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HG feiert sich und ihre Ehrenamtlichen

Oftersheim/Schwetzingen: Knapp und Junghans geben ihre Posten weiter

Welchen Grund es denn bei der HG Oftersheim/Schwetzingen gäbe, jetzt nach Rundenschluss zu feiern, sei er oft gefragt worden, meinte deren Vorsitzender Peter Knapp in seiner Eröffnungsrede. Schließlich sei die erste Männermannschaft ja aus der 3. Handball-Liga in die Baden-Württemberg-Oberliga (BWOL) abgestiegen. Er lieferte aber direkt die Begründung für das Sommerfest auf der Sportanlage des TV Schwetzingen nach.

Denn die HG besteht ja nicht nur aus ihrem Flaggschiff, welches auch weiterhin die Fahne hochhalten wird. Im Mittelpunkt sollten an diesem Abend der Doppelaufstieg der beiden Frauen-Teams, die erfolgreichen Jugendmannschaften und alle Ehrenamtlichen stehen, die sich in vielfältigen Funktionen und Positionen eingebracht haben. Außerdem sei die Handball-Abteilung des TSV Oftersheim letztes Jahr 100 Jahre alt geworden, jene des TV Schwetzingen wird es dieses.

„Wir haben locker über 100 Leute, die uns ständig unter die Arme greifen“, eröffnete Knapps „Vize“ Michael Zipf einen ebenfalls locker durchgeführten Ehrungsreigen. Er zählte exemplarisch aus verschiedenen Bereichen einzelne Personen auf, die in schneller Folge vom Vorstandsgremium kleine Geschenke, einen selbst-kühlenden „Frats“-Mehrwegbecher, überreicht bekamen. Aber einer sollte dann doch herausgehoben werden, und zwar Herbert Niggemeier. Der frühere Hockeyspieler, ist der aktuell älteste Ehrenamtliche im Dienst. Der Eintrittskassierer wurde gerade 85 Jahre alt. 

Natürlich wurden auch die erfolgreichen Jugend-Mannschaften beschenkt – und das waren alle! Schließlich haben es alle Jungen-Teams geschafft, auch die jeweils zweiten, in den Qualifikationen sich die Teilnahme an den höchsten Spielklassen zu sichern. „Darum beneiden uns viele Erst- und Zweitligisten, die es nicht schaffen. Das ist beachtlich, einfach sensationell“, ist sich Gerd Junghans sicher. Spezieller wurde die Laudatio dann für die Frauen. Deren „Ib“ ist nun in der Landesliga angekommen, die „Erste“ spielte nun ebenfalls wieder BWOL. Sie bekamen kleine Leinwände mit Jubelbildern ihrer Erfolgsgeschichten.

Als nächstes wartete Zipf dann mit einem vom KI-Chatbot ChatGPT verfassten Gedicht für Vorstandskollege Junghans auf. Denn dieser scheidet nun aus seinen Funktionen als HG-Vorstand und Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH aus, kandidiert bei der für 12. Juli angesetzten Versammlung nicht mehr. Junghans hat zum Beispiel die Kultveranstaltung „Pep & Pop“ wiederbelebt und sorgte von 2011 bis jetzt dafür, dass die HG finanziell gut dasteht. Für seine Verdienste wurde er zum ersten Ehrengeschäftsführer der HG bestellt und beurkundet.

Auch Peter Knapp, der sein Amt als Präsident des Badischen Handball-Verbands weiterhin ausüben wird, wird aus seinen HG-Ämtern ausscheiden: „Ohne seine Fähigkeiten, Netzwerke zu knüpfen und den Laden zusammenzuhalten, gäbe es die HG so, wie wir sie kennen, nicht.“ Er ist nun der erste Ehrenvorsitzende, auf dessen Urkunde vermerkt ist, dass er mit Weitsicht und Beharrlichkeit die HG zu einer festen Größe in ganz Handball-Deutschland entwickelt habe. 

