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Laden... HG Oftersheim/Schwetzingen

Fehlstart gegen Kornwestheim

Nichts wurde es zum Auftakt in die neue Saison mit dem erhofften Punktgewinn: Gegen einen erwartet starken SV Salamander Kornwestheim unterlag die HG zuhause mit 27:36 (14:19).

Die Niederlage zeichnete sich praktisch schon in den ersten Minuten ab. Die Kurpfälzer gerieten schnell ins Hintertreffen und liefen diesem Rückstand lange hinterher, auch wenn sie noch bis nach der Pause in erweiterter Schlagdistanz verblieben. Damit war dann aber bald Schluss. Die Schwaben nutzten die ihnen gebotenen Möglichkeiten effizient aus, drehten förmlich auf und gewährten den Hausherren kaum eine Chance, während sie ihn distanzierten. Denn die HG zeigte wieder eine alte Schwäche deutlich auf. Reihenweise verworfene Bälle spielten dem Gegner förmlich in die nur allzu bereiten Hände. Dabei lobte deren Coach Alexander Schurr die tolle Stimmung in der Nordstadthalle: „Das macht auch der Auswärtsmannschaft Spaß.“

Trainerstimmen

Thorsten Schmid (HG O/S): Es ist im Endeffekt das schiefgegangen, was uns auch in der Vorbereitung immer begleitet hat. Wir haben einfach viel zu viele freie Bälle weggeben. Unser Abschluss war sehr inkonsequent. Und wenn man dann gegen so eine Mannschaft spielt wie Kornwestheim, die dann auch jeden Fehler ausnutzt und dies in der zweiten und dritten Welle auch spielerisch lösen kann, dann wird es natürlich sehr, sehr schwer, dagegenzuhalten. Es ist uns über das ganze Spiel nicht gelungen, diese Schwäche abzustellen. Im gebundenen Spiel haben wir es nicht geschafft, auch Mal ein Stoppfoul zu ziehen. Wir waren zwar gut vorbereitet, wussten, was auf uns zukommt, haben uns aber über weite Strecken nicht an das gehalten, was wir im Vorfeld besprochen haben. Dann wird es für eine eingespielte Mannschaft recht einfach, unsere Abwehrformation auszuspielen.

Alexander Schurr (SVK): Wir haben großen Respekt vor Oftersheim/Schwetzingen, wir wissen was für eine kampfstarke Truppe das ist, wo ihre Qualitäten liegen. Wir waren aber hellwach, konnten uns absetzen. Das macht es der Auswärtsmannschaft auch ein bisschen einfacher. Dass es so gelaufen ist, hängt dann auch oft an ein paar Kleinigkeiten. Wir haben es in der Abwehr und im Rückzug sehr gut gemacht, denn die HG kommt mit Burmeister, Sauer und Wahl mit ganz viel Tempo. Das hatten wir gut im Griff. Knackpunkt für mich war, als Oftersheim/Schwetzingen zur zweiten Halbzeit nochmal richtig Gas geben wollte. Da haben wir uns gut dagegengestemmt.

Wiedergutmachung bei Sandweier

Jetzt gilt es bei der ersten Mannschaft, alle Kräfte und Aufmerksamkeit auf den nächsten Samstag zu richten, um in Baden-Baden bei Aufsteiger TV Sandweier (20 Uhr) das Ruder herumzureißen. Schmid fordert dafür: „Wir müssen unsere Fehler minimieren. Das ist ein sehr einfacher Punkt. Und wir müssen konsequenter verteidigen.“

Blicke sollten aber auch in die Oftersheimer Karl-Frei-Halle geworfen werden, wo ab 14 Uhr sich die jährlich neuformierte männliche A-Jugend ihrem ersten Bundesliga-Gegner stellen wird. Und dies ist kein geringerer als der amtierende deutsche Meister in A- und B-Jugend, die Rhein-Neckar-Löwen. Das Trainergespann Christoph Lahme und Justin Hahne haben sich auf die Fahnen geschrieben, dem Favoriten möglichst viel Paroli zu bieten. Und wenn sich dieser eine Blöße geben sollte, sollen ihre Jungs zur Stelle sein und die Chance nutzen.

Bilder: Lutz Rüffer

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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