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Nicht wieder abgewunken werden

JBLH-B: Drei Fragen an Trainer Fassunge

Sie kamen bis ungefähr Karlsruhe – auf der Autobahn – dann wurden sie abrupt abgewunken. Jetzt wollen sie weiterkommen, viel weiter. Allerdings nicht für eine Zieldurchfahrt, sondern zur Rückkehr in die oberste Spielklasse. Ein Teil der B-Jugend-Mannschaft von der Handball-Gemeinschaft Oftersheim/Schwetzingen, die sich den Einzug in die Nachwuchs-Bundesliga (JBLH) sichern wollte, war inklusive eines Trainers sogar am Vorabend des vorletzten Samstags schon in Pforzheim gewesen, um dort zu übernachten, früh präsent zu sein. Andere hatten sicherheitsbewusst im Auto nicht auf das Telefon geschaut und erfuhren von der Absage des Turniers erst vor Ort (wir berichteten).

Am vorletzten Dienstagabend hatte sich der zuständige Spielausschuss zusammengesetzt und nach dem die Absage bewirkenden Gerichtsurteil eine neue Vorgehensweise beschlossen. Denn auch die Zeit drängte ein wenig. Doch zunächst blieb es auf allen Kanälen vorerst ruhig – Funkstille. Dann die Mitteilung, dass Kläger SG BBM Bietigheim zuhause gegen die HSG Konstanz eine Entscheidungspartie austrägt; dieses Spiel hat Bietigheim gestern Abend gewonnen. Als Sieger wetteifern sie nun mit der HG, dem TSB Schwäbisch Gmünd und Ausrichter SG Pforzheim/Eutingen um zwei direkte Startplätze in der JBLH 2026/27. Die beiden unterlegenen Konkurrenten gehen in die bundesweite Endrunde. Dort warten bislang Emsdetten, Ahlen/Hamm, Vallendar, Nieder-Olm, Günzburg, Ottobeuren. Weitere Verbände spielen ihre Teilnehmer noch aus.

Wir stellten HG-Trainer Jonah Fassunge noch drei kurze Fragen

War die (Zwangs)-Pause ein Vor- oder Nachteil?

Jonah Fassunge: Das kann ich erst Sonntagabend endgültig beantworten. Wir hatten uns ursprünglich genau auf das Dreier-Turnier vorbereitet, waren bereit und voll fokussiert. Als die Nachricht kam, dass nicht gespielt wird, waren die Jungs natürlich enttäuscht. Die Aufgabe war danach, die Anspannung und den Fokus hochzuhalten, die Situation zu akzeptieren und weiterzuarbeiten. Großes Kompliment hierbei an die Mannschaft, wie sie mit der Situation umgegangen ist. Wir sind bereit für Sonntag und freuen uns, dass wir endlich spielen können. 

Hat das A2-Turnier geholfen?

Fassunge: Wir konnten bei der A2-Quali nochmal unter Wettkampfbedingung spielen. Von dem her würde ich sagen ja. Dass wir sie unter erschwerten Bedingungen so positiv gestalten (ohne Harz, in den letzten beiden Partien ohne wichtige Spieler) freut mich besonders. Für den Zusammenhalt und das Selbstvertrauen war das sehr wichtig.

Wird es jetzt zu viert schwerer oder leichter?

Fassunge: Dreier- oder Vierervergleich ist mir eigentlich egal. An der Grundsituation ändert es nichts: Die ersten beiden qualifizieren sich für die Bundesliga. Wir brauchen vollen Fokus und jedes Spiel 100 Prozent. Dann können wir Sonntag jeden schlagen. Allerdings ist uns auch bewusst, dass wir auch gegen jede Mannschaft verlieren können, wenn wir unsere Leistung nicht komplett abrufen. Doch ich habe vollstes Vertrauen in diese Mannschaft. Wie wir die letzten sieben Wochen trainiert haben und bei unseren Spielen aufgetreten sind imponiert mir sehr. Man sieht, dass wir eine sehr gute Teamchemie haben und wir uns alle gegenseitig dabei unterstützen, besser zu werden. /mj

Qualifikations-Turnier: Sonntag, ab 11:00 Uhr in der Bertha-Benz-Halle in Pforzheim

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7. Mai 2026

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Jugendhandball: Überzeugender Auftakt der D-Jugend bei der Quali zur Bezirksoberliga.

Am vergangenen Sonntag setzte die D1 der HG Oftersheim/Schwetzingen im ersten Qualifikationsturnier ein deutliches Ausrufezeichen für die kommende Saison: mit vier überzeugenden Siegen und einer Tordifferenz, bei der für jeden Gegentreffer zwei eigene Tore stehen.

Der Auftakt gegen den Gastgeber, die JSG Heidelberg, begann mit einem 4:0-Lauf der HG – doch der Gegner kämpfte sich zurück. Dennoch blieb die HG stets überlegen und verwaltete das Spiel souverän. Das verdiente 17:13 spiegelte die klare Dominanz wider. Besonders Sebastian Stab glänzte mit fünf Toren und zeigte einmal mehr seine Torgefährlichkeit.

Im zweiten Spiel gegen den TV Sinsheim starteten die Junghyänen etwas holprig und lagen kurzzeitig mit 3:4 zurück. Doch dann folgte ein furioser 7:0-Lauf, der den Gegner komplett aus dem Spiel nahm. Am Ende stand ein deutlicher 27:17-Sieg. Hier brillierten Milan Schneider (6 Tore) sowie Simon Pöltl und Lars Rehberger (jeweils 5 Tore)– ein torgefährliches Trio, das den Unterschied machte.

Die dritte Partie gegen Saase3 Leutershausen Handball 2 entwickelte sich zu einer einseitigen Angelegenheit. Die HG setzte sich mit einem 5:0-Start sofort ab und baute ihre Führung bis zum 11:1 aus. Das 36:9 unterstrich die klare Überlegenheit der Mannschaft. Nils Piekenbrock überzeugte mit acht Toren.

Im letzten Spiel gegen die TSG Wiesloch starteten die Junghyänen mit einem kurzen 1:0-Rückstand, doch schon bald übernahmen sie die Kontrolle. Mit einem 5:10 bis zur 6. Minute und einem 14:26 am Ende zeigte die HG einmal mehr ihre klare Spielstärke. Jonathan Weis bewies mit sieben Toren seine Torgefährlichkeit im Angriff.

Ein Tag voller Erfolge – und was ihn besonders machte: Jeder Feldspieler konnte Torerfolge feiern und unterstrich damit die starke Mannschaftsleistung, den spielerischen Zusammenhalt und die Tiefenstaffelung der HG. Die TorhüterInnen Charlotte Wirth und Florian Schauer ergänzten sich perfekt und sorgten für Stabilität im Kasten. Die Torgefährlichkeit der Mannschaft war beeindruckend: Mehr als 100 Tore in vier Spielen sprechen für sich.

Mit der Qualifikation im ersten Durchgang hat die mD1 der HG Oftersheim/Schwetzingen überzeugt. Die Mannschaft zeigte Kampfgeist, Spielintelligenz und eine beeindruckende Konstanz. Die Bezirksoberliga kann sich auf eine spannende und dynamische Saison freuen – denn diese Mannschaft hat viel vor.

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