Der Geehrte ließ kurz seine 25 Jahre im Amt Revue passieren. Da seien tolle Momente wie die verschiedenen Aufstiege dabei gewesen. „Das gibt einem die Kraft, dies alles hinzubekommen.“ Er verschwieg auch nicht die unausweichlichen Tiefs wie den Abstieg kurz nach der „Fusion“ von TSV und TV zur HG in die Badenliga. Die BWOL wurde erst später eingeführt. Solche Schwierigkeiten hätten ihm ab und an auch die Kraft geraubt. Aber letztlich ist er „stolz darauf, dass wir einen Namen in der Kurpfalz haben. Wir brauchen uns vor keinem Zweitligisten zu verstecken“.

Abgeschlossen wurde der Abend dann mit geselligen Plaudereien unter den mehr als 300 Gästen, alten Anekdoten in lauschiger Sommeratmosphäre und einer Erstauflage eines „HG-Frats-Team-Cups“, einer Abwandlung des beliebten Bier-Pong-Spiels, natürlich ohne Bier.

Die HG bedankt sich beim Start-up-Unternehmen Frats sowie bei Globus in Hockenheim für die Unterstützung des HG-Sommerfests 2023. mj

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HG-Partner gewinnt den „Oscar der Nachhaltigkeit“

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Torsten von Borstel und „Green Guides“ überzeugen die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises.

Es war beim 5. Kamingespräch der HG-Handballer im Jahre 2022, als Torsten von Borstel, damals Geschäftsführer des Vereins „United Against Waste“, seine Konzepte gegen Lebensmittelverschwendung und für mehr Klimaschutz vorstellte. Für seinen leidenschaftlichen und visionären Vortrag erhielt der HG-Partner, der in Plankstadt lebt, schon damals großen Applaus.

Jetzt wurde von Borstel (auf dem Bild oben gemeinsam mit seiner Frau Petra, die Teil des Teams ist) mit seinem Unternehmen „Green Guides“, das die Ideen von damals weiterentwickelt hat, mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Unternehmenskategorie „Prüfung und Beratung“ ausgezeichnet. Von Borstel und sein Team haben Europas größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement für ihre „Rolle als Impulsgeber einer datengetriebenen und ressourcenschonenden Ernährungswirtschaft“ erhalten, wie es in der Jury-Begründung heißt. Green Guides stehe für „die besondere Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Foodsektor“. Die Kombination aus Datenerhebung und Analyse ermögliche es, Prozesse in Großküchen und bei Caterern effizienter zu gestalten und Lebensmittelabfälle deutlich zu reduzieren.

Torsten von Borstel erläutert seine Vision einer klimagerechten Ernährungswirtschaft.

„Für uns bedeutet das nicht nur Anerkennung, sondern ein klares Signal: Nachhaltigkeit gehört ins Zentrum wirtschaftlichen Handelns“, sagt Torsten von Borstel. „Die Herausforderungen unserer Zeit – Klimawandel, Ressourcenknappheit, soziale Verantwortung – sind keine Nebenschauplätze. Sie sind die Grundlage für Zukunftsfähigkeit. Wer heute wirtschaftlich denkt, muss nachhaltig handeln. Denn echte Wirtschaftlichkeit entsteht dort, wo wir langfristig Werte sichern: für Unternehmen, für Menschen, für unseren Planeten.“

Von Borstel, der gemeinsam mit seiner Frau Petra häufig bei den Drittliga-Spielen der HG zu sehen ist, engagiert sich ehrenamtlich im „HG-Greenteam“. Diese kleine Gruppe von HGlern überdenkt regelmäßig, wie die HG nachhaltiger werden und handeln kann. So sind aus der Gruppe heraus zahlreiche Impulse für eine Verringerung der Abfallmengen an den Spieltagen, für weniger Papierverbrauch, für den Verzicht auf Einweggeschirr und Plastik gegeben worden. Auch soziale Initiativen, etwa ein Konzept zum Schutz der Kinder und Jugendlichen in der HG vor Diskriminierung und Gewalt, sind hier entstanden. Letztlich basiert das Zukunftskonzept „HGenda 2030“ auf vielen Ideen dieser Gruppe von Gleichgesinnten.

Die HG gratuliert Torsten von Borstel und seinem gesamten Team deshalb herzlich zum verdienten Gewinn des „Oscars der Nachhaltigkeit“.

Weitere Infos über Green Guides: www.green-guides.de

Foto: Christian Köster

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