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Das Derby: HG empfängt S³L

3. Liga: Bereits um 18 Uhr wird am Samstag das immer spannende Nachbarschaftsduell angepfiffen.

Zweimal sind die ausfallgebeutelten HG-Handballer in Folge punktlos geblieben. Nun müssen bei Oftersheim/Schwetzingen alle Kräfte mobilisiert werden, um das Drittliga-Lokalduell am Samstag (bereits um 18 Uhr) in der Schwetzinger Nordstadthalle gegen Saase³Leutershausen zu bestehen. Die Bergsträßer haben erst die letzten beiden Partien doppelt gepunktet, ein kurzer Lauf, den die HG gerne wieder beenden würde. Denn ein Sieg wäre wichtig, um den Anschluss ans Mittelfeld nicht zu verpassen. Das Bild oben zeigt eine Szene aus dem Derby 2022. Ob Florian Burmeister (beim Torwurf) diesmal wieder dabei ist, ist offen.

Grüße nach Leutershausen

„Mit der Truppe, die wir da momentan aufs Parkett stellen, müssen wir lernen, mehr auf Distanz zu kommen, was die Abwehr angeht. Da sind wir zu nah auf dem Gegner drauf und machen uns die Aufgabe größer, als wir es müssten. Es gilt zu hoffen, dass wir am Samstag wieder ein, zwei Spieler mehr auf der Platte sehen können. Wenn nicht, sollten wir genauso beherzt, mit gleichem Ehrgeiz an das Derby gegen S³L herangehen. Diese Sache hat ihre eigenen Gesetze – Grüße nach Leutershausen“, gab HG-Trainer Christoph Lahme schon kurz nach der Niederlage in Kornwestheim der Öffentlichkeit mit auf den Weg.

In der Wahrnehmung vieler ist die erste Mannschaft von S³L noch jene Leutershausens, die zweite wird eher mit Großsachsen in Verbindung gebracht. Diese, als ehemaliger Drittligist, dümpelt derzeit in der Oberliga auf der Ebene der Plankstädter Handballwölfe herum.

Im Laufe der Woche haben sich Lahmes Hoffnungen noch nicht erfüllt. „Personell bleibt unsere Situation weiter zugespitzt.“ Zum Zeitpunkt des Vorbereitungs-Gesprächs sah er sich nicht in der Lage zu sagen, ob jemand zurückkehren werde und wer es dann in diesem Fall sein würde. „Das ist alles einfach sehr, sehr offen und nicht abzusehen. Natürlich hoffen wir weiterhin, dass mindestens einer fit wird. We will see.“

Auf den Gegner will Lahme nur kurz eingehen. „Mit Sicherheit ist Leu gebeutelt in diese Saison gestartet, aber jetzt wieder voll da.“ S³L kassierte mit seinem neuen Trainer Florian Taafel (früher TGS Pforzheim) in Bittenfeld, Pfullingen und Kornwestheim schmerzliche Niederlagen, hatte auch an der heimischen Bergestraße gegen Pforzheim/Eutingen das Nachsehen. Lahmes Meinung: „Beide Siege (Anmerkung: bei Köndringen/Teningen und über Neuhausen auf den Fildern) zeigen, dass das S³L-Team in den ersten vier Spieltagen sich teilweise auch selbst geschlagen hat und eigentlich woanders hingehört. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass wir mit unserer mutig auftretenden jungen Truppe hier auch etwas holen können. Wir müssen im Derby einfach alles raushauen, wollen unseren Fans etwas bieten, zumal wir ja zuhause leider ohne Punkte sind, was wir im idealen Fall gegen Leu endlich ändern wollen.“

HG Oftersheim/Schwetzingen – Saase³Leutershausen (Samstag, 18 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

Bild: Lutz Rüffer

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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