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Doppel-Derby: Gemeinsam die Punkte holen

3. Handball-Liga: Linksaußen Max Barthelmeß blickt nicht nur optimistisch vom Plakat. Das Derby beginnt schon um 18 Uhr.

Sein Aktionsbild prangt seit zwei Wochen auf den Plakaten mit dem Hinweis zum Doppel-Derby bei den Handballern der HG Oftersheim/Schwetzingen. Erst trifft das Verbandsliga-Team um 15 Uhr auf den TV Friedrichsfeld, dann folgt um 18 Uhr das Drittliga-Highlight mit Saase³Leutershausen. Max Barthelmeß ist eine der Integrations- und Identifikationsfiguren der heimischen Sportler. Seit frühester Jugendzeit wirft er den Ball nur für die hiesigen Teams – mit einer Ausnahme. Danach arbeitete er sich hoch, seitdem hat er den Stammplatz auf Linksaußen in der ersten Männer-Mannschaft  inne.

Doch im Hintergrund stehen notfalls auch Ersatzleute parat, wenn es bei ihm mal nicht so laufen sollte, weshalb er ständig an sich arbeitet, weiter vorankommen will. Vor dem Lokalduell gibt er etwas Einblick, wie es in ihm und innerhalb der Truppe aussieht und was ihn mit Leutershausen verbindet.

Warum bekam die HG in den letzten zwei Spielen in den entscheidenden Momenten nicht die Kurve?

Max Barthelmeß: Meiner Meinung nach haben wir über weite Strecken ein gutes Spiel in Kornwestheim abgeliefert. Wir haben als Team alles reingeworfen und im Angriff sehr diszipliniert und geduldig agiert. Gerade unsere jungen Rückraumspieler haben ein großes Lob verdient – sie haben Verantwortung übernommen und sich der Situation gestellt, was angesichts unserer angespannten Personallage alles andere als selbstverständlich ist. Durch die vielen Verletzungen muss aktuell jeder Einzelne mehr leisten, und das versuchen wir gemeinsam als Mannschaft zu meistern.

Und was lief dort konkret schief?

Barthelmeß: In den letzten zehn Minuten haben uns leider ein, zwei vermeidbare technische Fehler entscheidend zurückgeworfen. In dieser Liga wird so etwas sofort bestraft. Trotzdem: Wir sind auf einem guten Weg. Auf dieser Leistung können und müssen wir aufbauen.

Was verbindet dich mit S³L-Kreisläufer Niklas Krämer?

Barthelmeß: „Nigges“ und ich, wir kennen uns schon lange – sind gute Kumpels. Seit der C-Jugend haben wir bei der HG gemeinsam alle Jugendmannschaften durchlaufen und auch in der Auswahl zusammengespielt. Später standen wir auch lange gemeinsam in der ersten Mannschaft auf dem Feld. Der Kontakt ist nie abgebrochen – wir sind immer noch regelmäßig im Austausch.

Du hast auch mal an der Bergstraße gespielt . Warum?

Barthelmeß: Ja, ich hatte damals gemeinsam mit „Nigges“ ein Zweitspielrecht bei der JSG Leutershausen/Heddesheim. Und in meinem ersten A-Jugend-Jahr durfte ich schon bei der ersten Mannschaft der HG dabei sein. Um gleichzeitig auch Spielpraxis in der A-Jugend-Bundesliga zu sammeln – wir hatten die Qualifikation zur JBLH nicht ganz geschafft – konnte ich zusätzlich für Leutershausen auflaufen.

Worauf dürfen sich die Handball-Fans einstellen?

Barthelmeß: Heute Abend steht ein Derby an – und ich denke, das sagt schon alles. Wir als Mannschaft werden alles geben, uns voll reinhauen und um jeden Ball kämpfen. Ich hoffe, dass viele HG-Fans den Weg in die Halle finden, uns lautstark unterstützen – und wir gemeinsam die zwei Punkte holen.

Vorspiel: HG Oftersheim/Schwetzingen II – TV Friedrichsfeld (Samstag, 15 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

Bild: Siegfried Brombach

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JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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