„Austrudeln gibt es nicht“

Regionalliga Frauen: HG am Sonntag beim Bundesliga-Unterbau von Neckarsulm.
Den Regionalliga-Klassenerhalt haben die oft ausfallgeplagten Handballerinnen der HG Oftersheim/Schwetzingen schon längst in ihren Sporttaschen verstaut. Und zuletzt haben sie sogar noch ein paar zusätzliche Schnäppchen eingepackt. Da könnte man leicht auf die Idee kommen, die Saison jetzt – zum Beispiel bei der anstehenden Abschlusspartie bei der SU Neckarsulm II – etwas ausklingen zu lassen.
Dem erteilt ihr Coach Carsten Sender eine mehr als klare Absage: „Austrudeln gibt es nicht. Jedes Spiel in der Regionalliga ist ein Geschenk für uns. Und das dürfen wir auch in der nächsten Saison bei der HG wieder erleben.“ Und darauf freuen sich alle, besonders auch wegen des Derbys gegen die HSG St. Leon/Reilingen.
Geht es nach den nackten Zahlen, fährt die HG sogar als Favorit ins Unterland. SUN hat sich auch schon vor einer kleinen Weile vornehmlich mit Heimerfolgen den Klassenerhalt gesichert. Dabei war es im Saisonverlauf einigen Schwankungen unterlegen. Als ein Beispiel dafür blickt Sender noch einmal zurück: „Wir haben das Hinspiel 36:32 gewonnen, da wir vor allen Dingen das Spiel schnell mit vielen Umschaltmomenten gestaltet haben.“
Er steht jedenfalls zur Rolle, zum Ranking seiner Mannschaft, verbindet dies jedoch mit Forderungen: „Wir haben aus den letzten acht Begegnungen 12:4 Punkte geholt, und nur gegen die Teams auf Platz 1 und 2 verloren. Ein weiterer Sieg wäre daher ein lohnenswertes Ziel. Dies wird aber nur möglich sein, wenn wir körperlich und emotional unseren Teamhöhepunkt erreichen.“
Deshalb hat sich die Mannschaft in der Woche gewissenhaft auf dieses Match vorbereitet, auch wissend, dass nicht alle auf Gästeseite einsatzbereit sein werden. „Neckarsulm hat mit Rebecca Schäfer eine der torhungrigsten Spielerinnen der Liga. Den Rückraum vervollständigen Finia Siegle und Trixi Hanak. Bei Heimspielen greift das Trainerteam häufig auch auf Lynn Holtmann, eine niederländische Juniorennationalspielerin auf der linken Rückraumposition, zurück. Das ist oberes Regal. Sie gehört zum Kader der Bundesligamannschaft. Außerdem ist Neckarsulm wie erwähnt extrem heimstark.“
Zur personellen Besetzung verkündet er, dass in seinem Kader auf jeden Fall Sarah Föllinger aus beruflichen Gründen fehlen wird. „Bei meiner Tochter Florine hat bei ihrer Wurfarmverletzung noch keine wirkliche Genesung stattgefunden. Daher werden wir eventuell eine Spielerin der „Ib“-Mannschaft mitnehmen.
SU Neckarsulm II – HG Oftersheim/Schwetzingen (Sonntag, 17 Uhr, Sulmhalle)


