch kommen?

Und tatsächlich brachte auch die Halbzeitpause keine wirkliche Wende für Gäste. Im Angriff lief es mäßig gut, aber immerhin kamen sie häufiger zu Treffern vor allem Dank des schnellen Spiels über links Außen. So wandelte Moritz Kiesel mit seinen insgesamt acht Treffern die Verzweiflung in ein kleines bisschen Hoffnung um. Auch Kai Plettenberg verwandelte wieder alle Siebenmeter treffsicher. Doch die Abwehr blieb das größte Problem und die Tordifferenz hartnäckig bei acht bis zehn Treffern. „Da schaffen wir uns mühsam um ein bis zwei Tore heran, und kassieren hinten direkt wieder einfache Tore,“ murmelte Carsten Menz auf der Bank vor sich hin und traf doch den Nagel auf den Kopf. Denn die Gastgeber mussten sich keine schwierigen Würfe aus dem Rückraum nehmen, da sowohl in der anfänglichen 6:0-Abwehrformation als auch in der späteren 3-2-1 Deckungsvariante das Team aus Oftersheim und Schwetzingen zu lethargisch war und sich durch einfaches Doppelpass-Spiel ausschalten lies. So schlugen praktisch alle Würfe von der Sechs-Meter-Linie ein.

„Heute war irgendwie alles schlecht“ fanden sogar die Zuschauer nach dem Spiel und waren ebenso enttäuscht wie die Spieler selbst und auch ein bisschen verwundert. Insbesondere, weil das Feedback aus den letzten Partien genau das Gegenteil war. Nämlich dass die Spiele auch von Außen wirklich schön anzusehen waren. Die beiden roten Karten, die die HG zudem noch in der zweiten Halbzeit wegstecken musste sowie die mehrfach dreifache Unterzahl waren dann nur noch der Tropfen auf den heißen Stein. Ein Vater witzelte nach dem Spiel: „ An dem Spiel 6 gegen 2 arbeiten wir dann noch!“ Dass die HG dennoch zu insgesamt 35 Treffern kam, war eigentlich erstaunlich und dem Trainer der Heimmannschaft ein Dorn im Auge. Vielleicht dann doch nicht alles ganz schlecht… “Kopf hoch! Haken dran Jungs, ihr könnt das besser, und das wissen wir auch. Ihr habt jetzt zwei Wochen Zeit, um dieses Spiel aus den Köpfen zu kriegen”, versuchte Betreuerin und Torwart-Trainerin Daniela Oschatz ihre Männer wieder aufzurichten

Es spielten: Lang, Bräunling, Sander (2), Kiesel (8), Stricker, Oschatz (4), Schmid (3), Drees (4), Betz, Baumgärtner (3), Villa Apps (2), Plettenberg (6/4), Horvath (3). a2

Foto: Fabiola Venturini

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