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HG mit entspannter Vorstellung zum Sieg

Handball-Oberliga: Oftersheim/Schwetzingen lässt 40 Tore zum Adventstart erklingen

Das war doch mal ein ganz entspannter Sieg. Keine kritischen Momente, keine Gefahr, die Handball-Oberligapartie aus der Hand zu geben. Mit 40:24 (21:11) hatte die HG Oftersheim/Schwetzingen den TSV Blaustein besiegt – satte Grundlage für eine spontan angesetzte Weihnachtsfeier.

Auch wenn Trainer Christoph Lahme ganz leise leichte Töne der Kritik in seine Abschlussbetrachtung einfließen ließ, welche aber nicht überzubewerten sind: „Heute können wir grundlegend zufrieden sein, auch wenn der Erfolg hätte höher ausfallen können. Wir haben von Anfang an die Partie dominiert, Blaustein nicht zu seiner Entfaltung kommen lassen, wenn auch nicht alles umgesetzt wurde, was wir uns vorgenommen hatten.“  

Florian Burmeister mit Wucht und Präzision, Marc Kern und Jan Remmlinger sowie noch einmal Burmeister nach Balleroberung und Konter – schon stand es 4:0 (3.). Hinten bewährte sich Torhüter Michael Hoppe, parierte vier Bälle, bevor er dann nach über fünf Minuten von einem verwandelten Abpraller erstmals überwunden wurde. An der Kurpfälzer Überlegenheit änderte sich über 9:3 und 12:4 zunächst nicht viel. Den Mienen, zumindest jenen der einen Seite, war früh anzumerken, wie viel Spaß sie an diesem Abend empfanden. Dass von zahlreichen Balleroberungen einige mal einfach so weggeworfen wurden, geriet zur unbedeutenden Nebensache. Die Gewichtung der Spielverhältnisse hätten ein noch deutlicheres Ergebnis durchaus gerechtfertigt. 

Es sollte aber auch nicht unterschlagen werden, dass die Schwaben mit einer Art letztem Aufgebot angereist waren, gestresst von Wetter- und Verkehrsbedingungen. Sogar eine Absage stand zwischenzeitlich im Raum. Dennoch bemühten sie sich bis zum Abpfiff, die Niederlage möglichst erträglich zu gestalten, waren dann allerdings stehend k. o. Hier tat sich sich auf halbrechts besonders der 19-Jährige sechsfache Torschütze Robin Lorenz vom TSV hervor, der als Rechtshänder etliche Nadelstiche zu setzen wusste. Im Gegenzug wollte der HG-Coach keine Einzelkritiken bei seinen Leuten verteilen. „Heute einen herauszuheben ist nicht möglich, die ganze Truppe hat funktioniert.“

Dass Lahme nicht wirklich viel zu „meckern“ hatte, zeigte sich auch darin, dass seine Männer nach wenigen Minuten schon wieder aus der Halbzeitansprache auf die Platte zurückkehrten, wo noch die Oftersheimer TSV-Tanzgruppe der Kleinsten ihre Show präsentierten. Das schnelle, temporeiche Spiel wurde fortgesetzt, dafür hinten vielleicht etwas zu fahrlässig agiert, was bis zum 32:21 (49.) zu vermehrten Gegentreffern ohne größere Auswirkungen führte. Da liefen auch gerne mal alle zur Seite, damit Hoppe weiterhin glänzen durfte. Er wurde später von den Zuschauern zum Spieler des Abends gewählt.

Und der am Samstag in der Schwetzinger Zeitung porträtierte Siebenmeterwerfer Max Barthelmeß verwandelte zwei weitere Strafwürfe, was seine Quote aber noch nicht ganz über die gewünschte 80-Prozentmarke hievte (79,5), mehr wurden der HG jedoch nicht zugesprochen. Es gab auch keinen großen Anlass dazu.

Da Ex-Spitzenreiter TV Plochingen am Sonntagabend in Söflingen verlor, ist Oftersheim/Schwetzingen nun alleiniger Tabellenführer der Gruppe B. Sollte die HG das kommende Match (Sonntag, 17.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen) gegen eben Söflingen gewinnen, ist ihr auch der Platz in der Aufstiegsrunde nicht mehr zu nehmen.

HG: Fauerbach, Hoppe; Barthelmeß (5/2), Wahl (3), Kern (4), Triebskorn (3), Maurer (1), Remmlinger (4), Burmeister (7), Stier (2), Haase (4), Geisler (5), Zaum (2), Kusch. mj

Bild: Lutz Rüffer

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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