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Saisonstart? Ohne uns!

3. Liga: HG schaut noch zwei Wochen lang nur zu. Saisonauftakt am Samstag, 6. September gegen Rimpar in der NSH.

Stell‘ dir vor, es ist Saisonstart – und viele sind nicht dabei. Als der Deutsche Handballbund bekannt gab, dass die 3. Liga bereits am vorletzten Augustwochenende ihre Saison beginnen sollte, waren sich die Entscheidungsträger der HG schnell einig: „Möglichst ohne uns.“ Die Spielplangestalter und das Führungspersonal bekamen es in zahlreichen Absprachen hin, dass das Kurpfälzer Ensemble in der Ferienzeit noch zwei Wochen Aufschub bekam. Dieses Unterfangen wurde hauptsächlich wegen des eventuell schwachen Zuschauerzuspruchs und dem absehbaren Mangel an Helfern, die sich größtenteils noch im Urlaub befinden könnten, angestrebt und umgesetzt.

Mit diesem Gedanken stand die HG nicht alleine da. An diesem ersten Spieltag fanden nur vier von acht vorgesehenen Partien statt: Der TV Bittenfeld II bezwang Saase³Leutershausen mit 34:29, Aufsteiger SG Köndringen/Teningen besiegte zuhause – sicherlich überraschend – die DJK Rimpar, den Gegner der HG am Samstag, 6. September (19.30 Uhr), mit 39:38. Und die Rhein-Neckar-Löwen II setzten sich zuhause gegen den TV Erlangen-Bruck mit 36:31 durch. Am Sonntagabend spielt noch die SG Pforzheim/Eutingen gegen den SVS Kornwestheim.

In der Woche darauf sind es immerhin schon fünf Begegnungen: Bruck – Bittenfeld II, S³L – Pforzheim/Eutingen, TuS Fürstenfeldbruck – Köndringen/Teningen, Kornwestheim – VfL Pfullingen, HBW Balingen-Weilstetten II – RNL II.

Im Gegensatz dazu waren zwei Teams sogar schon letztes Wochenende aktiv; Oftersheim/Schwetzingens Auftaktgegner Rimpar, die Wölfe Würzburg, und der VfL Pfullingen starteten im DHB-Pokal, schieden allerdings beide aus. Die Franken mit 31:32 gegen ihren Lokalrivalen und Lengler-Cup-Teilnehmer TV Großwallstadt vor 554 Zuschauern in Rimpars heimischer Dorfhalle, die Schwaben mit 20:28 gegen den TV Hüttenberg (500 Besucher).

Die HG, Erlangen II, Horkheim, Neuhausen und Konstanz greifen erst in der dritten Runde um den 6. September in den Regelbetrieb ein. Christoph Lahmes Truppe und er als Chef-Trainer selbst haben zwar dadurch die Möglichkeit ihre Konkurrenz „auszuspionieren“, besser kennenzulernen. Allerdings fehlt ihnen dafür der Spielrhythmus unter Wettkampfbedingungen. Um diesen herzustellen wird fleißig getestet, zu Beispiel bei bei S³L und gegen den anderen Ligarivalen, den TSB Horkheim, der ursprünglich von der spielleitenden Stelle für den zweiten Spieltag als Auswärtsgegner geplant war.

HG-Fans können weiterhin ihre Dauerkarten ordern und sich ihre Lieblingsplätze reservieren. Die Preise bleiben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bestellungen sind über tickets@hghandball.de und bei Mike Seidling (06202/52036) möglich.

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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