Partie mit mehr Konsequenz umgebogen

JBLH-A: HG wahrt in Bietigheim die theoretische Chance auf die direkte Bundesliga-Qualifikation.
Zuerst sah es nicht ganz danach aus, aber am Ende waren es beim 37:30 (16:17)-Erfolg der HG Oftersheim/Schwetzingen doch wieder fast 70 Treffer in der Begegnung der Jugend-Bundesliga Handball bei der SG BBM Bietigheim. Damit können die Kurpfälzer noch auf eine direkte, aber eher unwahrscheinliche Qualifikation zur nächsten Saison hoffen, doch es liegt nicht allein in ihrer Hand. Sie ist auf mehrfache Schützenhilfe angewiesen.
Der Gast trat in etwas veränderter Grundaufstellung an, da er zwei Sportler an die Drittliga-Mannschaft in Richtung Konstanz hatte abgeben dürfen. Dies dürfte und sollte aber nicht der Grund sein, warum er sich zunächst schwertat, so wie es HG-Trainer Justin Hahne ohnehin prognostiziert hatte, es werde nicht so leicht wie im Hinspiel sein. Der Hausherr legte vor (2:0), auch eine Sequenz mit zwei frühen Zeitstrafen (4., 10.) brachten ihn noch nicht aus dem Tritt (7:4). Die Schwierigkeiten bei Oftersheim/Schwetzingen waren hausgemacht.
„Wir waren in der ersten Halbzeit schon überlegen“, war sich Hahne ohne Übertreibung sicher. „Leider passierten in unserer Abwehr zu viele individuelle Ausrutscher. In der Zweiten Welle gab es viele technische Fehler und in unserem Positionsangriff war die Abschlussquote nicht gut.“ Zwischen der 15. (10:7) und 25. Minute mussten dann bei den Kurpfälzern drei Sünder die Strafbank drücken. Doch statt sich einen höheren Rückstand einzuhandeln, näherten sie sich dem Ausgleich. Dieser sollte aber vor der Pause nicht mehr glücken, dafür wurde siebenfach ein Anschlusstreffer gesetzt.
Mit gewonnem Anspiel zur zweiten Hälfte war der Gleichstand durch Gabriel Weidner dann fällig. Einmal durfte BBM noch führen, dann hatte die HG das Komando übernommen und ließ sich die Partie nicht mehr entgleiten (23:27 (45.). „Wir waren da deutlich konsequenter und wir konnten unsere körperliche Überlegenheit besser ausspielen“, hat der HG-Coach wohl die richtigen Worte zur Kabinenanspache gewählt. Schon früh wechselte er viel durch, gewährte einigen seiner Athleten Pausen. Denn für ihn und etliche seiner Jungs ging es dann zielstrebig quer durch den Kraichgau nach Jöhlingen zur Männer-Verbandsliga-Begegnung bei der HSG Walzbachtal.
HG: J. Wolf, Sakota; Mehlis (1), Aeckerle (1), Kuhlee (7/2), Weidner (6), Rohr (2), Lehn (2), Schmitt (6), Derr (3), de Marco (3), Ihrig (6).


