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Von gnadenlos bis chancenlos

A2 verliert zu Hause gegen Team Stuttgart

In der Baden-Württemberg Oberliga der männlichen A-Jugend hat die HG Oftersheim/Schwetzingen II am vergangenen Samstag letztlich ohne Chance zwei Punkte an das Team Stuttgart abgegeben; Endstand 35:48, Halbzeit: 15:23 – deutlich. Team Stuttgart, ein Konstrukt, der „Verein zur Talentförderung des Handballs in Stuttgart“, bestehend aus den HSGs Cannstatt/Münster/Max-Eyth-See, Gablenberg/Gaisburg und Oberer Neckar, denen ihrerseits mehrere Stammvereine zugrunde liegen, war der A2 an diesem Tag in allen Belangen überlegen.

Das Trainer-Team wusste, dass solche Spiele irgendwann kommen würden, aber „dass das jetzt schon so früh in der Saison sein würde, damit hatte ich nicht gerechnet“, murmelte Trainer Carsten Menz nach der nun zweiten deutlichen Niederlage. Die erste gab es in der vorherigen Woche gegen Freiburg-Zähringen. „Die einzigen, die heute Normalform erreicht haben, waren unsere Torhüter“, bestätigte Marcel Quindt.

Doch zu Beginn sah es gar nicht so schlecht für das Heimteam aus. Zwar lag es in der achten Spielminute bereits 2:6 zurück, kämpfte sich jedoch wieder heran. Als Cameron Villa Apps den Anschlusstreffer zum 9:10 (17.) erzielte, durfte die Bank samt Zuschauerschaft noch hoffen. Doch spätestens ab hier nahmen die technischen Fehler und Fehlwürfe in einem enormen Maße zu und waren die Probleme in der Abwehr mit ausschlaggebend dafür, dass die Gäste bis zum Halbzeitstand deutlich davonzogen.

Zu diesem Zeitpunkt sah es dennoch so aus als könnte die HG zumindest die nächsten 30 Minuten der zweiten Halbzeit nutzen, um das Ergebnis noch zu den eigenen Gunsten zu verbessern. Die Schützlinge von Gästecoach Thilo Burkert kamen jedoch besser aus der Pause und nutzten die ersten fünf Minuten konsequent, um letztlich mit zehn Toren Abstand davonzuziehen. Da spielte es kaum noch eine Rolle, dass die Stuttgarter drei Siebenmeter vergaben, denn die HG verschenkte ebenso zwei. Nichtsdestotrotz ist sich Coach Menz sicher: „Hätten wir nur 50 Prozent der Fehlwürfe verwandelt, wäre das Spiel zu unseren Gunsten ausgegangen.“ So bleibt es dabei, dass mit 83 erzielten Toren (in anderen Spielen dieser Gruppe gab es an diesem Spieltag ähnlich hohe Ergebnisse) insgesamt ein sehr hohes Tempo in der Liga gespielt wird. „Und 35 Tore hat gegen Stuttgart auch noch niemand geschafft. Wir schon“, zog Menz Bilanz.

Am Samstag geht es für die A2 nach Weinsberg (17.30 Uhr) zum derzeit ungeschlagenen Tabellenführer. Das Team der A2 würde sich wie immer über tatkräftige Unterstützung freuen.

HG: Bräunling, Meyer; Kiesel, Oschatz (1), Menz (4), Quindt (1), Mikulcic (4), Schreiber (3), Pflaumbaum (5), Villa Apps (3), Plettenberg (4), Angel (6), Horvath (2). do

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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