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Nach der Pause Turbo gezündet

SG Pforzheim/Eutingen – HG Oftersheim/Schwetzingen 15:24 (7:9)

Im ersten Saisonspiel in der Oberliga Baden-Württemberg gewinnt die B1 der HG Oftersheim/Schwetzingen auswärts verdient mit 24:15 (9:7) bei der SG Pforzheim/Eutingen.

Das erstes Saisonspiel steht immer in einem besonderen Fokus: Wo steht die Mannschaft? Der Spielrhythmus ist noch nicht gefunden. Zusätzlich erschwerte in diesem Jahr die Pandemielage mit all ihren Auswirkungen die Saisonvorbereitung. Aber bei diesem Spiel wurde klar: Das Trainergespann Detlef Röder und Alexander Lemke hatten das Team bestmöglich auf den gastgebenden Gegner eingestellt.

Die Anfangsphase des Spiels war geprägt von viel Nervosität und technischen Fehlern auf beiden Seiten, aber auch starke Torhüterleistungen beider Mannschaften. Vor allem Tim Rabe hielt seinen Kasten mit etlichen Glanzparaden (im Spiel auch zwei gehaltene Siebenmeter) sauber und daher dauerte es mehr als sieben Minuten, bis das erste Tor des Spiels und in der BWOL-Saison für die HG erzielt wurde. Abwehrchef  Jakob Fischer „is back“, bot nach seiner Verletzungspause eine starke Leistung in der von ihm geführten 6:0-Abwehr und beschäftigte auch am gegnerischen Kreis die Gegner. Bis zur Halbzeit blieb das Spiel eng, mit zwei Toren Vorsprung wurden die Seiten gewechselt. Erfolgsgarant war hier eindeutig die bärenstarke Abwehrleistung.

Die Halbzeitansprache hatte die Jungs weiter fokussiert, denn nun spielte die Mannschaft im Angriff freier auf und die Abwehr stand nach wie vor bombenfest. Selbst einige Zwei-Minuten Strafen brachten die Grundordnung nicht durcheinander. Im Gegenteil: in offensiv ausgerichteter Unterzahl fingen die HGler Bälle heraus und setzten durch schnelle eigene Tore Nadelstiche. Insgesamt wurde das Spiel unserer Mannschaft nun deutlich schneller: einige Konter wurden mit sehenswerten Dreher abgeschlossen. Weitere sehr platzierte Würfe in Serie auch durch HG-Neuzugang Leonard Zaum ließen die Führung weiter anwachsen und allmählich die Köpfe der Gegner sinken.

Die Vorentscheidung im Spiel war endgültig gefallen und so konnte in weiteren Aufstellungsvarianten agiert werden. Der Erfolg geriet in der zweiten Hälfte nie in Gefahr und das Spielergebnis war dann auch am Ende verdient eindeutig. 

Besonders herauszuheben ist die Unterstützung von allen Spielern auf der Bank, die teilweise erst spät oder gar nicht zum Einsatz kamen. Selbst drei Spieler des erweiterten Kaders ohne Nominierung nahmen die weite Fahrt auf sich, um die Kamerade auf der Platte zu puschen – frei nach dem Motto: zwei Mannschaften, ein Team!

HG: Keller, Antritter (4), Rabe, Oschatz, Drees, Zaum (3), Fischer (2), Kirchner, Merkel (7), Pflaumbaum, Wessel,Zimprich (6), Löffler (2).

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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