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Erneut direkten Startplatz für nächste Runde sichern

Nachwuchs der HG Oftersheim/Schwetzingen trifft zum Auftakt auf den amtierenden Meister Rhein-Neckar Löwen

Zum ersten Mal seit Bestehen der Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) hat es die HG Oftersheim/Schwetzingen geschafft, sich über den laufenden Wettbewerb einer Saison direkt für die nächste Runde, die anstehende Spielzeit, zu qualifizieren. Damit einhergehend gab es frühzeitig die oft zitierte Planungssicherheit, ohne durch die Mühlen eines Ausscheidungsmarathons gehen zu müssen – aber auch ein großes Loch.

Es ist unbestreitbar, dass die Qualifikationshürden und -turniere sowie die Vorbereitung daraufhin eine Mannschaft zusammenwachsen lassen und die internen Kräfte eines neuformierten Teams enorm stärken. Gleichwohl besteht immer das Risiko, auszuscheiden, wie einige namhafte Konkurrenten erfahren mussten, die mit teilweise Leistungszentren und andere Institutionen im Hintergrund ins Rennen gehen. Intensive Trainingseinheiten und zahlreiche Testspiele oder Turniere können diese Stressmomente respektive Erfahrungen nur teilweise ersetzen.

Aber mit genau diesen Maßnahmen hat das Trainergespann Christoph Lahme und Justin Hahne seine Truppe in Form gebracht und will in der JBLH-Runde ein wichtiges Wörtchen mitreden, wohlwissend, dass andere oft Favoriten sind. „Es war unser erklärtes Ziel, dass wir bis zum Saisonstart als Team heranwachsen wollten und Schritt für Schritt die neuen externen Spieler integrieren würden“, meinte „Chef“ Lahme.

„Anhand dieser Spiele und den vielen Trainingseinheiten haben wir uns gefunden und unser Spielsystem vor allem in der Abwehr auf die kommende Runde angepasst“, sieht Lahme optimistisch voraus. „Darüber hinaus haben wir natürlich alles daran gelegt, über Teamevents und die eine andere Einheit abseits des Handballs, die Jungs auf ihre neue Aufgabe einzustellen.“

Zu einigen weiteren Details und einen Ausblick auf die Eröffnungspartie gegen die Rhein-Neckar-Löwen gibt Hahne unserer Zeitung noch Auskunft.

Das verlorene Halbfinale um den DHB-Pokal hing manchen noch nach. War dies dann aus den Köpfen der Trainer und Spieler verbannt?

Justin Hahne: Für mich war es das Wochenende darauf bereits erledigt. Es überwiegt immer noch die Freude über die gemachte Erfahrung, so einen Weg gegangen zu sein und sich als erste A-Jugendmannschaft direkt für die nächste Saison qualifiziert zu haben. Den Eindruck habe ich auch bei den Spielern. Hier wird hauptsächlich positiv darüber gesprochen, wie wir im Viertelfinale zu Hause das Ding gegen Burgdorf noch umgebogen haben.

Es galt ja nicht nur, eigene B-Jugendliche einzubauen, es kamen auch neue Spieler. Wie klappte die Integration – spielerisch wie menschlich?

Hahne: Diese Integration klappt super. Wenn man auf diesem Niveau spielt, kennen sich die meisten Spieler von irgendwoher schon und man freut sich, solche Spieler jetzt als Mitspieler und nichts als Gegner zu haben.

Gibt es spielerisch noch Abstimmungsprobleme innerhalb der Mannschaft?

Hahne: Natürlich! Aber gerade in der Kommunikation sehe ich den größten Fortschritt in der Mannschaft. Wenn jeder weiß, was wann von ihm verlangt wird, kann man auch sein Bestes geben.

Wo sind noch Baustellen übrig?

Hahne: Wir können uns in jedem Bereich verbessern und das sollte auch unser Anspruch sein. Ich sehe in der Abwehr noch Nachholbedarf. Wir werden nicht zu den körperlich stärksten Mannschaften zählen. Heißt, wir müssen noch früher und härter Gegenspieler attackieren. Hier fehlen uns oftmals noch das Timing und die Abstimmung.

Es geht los gegen den amtierenden deutschen Doppelmeister in A- und B-Jugend. Gibt es da überhaupt eine Chance? Was wäre das Erfolgsrezept?

Hahne: (lacht) Ich denke, diese Frage kann nur Christoph beantworten, da er der letzte Trainer war, der die Löwen mit seinem taktischen Konzept geschlagen hat. Aber wir müssen einfach disziplinierten Handball spielen, soweit dies in der Jugend überhaupt möglich ist. Die wahrscheinlich größere Breite an Talenten beim Gegner müssen wir mit mehr Einsatz und Leidenschaft wettmachen. Wenn wir lange genug dranbleiben, werden die Favoriten auch mal nervös und dann sind wir im Spiel. mj

Bild: Thorsten Metz

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