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Suschlik wartet tapfer aufs Comeback

3. Liga: Heute: ein Euro Eintritt beim “Spiel der 1.000 Chancen”.

Die HG Oftersheim/Schwetzingen darf heute zum zweiten „Spiel der 1.000 Chancen“ viele Rettungskräfte von Feuerwehr und DRK, zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Grundschulen in Schwetzingen und Oftersheim mit ihren Eltern und weitere sportinteressierte Menschen begrüßen, die dann vielleicht zum ersten Mal ein Handballspiel sehen. „Wir freuen uns auf viele neue Gesichter und begrüßen alle herzlich in der Nordstadthalle”, heißt es vom HG-Vorstandsgremium für die Drittliga-Partie gegen HC Erlangen II. Der Eintrittspreis beträgt an diesem Abend nur 1 Euro. Es sind genügend Eintrittskarten an der Abendkasse erhältlich, so dass auch Kurzentschlossene noch auf “ihre Kosten” kommen werden.

Einer, der diesem Event beiwohnen wird, ohne Eintritt zu zahlen, den er sich sicher leisten könnte, aber gerne lieber selber auf der Platte stehen würde, ist Kevin Suschlik. Der Linkshänder von der Rechtsaußenbahn ist schon die ganze Saison über zum Zuschauen verdonnert. Manchmal muss er bei Spielen Statistiken führen, lieber würde er spielen, mitfiebern tut er immer. Warum das so ist, erklärt er in diesem Interview.

Was ist eigentlich passiert – und wie lange geht das schon?

Kevin Suschlik: Beim Patrick-Lengler-Cup Ende Juli 2025 habe ich mir durch eine ungewollte Bewegung in der Abwehr einen Labrumriss in der Schulter zugezogen. (Bild oben: Da war noch alles in Ordnung: Kevin Suschlik beim Patrick-Lengler-Cup im vergangenen Jahr.)

Wie hast du die Zeit, ohne in der Halle trainieren zu dürfen, genutzt?

Suschlik: Die direkte Zeit nach meiner Operation war ehrlich gesagt ziemlich schwierig, weil ich in den ersten sechs Wochen kaum etwas machen konnte. Ich durfte meinen Arm fast gar nicht bewegen und war dadurch im Alltag und natürlich auch sportlich stark eingeschränkt.

Wie wurde das kompensiert?

Suschlik: Ich habe trotzdem versucht, das Beste daraus zu machen und mich voll auf die Rehabilitation zu konzentrieren. Ich war jede Woche mindestens drei Mal bei Robert Knochel, unserem Physiotherapeuten, im Sportomed. Dort haben wir sehr individuell gearbeitet und Schritt für Schritt meine Schulter aufgebaut. Von Woche zu Woche konnte ich kleine Fortschritte sehen, was natürlich extrem motivierend war.

Was läuft jetzt im Training?

Suschlik: Vor knapp drei Wochen habe ich von Robert einen Trainingsplan bekommen, mit dem ich mich Schritt für Schritt wieder an die Belastung herantaste. Der Fokus liegt aktuell darauf, die Schulter langsam wieder an die Wurfbewegung zu gewöhnen. Und ich darf sogar schon wieder mitkicken.

Woran hapert es noch?

Suschlik: Zurzeit werfe ich noch relativ kontrolliert und vor allem stur aufs Tor, ohne große Belastungsspitzen oder Spielsituationen. Es geht erstmal darum, wieder ein Gefühl für die Bewegung zu bekommen und Vertrauen in die Schulter aufzubauen.

Also Stillstand?

Suschlik: Nein, von Woche zu Woche merke ich klare Fortschritte – sowohl in der Beweglichkeit als auch in der Stabilität und im Vertrauen in den Arm. Wenn alles weiter so gut läuft, ist geplant, ab nächster Woche langsam wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen.

Was ist für die Zeit nach der Gesundung, nächste Saison, im Fokus?

Suschlik: An erster Stelle steht für mich ganz klar, nach fast einem Jahr Handballpause endlich wieder auf der Platte zu stehen. Allein wieder spielen zu können, ist für mich schon ein riesiges Ziel. Außerdem habe ich mir vorgenommen, in Zukunft noch mehr auf meinen Körper zu hören, um Verletzungen bestmöglich vorzubeugen und nicht wieder so lange auszufallen.

Und sonst?

Suschlik: Natürlich möchte ich auch wieder gemeinsam mit der Mannschaft Erfolge feiern. Und am Ende geht es vor allem darum, wieder richtig Spaß am Handball zu haben und die Zeit auf dem Feld zu genießen.

Und wie ist das mit dem ohnmächtigen Gefühl auf der Tribüne bei den Spielen?

Suschlik: Es ist ein extrem schwieriges Gefühl, weil man so nah dran ist und trotzdem überhaupt keinen Einfluss hat. Man fiebert bei jeder Aktion mit, leidet bei Fehlern und freut sich über gute Szenen, aber man kann selbst nichts dazu beitragen.

HG Oftersheim/Schwetzingen – HC Erlangen II (Samstag, 19.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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