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Perspektivteam in Heddesheim

Handball-Badenliga: St. Leon/Reilingen trifft auf Hardheim, Plankstadt tritt in Dossenheim an

Das hiesige Dreierkonglomerat, dem fast über die gesamte Handballspielzeit in der Badenliga das Damoklesschwert des Klassenerhaltkampfes im Nacken hängt, driftet inzwischen ein wenig auseinander. Während Plankstadt sich wohl bald keine Sorgen mehr machen muss, Oftersheim/Schwetzingen II zwischen den Stühlen hängt, könnte St. Leon/Reilinge fast schon abgeschrieben werden, sollte nicht ein kleines Wunder geschehen.

Ungewohnt schwach präsentiert sich diese Saison der Aufstiegskandidat früherer Spieljahre TV Hardheim, hat erst drei Punkte in der Rheinebene geholt und auch zuhause einige Zähler liegen lassen. Eine Chance, die die HSG St. Leon/Reilingen unbedingt ergreifen muss. Dazu wäre aber eine enorme Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche von Nöten. Der desaströse Auftritt in Edingen gegen Friedrichsfeld hallte nach. Trainer Martin Schnetz war beinahe sprachlos, ob der ihm dort gebotenen Leistung: „Es war katastrophal und ich bin einigermaßen bedient.“ Die Zeichen im Training standen also eher auf Sturm, eine Energie, die sich aber als positive Entwicklung auf dem Spielfeld niederschlagen soll. Ansonsten heißt es für die HSG bald „Adios Badenliga“.

Nicht ganz sattelfest präsentierte sich auch die SG Heddesheim in ihren letzten drei Spielen, bei der die HG vorstellig wird (Samstag, 19.30 Uhr). Oftersheim/Schwetzingen indes präsentierte sich zuletzt allseits gelobt stark, ohne Zählbares zu erringen. Daraus leitet Coach Jan Philipps aber keine automatische Erfolgsgarantie ab. „Wir gehen trotz zweier Niederlagen mit einem guten Gefühl in diese Partie und wollen uns dafür auch endlich mit zwei Punkten belohnen.“ Dabei setze erweiterhin auf die Variabilität seines Kaders. „Und wir werden sicherlich mit der einen oder anderen personellen Überraschung aufschlagen.“

Den Badenliga-Spieltag beschließt dann die TSG Eintracht Plankstadt in Dossenheim (Sonntag, 18 Uhr). Mit dem Selbstvertrauen aus den zuletzt stark verbesserten Auftritten im Rücken und vier Minuspunkten Vorsprung auf ihren Gastgeber auf dem unerwünschten zwölften Platz, könnte sich Plankstadt praktisch sämtlicher Abstiegssorgen entledigen. Doch ein doppelter Punktgewinn in Dossenheims Schauenburghalle dürfte nicht nur aufgrund des vorherrschenden Harzmittelverbots ein hartes Stück Arbeit werden. Die Aufsteiger haben mehr als bewiesen, dass sie in der Badenliga nicht zur Laufkundschaft gehört – zuletzt mit einem 34:26-Erfolg über den Zweiten Pforzheim/Eutingen II. „Unser Ziel sind zwei Punkte, denn damit würden wir unserem Saisonziel Klassenerhalt ganz nahe kommen“, fordert Trainer Niels Eichhorn. „Dossenheim hat mit Nicolai Elfner einen herausragenden Spieler, die Kombination zwischen Rückraum und Kreis ist ebenfalls stark. Dies gilt es zu stoppen. Gerade in den Spielen ohne Haftmittel ist der Schlüssel für uns eine starke Abwehr, aus der einfache Kontertore resultieren.“

SG Heddesheim – HG Ib (Samstag, 1930 Uhr, Nordbadenhalle 1, Heddesheim)

Bild: Thorsten Metz

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13. Dezember 2025

HG-Partner gewinnt den „Oscar der Nachhaltigkeit“

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Torsten von Borstel und „Green Guides“ überzeugen die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises.

Es war beim 5. Kamingespräch der HG-Handballer im Jahre 2022, als Torsten von Borstel, damals Geschäftsführer des Vereins „United Against Waste“, seine Konzepte gegen Lebensmittelverschwendung und für mehr Klimaschutz vorstellte. Für seinen leidenschaftlichen und visionären Vortrag erhielt der HG-Partner, der in Plankstadt lebt, schon damals großen Applaus.

Jetzt wurde von Borstel (auf dem Bild oben gemeinsam mit seiner Frau Petra, die Teil des Teams ist) mit seinem Unternehmen „Green Guides“, das die Ideen von damals weiterentwickelt hat, mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Unternehmenskategorie „Prüfung und Beratung“ ausgezeichnet. Von Borstel und sein Team haben Europas größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement für ihre „Rolle als Impulsgeber einer datengetriebenen und ressourcenschonenden Ernährungswirtschaft“ erhalten, wie es in der Jury-Begründung heißt. Green Guides stehe für „die besondere Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Foodsektor“. Die Kombination aus Datenerhebung und Analyse ermögliche es, Prozesse in Großküchen und bei Caterern effizienter zu gestalten und Lebensmittelabfälle deutlich zu reduzieren.

Torsten von Borstel erläutert seine Vision einer klimagerechten Ernährungswirtschaft.

„Für uns bedeutet das nicht nur Anerkennung, sondern ein klares Signal: Nachhaltigkeit gehört ins Zentrum wirtschaftlichen Handelns“, sagt Torsten von Borstel. „Die Herausforderungen unserer Zeit – Klimawandel, Ressourcenknappheit, soziale Verantwortung – sind keine Nebenschauplätze. Sie sind die Grundlage für Zukunftsfähigkeit. Wer heute wirtschaftlich denkt, muss nachhaltig handeln. Denn echte Wirtschaftlichkeit entsteht dort, wo wir langfristig Werte sichern: für Unternehmen, für Menschen, für unseren Planeten.“

Von Borstel, der gemeinsam mit seiner Frau Petra häufig bei den Drittliga-Spielen der HG zu sehen ist, engagiert sich ehrenamtlich im „HG-Greenteam“. Diese kleine Gruppe von HGlern überdenkt regelmäßig, wie die HG nachhaltiger werden und handeln kann. So sind aus der Gruppe heraus zahlreiche Impulse für eine Verringerung der Abfallmengen an den Spieltagen, für weniger Papierverbrauch, für den Verzicht auf Einweggeschirr und Plastik gegeben worden. Auch soziale Initiativen, etwa ein Konzept zum Schutz der Kinder und Jugendlichen in der HG vor Diskriminierung und Gewalt, sind hier entstanden. Letztlich basiert das Zukunftskonzept „HGenda 2030“ auf vielen Ideen dieser Gruppe von Gleichgesinnten.

Die HG gratuliert Torsten von Borstel und seinem gesamten Team deshalb herzlich zum verdienten Gewinn des „Oscars der Nachhaltigkeit“.

Weitere Infos über Green Guides: www.green-guides.de

Foto: Christian Köster

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