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Teilnehmerfeld steht – Staffeleinteilung bestätigt

Seit dem letzten Wochenende steht das Teilnehmerfeld zur Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) endgültig fest.

Während im Süden (und einigen anderen Bereichen) die vakanten Startplätze per Setzliste vergeben wurden (was nicht immer ohne Nebengeräusche über die Bühne ging, wir berichteten), spielten andere Verbände ihre Qualifikationen, wenn auch unter umgewandelten Bedingungen, aus.

Für die HG Oftersheim/Schwetzingen ändert dies jedoch nichts. Die vorab Anfang August bekanntgegebene Staffeleinteilung bleibt bestehen und somit auch der danach festgezurrte Spielplan.

Die 40 Teams werden zunächst in vier Zehnerstaffeln in einer einfachen Runde gegeneinander antreten. Der  neunte und letzte Spieltag der Vorrunde ist für das Wochenende 21./22. November geplant. Die besten vier Teams aus jeder Gruppe qualifizieren sich für die Meisterrunde, die anderen sechs Mannschaften spielen in der Pokalrunde weiter. Sowohl in der Meister- als auch der Pokalrunde wird anschließend eine Hin- und Rückrunde gespielt.

Die HG startet so am übernächsten Sonntag (27. September) mit einem Heimspiel gegen die letztjährigen Senkrechtstarter des TSV Allach aus München in die Runde (13.30 Uhr, Karl-Frei-Halle Oftersheim). Am Wochenende darauf geht es nach Erlangen, dann kommt der TV Bittenfeld nach Oftersheim (Samstag, 10. Oktober, 16 Uhr).

In der andernorts ausgetragenen Qualifikation ging es teilweise sehr eng zu, manchmal auch chaotisch oder kurios ab, den aktuellen Zeiten geschuldet. So wurden in Nordrhein-Westfalen kurz vor Anpfiff ein Spiel abgesetzt, weil es angeblichen Verbindung zu Corona-Kontaktfällen gegeben hätte. Nur Tage später wurde die Begegnung dann doch ausgetragen. Die HSG Hanau musste sich für zehn Tage in einem Hotel isoliert einquartieren (Schule online, keinen Familienkontakt), weil Sportlern aus dieser hessischen Region eigentlich sportliche Betätigung unter Wettkampfbedingungen untersagt ist. Mit einer Ausnahmegenehmigung (18:17 heim / 23:24 auswärts) warfen sie die TSG Friesenheim hauchdünn aus dem Rennen. Diese war zuvor fast ebenso knapp an der HGS Saarlouis gescheitert (26:28/30:29). 

„Übel“ erwischt hat es bei der finalen Einteilung den TV Gelnhausen, der schon vorab qualifiziert war und in die Oststaffel eingruppiert worden war. Dort hinzu kam nun zum Beispiel auch noch Rostock, der nächstgelegene Gegner ist nun Hildesheim. Nicht „glücklich“ ist auch TuSEM Essen, dass von seinen Nachbarn getrennt worden ist und sich nordwärts orientieren darf.

Die finale Staffeleinteilung: 

Nord: TSV GWD Minden, HSV Hamburg, HC Bremen, HSG Lemgo, JSG Nettelstedt//Nordhemmern/Mindenerwald/Holzhausen, SG Flensburg-Handewitt, THW Kiel, TSG Altenhagen/Heepen, TuSEM Essen, VfL Horneburg.

Ost: VfL Potsdam, Eintracht Hildesheim, Füchse Reinickendorf, HCE Rostock, LHC Cottbus, NSG EHV/Nickelhütte Aue, SC DHfK Leipzig, SC Magdeburg, TSV Burgdorf, TV Gelnhausen.

West: Bergischer HC, HG Saarlouis, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, HSG Hanau, JSG Melsungen/Körle/Guxhagen, TSG Münster, TSV Dormagen, TV Hüttenberg, VfL Eintracht Hagen, VfL Gummersbach.

Süd: FA Göppingen, HC Erlangen, HG Oftersheim/Schwetzingen, HSG Konstanz, JSG Balingen/Weilstetten, Rhein-Neckar-Löwen, SG Pforzheim/Eutingen, TSV Allach, TuS Helmlingen, TV Bittenfeld.

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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