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Erster HG II-Saisonsieg in gelebtem Derby

Handball-Badenliga: Oftersheim/Schwetzingen II hält Plankstadt mit 31:29 nieder

Es war Derby angesagt in der Handball-Badenliga. Und es war keine leere Worthülse, die dort in der Oftersheimer Karl-Frei-Halle wie sonst so oft unnötig benutzt wurde, sondern das Aufeinandertreffen zwischen HG Oftersheim/Schwetzingen II und HW Plankstadt wurde als solches über 60 Minuten voll gelebt und zelebriert – auf dem Spielfeld, daneben und auch auf den mit 300 Zuschauern gut besetzten Rängen. Am Ende triumphierte der Gastgeber mit 31:29 (14:9). 

Herrschte vor und nach der 60-minütigen teils hitzigen Auseinandersetzung ein freundschaftlich-sportliches Verhältnis zwischen den Kontrahenten, flogen dazwischen die Fetzen. Zehn Hinausstellungen und zwei Disqualifikationen zeugen ebenfalls davon. Mit gelben Karten brauchte sich das Schiedsrichtergespann Maurice Föhner und Sergiu Silinc gar nicht erst aufzuhalten.

Mit einem deutlich älteren, routinierteren Team stand die HG im Vergleich zur Vorwoche in ihrer Startfomation auf der Platte. Lukas Braun, Christian Fendrich und Pol Kirsch (sowie später Alexander Lemke) sorgten für einen kleinen Anstieg des Altersschnitts auf knapp über 21 Jahre. Kein Vergleich zu Plankstadts Wert  von 27,2. Trotzdem unterliefen anfänglich vier Flüchtigkeitsfehler, aber HW machte es nur ungleich besser – 1:2 war die sparsame Ausbeute nach über sechs Minuten. Ein Sololauf über die gesamte Spielfeldlänge des Luxemburgers Pol Kirsch, der den Kurpfälzer Derbybegriff voll verinnerlicht hatte, bedeutete die erste Führung der HG – und das direkte Aus für Julian Maier, der dabei als Verteidiger noch involviert war.

Von nun an gab der Hausherr den Takt vor, aber noch nicht den Ton an. Aber der sprichwörtliche Knoten platzte in den letzten zehn Minuten bis zur Pause. Doch statt auf Seiten der HG den Vorsprung auszubauen oder zumindest zu verwalten, nutzten die Gäste dreimal die Möglichkeit auf je drei Tore Differenz heranzukommen, wurden zweifach wieder distanziert – doch am Ende schien es fast noch einmal richtig eng zu werden. Mit offener Deckung versuchte Plankstadt das scheinbar Unmögliche noch zu erreichen. Aber der herausragende Oftersheim/Schwetzinger Torhüter Maximlian Herb und seine Vorderleute hielten dem Ansturm stand.

Während HW in Ruhe seinen Wunden bis nächsten Sonntag pflegen darf, ist die HG bereits am Mittwoch (18 Uhr, Parkringhalle St. Leon-Rot) wieder gefordert. „Wir müssen gegen Rot/Malsch mit dem gleichen Engagement, der gleichen Vehemenz und Bereitschaft auftreten, wie wir es heute gezeigt haben“, gab Fichtner seinen Leute noch mit auf den Feier(abend)weg.

HG: Herb Rabe; Fendrich (4), Kuhlee (3), Lemke (1), Kirsch (4), Thüre, Braun (7/1), Rothard (4), Kirchner (1), Merkel (2), Grimm (1), Zimprich (3), Löffler (1). mj

Trainer-Stimmen

Niels Eichhorn, HW Plankstadt: Für uns war es natürlich in unserer personell ohnehin sehr angeschlagenen Lage äußerst ungünstig, dass erst Julian Maier mit Rot vom Feld musste und dann Nico Schöffel mit Knieverletzung nicht mehr einzusetzen war. Dadurch hatten wir fast keine Rückraumspieler mehr. Aber wir haben mit allem, was uns noch zur Verfügung stand gut dagegengehalten, doch es hat nicht zu mehr gereicht.

Lars Fichtner, HG Oftersheim/Schwetzingen: Es war verdammt wichtig, dass wir unseren ersten Sieg erringen. Wir haben von Beginn an den Kampf angenommen, insbesondere in der abwehr. Vorne haben wir uns lange nicht aus dem Konzept bringen lassen, unseren Stiefel runtergespielt. Von daher haben wir aus meiner Sicht verdient den Derbysieg eingefahren.

Bilder: Lutz Rüffer

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18. März 2026

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3. Liga: Edward Hammarberg verlängert seinen Vertrag.

Die HG Oftersheim/Schwetzingen hat den nächsten wichtigen Pfeiler im Mannschaftskader stehen: Edward Hammarberg hat seinen Vertrag bei der HG um mindestens eine weitere Saison verlängert. „Wir freuen uns, dass Eddy der HG unabhängig von der Liga in der nächsten Runde treu bleibt“, sagt der Sportliche Leiter Freddy Fehrenbach.

Hammarberg kam 2022 als eines der größten finnischen Handballtalente von der SG Flensburg-Handewitt zur HG und hat sich hier zum Leistungsträger in der Mannschaft entwickelt. Gebremst wurde er in seiner Entwicklung nur immer wieder von kleinen und größeren Verletzungen. Aber derzeit ist er fit und mehr als eine Entlastung für HG-Torjäger Florian Burmeister im linken Rückraum. In den kommenden Wochen wird er den längerfristig verletzten Burmeister allerdings ganz ersetzen müssen.

„Ich fühle mich hier sportlich und menschlich sehr wohl“, sagt Hammarberg. „Ich habe das Gefühl, dass ich hier den nächsten Schritt in meiner Entwicklung machen kann.“

An der HG schätzt der 24-Jährige „vor allem den starken Zusammenhalt im Team und das familiäre Umfeld. Die Unterstützung der Fans und des gesamten Umfelds gibt einem als Spieler enorm viel zurück“, sagt er.

Der Student der Elektrotechnik hat sich zum Ziel gesetzt, sich „sowohl technisch als auch mental“ weiterzuentwickeln „und der Mannschaft bestmöglich zu helfen“.

Foto: S. Brombach

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