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A2 startet mit Überraschungssieg in die neue Runde

Am ersten Spieltag der Baden-Württemberg-Oberliga stieg die männliche A2 der HG Oftersheim/Schwetzingen mit einem 39:35 (16:10)-Überraschungssieg gegen den SVS Kornwestheim in die Saison 2023/24 ein.

Während bei den Trainern kurz vor Anpfiff eher Vorfreude und nur ein klein wenig Anspannung vorherrschte, spürte man bei den Spielern beim Einpassen ein wenig Nervosität. 

Davon war jedoch nach dem Anpfiff durch die beiden Unparteiischen, die die sportlich faire Partie hervorragend leiteten, nichts mehr zu spüren. Die HG startete mit einer konzentrierten und überragenden Abwehrleistung und ging schnell 3:0 (5.) in Führung. Lediglich im Angriff zeigte sich schon hier, dass noch Verbesserungsbedarf auf Seiten der HG besteht. Zwar ließ ließ die Abwehr inklusive Torhüter die Gäste aus der Region Stuttgart bis dahin nie näher als bis auf zwei Tore herankommen, dennoch wurden allein in den ersten Minuten der Partie bereits zehn freie Chancen vergeben. Schön, dass der Hausherr trotzdem mit einem scheinbar bequemen Sechs-Tore-Vorsprung in die Pause ging.

Als in der zweiten Halbzeit die Anzeigetafel nach 39 gespielten Minuten den Spielstand 26:15 für das heimische Team aus Oftersheim und Schwetzingen anzeigte, musste so manch einer blinzeln und sich die Augen reiben, weil damit auf Seiten der HG niemand gerechnet hatte. Auf der Bank aber kamen selbst zu diesem Zeitpunkt noch keine entspannten Mienen auf. Und irgendwie sollte das Bauchgefühl dann auch recht behalten. Denn just in dieser Phase nahm der gegnerische Trainer seine zweite Auszeit. Der Appell an sein Team blieb offensichtlich nicht ungehört. Kornwestheim legte einen Zahn zu und kam immer näher, wohingegen bei den Gastgebern auf einmal wieder „wilde Sau“ gespielt wurde. Diese Bezeichnung nutzt Coach Menz immer dann, wenn alte Gewohnheiten und Unkonzentriertheiten in der Abwehr zu Ballverlusten und unstrukturiertem Aufbauspiel im Angriff führen. 

Dahin war es plötzlich mit dem Elf-Tore-Vorsprung. Binnen fünf Minuten kassierte die HG mehrere Tempogegenstöße und einfache Treffer vor allem über Außen. Dass die Mannschaft Moral hat, zeigte sich dann aber in guten Einzelaktionen im Angriff und einem gehaltenen Siebenmeter von Torhüter Rafael Weisbrod. Dies war ein ganz wichtiges Signal an das eigene Team, das danach mit einem 3:0-Lauf wieder zeigte, dass es in keinster Weise gewillt war, dieses Spiel noch aus der Hand zu geben. So tat sich die HG zwar mit der offenen Deckung des SVS etwas schwer, schaukelte das Spiel aber dann doch noch sicher heim. 

„Den Sieg habt ihr euch in der ersten Halbzeit und mit einem konzentrierten Start in die zweite Halbzeit verdient und davon bis zum Schluss gezehrt“, analysierte Carsten Menz nach Spielende bei der Ansprache ans Team. „Dass wir vermutlich auch das eine oder andere Spiel, das noch vor uns liegt, deutlich verlieren werden, ist so gut wie sicher,“ glaubt Menz dennoch zu wissen. Die A2 hat aufgrund einer Spielverlegung nächstes Wochenende spielfrei und somit Zeit, bis zum Heimspiel am 30. September gegen die Konkurrenz von Schmieden/Oeffingen, auf die es bereits in der ersten Qualifikationsrunde zur Oberliga traf, noch ein paar Dinge aufzuarbeiten. Auch wenn sich Menz sicher ist: „Manches wird noch Wochen brauchen, bis es sitzt. Trotzdem bin ich mächtig stolz auf die Jungs, die allesamt schon mindestens seit der B-Jugend zur HG gehören und sich in so kurzer Zeit toll entwickelt haben und absehbar noch eine großartige Entwicklung vor sich haben.“ 

HG: Bräunling, Weisbrod; Kiesel (2), Hepp (1), Oschatz (5), Schmid, Quindt, Mikulcic (7), Walter (7), Schreiber (1), Pflaumbaum (4), Villa Apps (3), Plettenberg (1), Angel (8). do

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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