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Laden... HG Oftersheim/Schwetzingen

Über ein starkes Kollektiv zum Erfolg

Für den Saisonauftakt in der 3. Handball-Liga hat sich Holger Löhr noch einmal herausgeputzt.

Der Trainer der HG Oftersheim/Schwetzingen hat sich am Donnerstag einen Frisörtermin reingelegt, um nach der langen Pause für das Duell gegen den HC Oppenweiler/Backnang optisch optimal vorbereitet zu sein. Die Partie wird am Samstag um 19.30 Uhr angepfiffen.

Aufgrund der Corona-bedingten langen Pause steht den Handballern eine besondere Runde bevor. Die Vorzeichen sind ungewiss und das überträgt sich auch auf das Lager der HG, bestätigt Löhr: „Gefühlt ist es anders als in den Vorjahren. Es herrscht eine große Ungewissheit, aber Jammern bringt nichts. Wir schauen nach vorne und müssen froh sein, dass wir wieder spielen können. Wir mussten die Vorbereitung noch einmal unterbrechen, um die Spieler an die handballspezifische Belastung und die Bewegungen wieder heranzuführen. Das war jetzt eine lange Zeit.“ Dieser Teilbereich war dann recht früh abgeschlossen, sodass Löhr die Gewichtung verschoben hat: „Es ging zuletzt darum, wo wir Spitzen setzen und wie wir das Training dosieren. Wir haben dann noch einmal zwei Wochen Urlaub gemacht und jetzt fahren wir die Spannung in Richtung ersten Spieltag immer weiter hoch.“

In den bisherigen Testspielen blieben die Ergebnisse aus. Allerdings standen diese auch nicht im Vordergrund. Der 50-Jährige meint aber dennoch: „Wir haben es bislang nicht geschafft, die Spannung hochzuhalten. Wir müssen jetzt erst einmal sehen, wie sich die Mannschaft am Samstag präsentieren wird. Ich gehe davon aus, dass alle Jungs bis dahin die 120 Prozent gefunden haben und abrufen werden.“

Fakt ist aber auch weiterhin: Der Kader ist dünn besetzt. Trainer Löhr wird nicht müde, diesen Umstand offen anzusprechen. Es ist aber immer noch so, dass bisher kein geeigneter Spieler zusätzlich kommen konnte. Somit ist Christian Wahl der einzige externe Neuzugang. Auf der anderen Seite hat die HG unter anderem Leistungsträger Tom Jansen verloren. Er war ein wichtiger Baustein in der Defensive und im Angriff. Außerdem stehen Jonas Krepper, Daniel Hideg und Alexander Kubitschek nicht mehr im Kader. „Wir haben sehr viel Qualität verloren. Auch in der Breite ist der Kader nicht mehr so gut besetzt und das merkt man eben dann auch im Training. Ich habe zwei gestandene Spieler gefordert. Das hat aus verschiedenen Gründen nicht funktioniert. Die Verantwortlichen wissen das. Aber wir versuchen uns trotzdem bestmöglich zu präsentieren“, hadert Löhr, der den Jungs, die dabei sind, aber ein Lob ausspricht. 

Verändert sich dadurch die Ausgangslage? Löhr sagt: „Im Vorjahr waren wir in voller Kaderstärke in der Lage den Handball zu spielen, den meine Philosophie vorsieht. Die Schwierigkeit ist es, dass man als Trainer seine Philosophie eben nicht so umsetzen kann, wie man es gerne machen würde. Man muss reagieren und kann nicht agieren.“

Löhr träumte in den Vorjahren von einer sukzessiven Weiterentwicklung. Durch die Gegebenheiten scheint das vor der Saison 2020/21 in Bezug auf die Endplatzierung erst einmal nicht möglich zu sein, denn im Vorjahr war Rang 5 zum Greifen nahe. Die Spieler sind sich bei der Zielsetzung auch nicht einig. Neuzugang Wahl, der als echte Verstärkung gilt, will die Klasse halten. Florian Burmeister peilt den achten Platz an und einige andere Spieler – darunter Jerrit Jungmanm – sehen die HG sogar unter den Top 5. Löhr sagt: „Wir wollen die Saison zu Ende spielen. Das erscheint mir aufgrund der aktuellen Entwicklung eher unsicher. Ich bin froh, wenn wir uns stabilisieren und die Klasse auf sportlichem Weg halten.“

Ein erster Schritt in diese Richtung soll gegen Oppenweiler/Backnang gemacht werden. „Wir haben gegen das Team in der Vorbereitung gespielt und daraus unsere Schlüsse gezogen. Das ist ein stabiler Gegner, der uns körperlich überlegen ist. Da müssen wir uns ganz sicher etwas einfallen lassen“, sagt Löhr, der sich zumindest optisch schon einmal etwas einfallen ließ.  mjw

Wer das Spiel nicht live in der Halle verfolgen kann, hat die Möglichkeit, das Spiel bei Sportdeutschland.tv zu streamen.

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