Den Schwung nach Waiblingen mitnehmen

Regionalliga Herren: HG-Trainer Lahme fordert am Samstag beim VfL niedrige Fehlerzahl.
Mit dem VfL Waiblingen hat sich die HG Oftersheim/Schwetzingen vor doch schon etwas längerer Zeit ab und an einige Male auseinander gesetzt. Jetzt geht es aber in der aktuellen baden-württembergischen Regionalliga im direkten Duell um Tore und Punkte (Samstag, 20.15 Uhr). Und dort würde das Kurpfälzer Handball-Team gerne an seine erste Halbzeit aus der gewonnenen Partie gegen den TV Neuhausen/Erms vom letzten Wochenende anknüpfen.
Bei den Schwaben hat sich seit damals einiges getan und verändert. Die Handball-Abteilung hat sich 2014 vom Stammverein VfL als eigenständiges Gebilde ausgegliedert, behielt aber den Namen mit dem Zusatz „Handball“ bei. Grund waren finanzielle Probleme, unter anderem nicht korrekt abgeführte Beiträge an die Sozialkassen und das Finanzamt. Die „Spaltung“ diente dem Schutz vor Haftung des Hauptvereins. Die Männer stehen dabei klar im Schatten der Frauen-Mannschaft, die sich in Bundesliga-Sphären tummelt, waren jedoch auch lange Regionalligist, bevor die 3. Liga eingeführt wurde.
Die Truppe aus der idyllischen Stadt mit mittelalterlichem Kern hat sich vergangene Saison erst relativ spät den Klassenerhalt gesichert. Nach Problemen in Spiel eins, als das Team aus Baden-Baden-Sandweier in der Rundsporthalle mit satten 31:22 den Sieg davontrug, kam Erleichterung auf, als auswärts im Südhessischen bei der SG Heddesheim mit knappen 29:28 das Konto wieder egalisiert wurde.
Ein etwas bekannterer Name in den VfL-Reihe dürfte der, der usbekischen Handball-Familie Prasolov entstammende, vielfach einsetzbare Evgeni sein. Auch sein Bruder Alexey (Prasolov-Beer) steht ihm zur Seite. Beide waren schon öfter Gegner der HG.
Auf HG-Seite gilt es indes zum einen den Schwung der erfolgreichen Heimpartie mitzunehmen. Gleichzeitig darf die Bodenhaftung nicht verloren erden. In Heiningen hat sich gerade auswärts gezeigt, wie sich ein vermeintlich klarer Vorteil schnell ins Negative verändern kann, wenn nur für ein paar Momente Konzentration und Aufmerksamkeit nachlassen.
HG-Chef Christoph Lahme bleibt indes ganz sachlich: „Nach den ersten beiden Punkten daheim ist unser Ziel klar, auswärts etwas Zählbares mit nach Schwetzingen und Oftersheim zu nehmen. Um das Vorgenommene umzusetzen, müssen wir unsere Abwehrleistung nochmals steigern und sehr verantwortungsvoll mit dem Spielgerät im eigenen Ballbesitz umgehen“, schreibt er seinen Leuten ins Stammbuch. Gerade auf fremder Platte sei eine niedrige Fehleranzahl maßgeblich, betont er.


