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In Dansenberg hängt der Haussegen schief (Spiel auf Mittwoch verlegt)

Kann Oftersheim/Schwetzingen von Querelen beim Gastgeber profitieren?

Zur nächsten Auswärtspartie, dem vorletzten in der Staffel F der 3. Handball-Liga, beim TuS Dansenberg (Samstag, 20 Uhr) kann die HG Oftersheim/Schwetzingen mehr oder weniger ohne große innere Anspannung fahren und dort recht befreit aufspielen, zu verlieren hat sie nicht viel.

Denn die Pfälzer können nicht mehr in die Abstiegsrunde rutschen, wären also kein direkter Konkurrent gegen den es gelte, Punkte mitzunehmen. Ein Überraschungserfolg würde jedoch das eigene Selbstvertrauen stärken und möglicherweise eine Positionsveränderung in der Tabelle mit sich bringen, was dann im Abstiegskampf zu einer andere Gruppenzusammenstellung führen könnte.

Doch dort am Nordrand des Pfälzer Wald über den Dächern Kaiserslauterns hängt der Haussegen nicht erst seit gestern schief, wie sich am Wechselspielchen mit den Trainern zeigt (wir berichteten mehrfach). Denn hier gilt schon seit letzter Saison, dass außer dem Aufstieg in die 2. Bundesliga eigentlich nichts anderes zählt. Aber in der improvisierten Aufstiegsrunde war nicht viel zu holen, und das erklärte Ziel, diesen Wettbewerb der besten 14 Drittligisten aktuell zu erreichen, dürfte schon vorzeitig als verfehlt gelten (ist allerdings rein rechnerisch noch möglich, jedoch nicht aus eigener Kraft). Denn die letzten Ergebnisse, gemessen an den Ansprüchen waren doch eher durchwachsen, um nicht schreiben zu müssen miserabel.

Das begann (nicht erst) mit einem heimischen Remis gegen Pforzheim/Eutingen, welches dem TuS jetzt womöglich den begehrten Platz wegschnappt. In Leutershausen, ebenfalls ein Kandidat fürs Weiterkommen setzte es eine 26:31-Niederlage, zuhause folgte dann die 24:40 (12:22)-Blamage gegen die Rhein-Neckar-Löwen II, bevor Dansenberg wegen eigener Coronafälle die Partie in Horkheim, vorgesehen für den vergangenen Spieltag absagte.

Das war zuviel des Guten. „Den Beweis, dass sie eine Liga höher spielen können, blieben sie jedoch abermals schuldig“, kommentierte das Hausblatt Pfälzische Volkszeitung. „Die Art und Weise, wie das Spiel regelrecht abgeschenkt wurde, warf Fragen auf.“ Emotionen, Kampf und Leidenschaft sind Tugenden, für dir wir als Verein und insbesondere ich als Trainer stehen und davon war heute nichts zu sehen“, macht Interimscoach Marco Sliwa klar. Er hat so seine Zweifel, ob alle Spieler überhaupt noch mit ihren Gedanken beim TuS seien oder bei ihren zukünftigen Vereinen. „Bei dem einen oder anderen schwirren seit ein paar Wochen schon andere Sachen im Kopf rum, das merkt man teilweise leider auf der Platte.“ Gegen die HG soll dies nun anders werden, die Partie wurde von Sliwa zur „Charakterfrage“ erhoben.

Zuvor sahen sich die Spieler (aus eigenem Antrieb?) genötigt, zu dieser letzten Heimpleite Stellung zu beziehen, sich für diesen unzureichenden Auftritt bei ihren Fans zu entschuldigen. „Für die restlichen Spiele der Saison zählen jetzt Taten statt Worte. Das sind wir uns selbst, aber vor allem auch euch schuldig.“ Es wird sich zeigen,, ob ihre Gäste von Oftersheim/Schwetzingen daraus ihren Vorteil ziehen oder die Leidtragenden sein werden. Besonderen Druck soll hier nicht aufgebaut werden. HG-Trainer Axel Buschsieper sieht die Begegnung als weitere Gelegenheit, seine Jungs zunehmend auf den kommenden Abstiegskampf einzustimmen und einzustellen. 

Bis zum Spieltermin hofft der Coach darauf, dass einige der angeschlagenen und/oder erkrankten Spieler sich wieder fit zurück in den Dienst der Mannschaft stellen können. Definitiv nicht auflaufen wird hingegen Bastian Schleidweiler. Seine Nase ist allerdings „nur“ glatt gebrochen (wir berichteten), so dass keine Operation notwendig wird. mj

TuS Dansenberg – HG Oftersheim/Schwetzingen (Mittwoch, 9.3.22, 20:00 Uhr, Layenberger Sporthalle, Dansenberg)

Bild: Lutz Rüffer

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