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Laden... HG Oftersheim/Schwetzingen

Hochgelobtes Spiel ohne Belohnung

3. Handball-Liga: HG unterliegt Spitzenreiter Oppenweiler/Backnang nach guter Leistung nur knapp.

Die Sensation blieb aus, die durcheinandergewürfelte und von vielen Ausfällen geplagte HG-Truppe unterlag dem HC Oppenweiler/Backnang knapp mit 31:34 (14:18). An Ende ist der Spitzenreiter mit Kurs Aufstiegsrunde weiterhin seit Spieltag zwei unbezwungen. Der Gastgeber verschaffte sich immerhin allseitig Respekt und die Fans dankten der Mannschaft am Ende für einen großen Kampf mit stehenden Ovationen.

Erzielte fünf Treffer vom Kreis: Marc Kern.

Das Heimteam wehrte sich tapfer, opferte sich bis in die Schlussminute auf, musste aber zwei Nackenschläge verkraften, die sich letztlich als zu große Hypothek erwiesen. Der erste kam reichlich unerwartet nach rund 20 Minuten. In der zuvor ausgeglichenen Partie hatte die HG sogar meist eins vorlegt, der HC blieb mit viel Tempo in der Regel nichts schuldig. Doch eine Serie kleiner Misslichkeiten, ein paar ungenaue Pässe, ein Wurf neben den Kasten, ein Übertritt ließen ein 11:10 in ein 12:17 (27.) kippen. Damit war der Endabstand quasi schon vorentscheidend hergestellt. Allerdings war die Wurfqualität von Markus Dangers (10), Tim Goßner (9) und Co. bei den Schwaben schon wirklich beeindruckend. Umso beachtlicher, dass Luca Berghoffer und Frederik Fauerbach da noch einiges rausfischten. Des Öfteren, bei Kontern und Durchbrüchen, standen sie aber allein auf weiter Flur.

Etliche unter den rund 500 Zuschauern hatten dann zur Pause die Hausherren schon völlig abgeschrieben. Nicht so aber die Jungs sich selbst. Sie robbten sich immer wieder heran (18:21, 21:24/40.), hatten manchmal etwas Pech. HC-Trainer Stefan Just erkannte an: „Oftersheim/Schwetzingen unterlief dann der eine oder andere Fehler, während wir etwas glücklicher agierten. Denn das ist kein normaler Aufsteiger. Da steckt viel Leidenschaft drin, die geben sich nicht auf.“ Und er schob noch hinterher: „Was passiert, wenn wir nur zehn, zwölf Prozent weniger geben, sieht man am Ende. Dann gewinnen wir mit noch drei und sind froh, das Spiel für uns entschieden zu haben.“

Wurde am Ende von den Zuschauern zum Welde- Spieler des Spiels gewählt: Max Barthelmeß (Nr. 2).

Dabei hatten seine erfahrenen Männer beinahe den Grundstein zu einem Kantersieg gesetzt. „Wir hatten eine schlechte Phase zwischen der 40. und 50. Minute“, resümierte HG-Coach Christoph Lahme. „Da kassieren wir bei eigener Überzahl zu viele Gegentreffer, begehen Fehler; es läuft uns völlig aus der Hand.“ Der Tabellenführer ließ sich nicht lange bitten, stellte auf 22:29 (45.), führte sogar mit acht Toren Vorsprung (26:34/54.). Dann war aber nur noch das größtenteils jugendliche Ensemble der Kurpfälzer am Zug.

So standen ihm nur acht Feldspieler vom Stamm zur Verfügung. „Ib-Akteure und ein A-Jugendlicher halfen aus. Sie waren definitiv keine Bankwärmer. Lukas Auth musste zum Beispiel sofort in der Deckung ran, später wurde ihm noch Valentin Huljak zur Seite gestellt, dann inklusive Marc Kern mit drei Kreisläufern zäh verteidigt. Huljak war es auch vorbehalten, den letzten Treffer per Konter zu markieren und seinen Einstand abzuschließen.

Keine Bankwärmer – und links dahinter fast eine ganze verletzte Mannschaft.

Sonderlob heimste auch Spielmacher Sinan Antritter ein. „Sinan ist ein absolut ekliger, unangenehmer Gegenspieler auf Hüfthöhe, wo du nicht weißt, wie du ihn annehmen sollst“, skizzierte Just, ohne respektlos sein zu wollen. „Man kann ihm nicht gänzlich 60 Minuten seine Stärken nehmen.“ Antritter selbst meinte: „Keiner hat damit gerechnet, dass wir nur mit drei, vier Toren verlieren. Aber trotzdem ist es ärgerlich.“

Dabei hatte Lahme schon früh auf „Ausbildungsmodus“ umgeswitcht, korrigierte seine Spieler, gab ihnen Tipps, leitete sie ohne jeglichen Vorwurf an. „Jeder hat Mut gezeigt, keiner hat zurückgesteckt. Ich muss dieser Mannschaft in dieser Formation viel Lob zollen, zumal die meisten Eigengewächse sind, oder zumindest unserer Jugend entstammen.“ Er habe nur wenig Negatives verzeichnet. Außerdem gab er auch zu bedenken: „Woche für Woche habe ich mich nicht über Ausfälle beschwert. Aber heute saß praktisch eine ganze Mannschaft hinter der Bank, die auch unter den ersten sechs hätte auflaufen können.“ Kevin Suschlik, Pascal Durak, Florian Burmeister, Edward Hammarberg, Sebastian Bösing, alle krank oder verletzt.

HG: Berghoffer, Fauerbach; Barthelmeß (9/4), Maurer, Antritter (4), Wahl (1), Kern (5), Auth, V. Huljak (1), Stier (1), Haase (2), Rothardt, Kuhlee (1), Zaum (7).

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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