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Willkommen zum „Spiel der 1.000 Chancen“

3. Liga: HG empfängt am Samstag den Nachwuchs des Bundesligisten HC Erlangen und Tabellenzweiten in der Nordstadthalle.

Die HG wird am Samstag zum zweiten „Spiel der 1.000 Chancen“ viele Rettungskräfte von Feuerwehr und DRK, zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Grundschulen in Schwetzingen und Oftersheim mit ihren Eltern und weitere sportinteressierte Menschen begrüßen, die dann vielleicht zum ersten Mal ein Handballspiel sehen. “Wir freuen uns auf viele neue Gesichter und begrüßen alle herzlich in der Nordstadthalle”, heißt es vom HG-Vorstand. Der Eintrittspreis beträgt an diesem Abend nur 1 Euro. Es gibt keinen Vorverkauf, es sind aber genügend Eintrittskarten an der Abendkasse erhältlich, so dass auch Kurzentschlossene herzlich willkommen sind.

Fünf Spieltage sind in der 3. Handball-Liga noch zu absolvieren. Doch die Spannung ist weitgehend raus. Jeder verfolgt jetzt seine eigenen individuellen Ziele. Kornwestheim dürfte der Staffelsieg kaum noch zu nehmen sein. Der HC Erlangen II liegt nur fünf Zähler dahinter und ist jetzt zu Gast bei der HG Oftersheim/Schwetzingen.

Doch der fränkische Bundesliga-Unterbau darf als zweite Mannschaft genauso wenig wie die vom Oftersheimer Holger Löhr trainierten Rhein-Neckar-Löwen II an der Aufstiegsrunde teilnehmen. Kornwestheim, Würzburg und Horkheim haben bereits frühzeitig abgewunken, was die Ambitionen in Richtung 2. Bundesliga angeht. Auch von der SG Pforzheim/Eutingen kommt nun die Begründung für eine klare Absage.

„Das würde einen erheblichen Aufwand bedeuten. Wir arbeiten daran, alles zu professionalisieren, aber die zweite Liga hat sich seit dem Streaming-Deal mit Dyn erheblich professionalisiert“, meint Ulf Meißner aus dem SG-Vorstand gegenüber Logbuch Sport. „Es gibt einen Riesenabstand. Wir hoffen aber, dass wir wieder heranrücken können. Da spielen auch finanzielle Fragen eine Rolle. Die Mannschaften in der zweiten Liga haben den dreifachen Etat. Die zweite Liga wäre deswegen auch für unsere Spieler eine große Umstellung, denn in der zweiten Liga gibt es ein Halb- bis Dreiviertelprofitum. Wir bräuchten also eine ganz andere Mannschaftsstruktur. In der Theorie hätten wir sogar eine Halle, die zugelassen wäre. Allerdings ist das eine Schulsporthalle. Freitagabendspiele würden uns zum Beispiel organisatorische Schwierigkeiten bereiten.“

Auch die Abstiegsfrage ist geklärt. Köndringen/Teningen, Fürstenfeldbruck und eben die HG können sich nicht mehr retten. Hier geht es rein darum, sich schon für die nächste Saison in der Regionalliga vorzubereiten. Oftersheim/Schwetzingens Trainer Christoph Lahme macht dabei aus der Not eine Tugend. Er habe mehr (verletztes) Stammpersonal auf der Tribüne zu sitzen als unter den ersten sieben auf dem Handballfeld, hatte er unlängst festgestellt. Also müssen wie schon in den vergangenen Spielen die Jungen ran. Die aus der zweiten Reihe, der zweiten Mannschaft oder der A-Jugend. Und bislang war er mit ihren Auftritten in Würzburg und Pfullingen weitgehend zufrieden. Jetzt werden sie sich vor heimischem Publikum präsentieren. Und hoffen natürlich auf lautstarke Rückendeckung.

HG Oftersheim/Schwetzingen – HC Erlangen II (Samstag, 19.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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