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Laden... HG Oftersheim/Schwetzingen

Stafffelranking & Prognosen

Mit Saisonvorhersagen, Prognosen und Favoritenbenennungen, die von Medien vor Rundenbeginn auch gerne abgefragt werden, ist das so eine Sache. Fassen wir mal hier kurz zusammen, was da im Vorfeld bei der Südstaffel der 3. Liga herauskam und wie es jetzt nach drei Spieltagen aussieht, wobei die heimische HG Oftersheim/Schwetzingen ihr für diesen Termin vorgesehenes Match erst im Oktober austragen wird.

Meistgenannt als Kandidaten seitens Trainern oder Presseorganen für den Staffelsieg waren im August der VfL Pfullingen (musste hauchdünn der HSG Konstanz den Vortritt im Aufstiegsrennen zur 2. Bundesliga lassen), der frühere zwischenzeitliche Zweitligist TuS Fürstenfeldbruck, die SG Leutershausen, die SG Pforzheim/Eutingen (scheiterte knapp gegen Potsdam am Zweitliga-Aufstieg), HC Oppenweiler/Backnang, der laut Aussagen anderer Medien seinen Etat gewaltig erhöht und mit diesen Mitteln ausgestattet personell aufgerüstet hat, und natürlich Staffelsieger Rhein-Neckar-Löwen II.

Letzterer stehen jedoch bislang noch punktlos da. Vorne rangieren nicht unerwartet Füstenfeldbruck, das auch schon der direkt benannten Konkurrenz Zähler abgeluchst hat, weshalb die Konten von HC O/B und SGL je zwei Miese ausweisen, und Pfullingen, welches sich in Pforzheim/Eutingen schadlos hielt. Die Randschawarzwald-SG hat auch schon gegen Leutershausen zuhause Federn gelassen. 

Mit im Bunde der Verlustpunktfreien steht der SV Kornwestheim, der noch dazu die beste Torausbeute sein eigen nennen darf. Der SVK, Auftaktgegner der HG Oftersheim/Schwetzingen, siegte im Schnitt jeweils mit neun Toren Unterschied. Sein Trainer, Alexander Schurr, ordnet jedoch ein: „Im Oktober kommen aber Gegner, da sind wir ein ganz kleines Lichtlein.“ Dabei hatte er eines der „Opfer“ seines Teams, den TV Willstätt, im Vorfeld noch als favorisierte „Halb-Profitruppe, die sicher auch vorne mit dabei sein will“, bezeichnet. 

Doch aus der Ortenau, wo sonst immer große Ansprüche angemeldet wurden, klingen die Saisonvorgaben moderater als gewohnt. Zu groß scheint der Umbruch an der Kinzig gewesen zu sein. Willstätt wie auch Kornwestheim wurden in einer möglichen „Zweiklassengeselschaft“ der Süd-Staffel jenen acht Mannschaften (außerdem noch HG O/S, Balingen-Weilstetten II, Neuhausen, Horkheim, Köndringen/Teningen und Sandweier) zugeordnet, die sich um die Plätze ab Rang 7 streiten sollten, um sich gegen den Abstieg zu stemmen.

Wahrscheinlich wird es aber so sein, dass es immer wieder zu Überraschungsergebnissen kommen wird, die Zukunft wird es uns zeigen. Viele Protagonisten – nicht nur im Süden – sprechen dabei gerne von ihrer Staffel als der „schwersten, stärksten oder ausgeglichensten“ aller Staffeln deutschlandweit. Inwieweit sich dies belegen lässt ist sicher fraglich. Experten versuchten einen Ansatz, diese Aussage zu quantifizieren. Die Aussagekraft dieser Untersuchung blieb allerding vage. Fest steht, dass im Süden (wie auch im Norden) kein Zweitligaabsteiger am Start ist und nur zwei Neulinge (als klassische Abstiegskandidaten?) zu zählen sind, im Südwesten zum Beispiel hingegen drei. Alles Rechnen und Kaffeesatzleserei bringt scheinbar letztlich nichts, denn gespielt wird auf dem Platz und sollte sich mit allen Aufs und Abs bis ins nächste Jahr hineinziehen. mj

Bild: Lutz Rüffer

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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