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„Wer nur über den Verstand führt, der scheitert“

Zweites HG-Business-Lunch mit Hanna Huber-Wetzel über „mentale Teamgesundheit“.

Wer Teams (an)leitet, auf dem Spielfeld oder in der Firma, sollte den Teammitgliedern psychologische Sicherheit vermitteln und klar und authentisch kommunizieren. Das war eine der Botschaften, die Hanna Huber-Wetzel den Teilnehmern des 2. Business-Lunchs der HG Oftersheim/Schwetzingen mit auf den Weg gab. Die Unternehmerin und neue HG-Partnerin berät seit mehr als 17 Jahren Führungskräfte u.a. in Fragen der mentalen Teamgesundheit. Die Wirtschaftspsychologin und Sportmanagerin, die auch eine Weiterbildung zur Traumatherapeutin absolviert hat, hielt beim Netzwerktreffen der HG-Handballer im „Grünen Hof“ in Schwetzingen den Impulsvortrag, der nach dem leckeren Mittagessen in einer spannenden Diskussion über die Anforderungen an heutige Führungskräfte mündete.

Hanna Huber-Wetzel. Bild: Huber Consulting GmbH.

Huber-Wetzel erläuterte zunächst einige Hürden und Widerstände, die Führungskräfte überwinden müssten, bevor sie von ihren Mitarbeitenden Bestleistungen erwarten dürften. Dazu gehöre etwa die Erkenntnis, dass „der Verstand nur funktioniert, wenn wir uns sicher fühlen“. In Stresssituationen, etwa wenn man gleichzeitig zu viele Termine habe, unzufriedene Kunden auf Lösungen warteten und Teile des Personals krank seien, reagiere man oft impulsiv und auf Basis alter Muster und Erfahrungen. „Sind wir nervlich angespannt, setzt der Verstand aus“, sagte Huber-Wetzel und empfahl, auf Stresssignale zu hören und sich möglicherweise einzugestehen, dass jetzt nicht die richtige Zeit sei, Entscheidungen zu treffen. „Dann darf man auch mal ein Meeting verschieben.“

Führungspersönlichkeiten müssten „sich selbst führen“ und eine individuelle Selbstregulationsstrategie entwickeln. Wer verstehe, welche Signale der Körper gibt, könne besser damit umgehen und „Führung auch fühlen“. Und nur wer sein Nervensystem im Gleichgewicht halte, könne klare Gedanken fassen und gute Entscheidungen treffen. Huber-Wetzel: „Wenn man zufrieden mit sich selbst ist und sich bei dem, was man tut, wohlfühlt, kann man diese Zufriedenheit auf andere projizieren.“

Tipps für junge Führungskräfte

Konkrete Tipps hatte die Referentin insbesondere für junge Führungskräfte dabei, von denen einige unter den Teilnehmern waren. „Fokussieren Sie auf das, was sie beeinflussen können“, so Huber-Wetzel. Man dürfe sich nicht zu viel vornehmen, gehe besser Schritt für Schritt vor. Es müsse auch nicht alles auf Anhieb funktionieren, wichtig sei jedoch davon überzeugt zu sein, dass sich jedes Problem lösen lasse. Sich regelmäßig Zeit zur Reflektion zu geben, helfe auch beim Lernen der vielen neuen Dinge, die auf einen zukämen. Wenn man wisse, dass man sich ausprobieren könne, helfe das einer jungen Führungskraft enorm. Sie empfahl zudem, „sein Ich-Ego zurückzunehmen“, den Teammitgliedern aktiv und ohne Wertung zuzuhören und ihnen Vertrauen zu schenken. „Wenn du etwas wegdelegiert hast, hole es Dir auf keinen Fall zurück.“ Als Führungspersönlichkeit dürfe man auch Verletzlichkeit zeigen, sagt Huber-Wetzel. Dies trage zur psychologischen Sicherheit im Team bei.

„Wer einen klaren Rahmen vorgibt und so Orientierung schafft, wer smarte und authentische Entscheidungen trifft und empathisch und klar kommuniziert, entwickelt sich zu einer motivierenden und effektiven Führungskraft“, gab Huber-Wetzel am Ende den jungen und älteren Führungskräften unter den anwesenden HG-Partnern mit auf den Weg.

Die tauschten sich am Ende über ihre ganz persönlichen Herausforderungen bei der Leitung ihrer Firmen aus, und natürlich spielte auch die aktuelle Drittliga-Saison der HG-Handballer eine Rolle. So steht beispielsweise am 9. März das „Spiel der 1.000 Chancen“ in der Nordstadthalle an. Mit der Unterstützung ihrer Partner möchte die HG an diesem Tag auch Menschen den Besuch eines HG-Heimspiels ermöglichen, die sich das nicht regelmäßig leisten wollen oder können. Dann nämlich kostet der Eintritt zum Spiel nur einen Euro.

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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