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HG antwortet mit Kantersieg

Regionalliga: HG schlägt Neuhausen/Erms mit 40:31 deutlich.

Mit einem 40:31 (20:12)-Kantersieg hat Handball-Regionalligist HG Oftersheim/Schwetzingen am zweiten Spieltag auf seine knappe erste Niederlage der Vorwoche geantwortet. Gast TV Neuhausen/Erms wirkte besonders im ersten Durchgang völlig überfordert und geriet zeitweilig unter die Räder.

Nur zum Start, nach einem Ballverlust und einem Pfostentreffer seitens der Hausherren in der zweiten Minute, hatten die Schwaben kurz die Nase vorne (0:2). Danach ging es fast nur noch in eine Richtung. Oftersheim/Schwetzingen glich durch einen Treffer von Yannick Muth und einem ihm zugesprochenen Siebenmeter aus und überstand auch eine erste Zeitstrafe unbeschadet. Keeper Luca Berghoffer vernagelte hinten seinen Kasten, die Deckung war präsent und der Offensivbereich erwies sich als zielsicher. Nach acht Berghofferparaden und einem 6:2 (11.) hatte TVN-Coach Toni Lutter die Nase voll, bat seine Leute zur intensiven und lautstarken Ansprache. Berghoffer war übrigens nicht nur das Brett vor dem Tor, sondern traf auch selber oder trat als Vorlagengeber bei Kontern in Erscheinung.

Besser wurde es für die Gäste indes nicht, teilweise selbstverschuldet. Durch ihre in der Defensivarbeit oft unbeholfene Vorgehensweise sammelten sie reihenweise Zeitstrafen – sechs wurden es bis zur Pause. Ein weiteres Neuhauser Timeout verflog ebenfalls ohne groß sichtbare Wirkung (12:5/17.). Zwei gegen die HG ausgesprochene Hinausstellungen kurz vor dem Seitenwechsel wirkten da beinahe schon wie Konzessionsentscheidungen, taten ihr aber nicht sonderlich weh, führte sie doch bereits mit 16:8.

Heim-Trainer Christoph Lahme war deshalb auch voll des Lobes bis zu diesem Zeitpunkt. “Nach nervösen Anfangsminuten sind wir – egal ob im Angriffs- oder Abwehrspiel und bei der Torwartleistung – sehr gut ins Spiel gestartet. Da haben wir uns verdient einen ersten Puffer erarbeitet.”

Nicht so zufrieden sollte er dann zunächst mit dem Fortgang in der zweiten Spielhälfte sein, in der es bis fast zum Ende keine Zeitstrafen mehr geben sollte. Denn er und sowohl die gut 450 Zuschauer verfolgten ein wahres beidseitiges Scheibenschießen. Da seine Jungs sich zwei Fehlwürfe erlaubten stand es “nur noch” 27:21 (40.) und da nahm auch er im Mittel der Auszeit Zuflucht – seine einzige an diesem späten Nachmittag, was völlig ungewöhnlich ist.

“Leider Gottes konnten wir den wirklich starken Abwehrauftritt nicht mehr auf dem Parkett abliefern, so dass wir keinen weiteren Vorsprung aufzubauen vermochten, sondern etwas einbüßten”, hatte Lahme leichte Kritik am Vortrag seines Teams.

Danach lief es wieder weitgehend stabil. “Spätestens ab diesem Zeitpunkt hatten wir wieder Kontrolle über das gesamte Spiel übernehmen können”, war der HG-Coach beruhigt, “und fuhren den Sieg verdient ein”. Ausgerechnet der vorher souveräne zwölfmalige Torschütze Max Barthelmeß leistete sich dann seinen ersten Fehlwurf von Linksaußen, durfte seinen Platz dann für Mungkorn Nauß räumen, der aber nahtlos an seinen Vorgänger anschloss, was die erfreuliche Trefferquote anging. Barthelmeß kommentierte anschließend nur: “Es war trotzdem ein fast perfektes Spiel.” Zuvor hatte schon Berghoffer die Verantwortung im Kasten an Robin Zupp zu dessen Premieren-Auftritt übergeben.

Überhaupt gab der Spielverlauf Lahme Gelegenheit gut durchzuwechseln. So kam Julius Angel zu seinem ersten Erstmannschafts-Einsatz mit zwei blitzsauberen Treffern und auch Youngster Raphael Schmitt musste das Spielende nicht auf der Bank miterleben, sondern durfte erste Einsatzminuten und Erfahrungen im Rückraum sammeln.

HG: Berghoffer, Zupp; Barthelmeß (12/6), D. Huljak (2), Angel (2), Meiser (1), V. Huljak (3), Auth (1), Schmitt, Nauß (4), Klein (4), Hammarberg (1), Hepp (1), Muth (5), Hell (3).

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