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Mit Emotionen und vollem Einsatz

Regionalliga: HG-Torwart Robin Zupp (2. von rechts) hat schon einige Erfahrung gesammelt. Sein erstes Heimspiel am Sonntag in der NSH.

Der neue Handball-Torwart von Regionalligist HG Oftersheim/Schwetzingen kam aus dem hohen Norden in die Kurpfalz, ist aber doch ein Kind des Südens. Der 20-Jährige Werkstudent kam in der ersten Partie beim TSV Heiningen noch nicht zum Einsatz, erkennt die Leistung seines Gespannpartners Luca Berghoffer aber neidlos an.

Wie hast du das Spiel in Heiningen aus deiner Position verfolgt?

Robin Zupp: Gegen Heiningen habe ich einen durchaus mutigen und kämpferischen Saisonstart unserer Truppe gesehen. Über lange Strecken haben wir das Spiel dominiert und konnten unsere Qualitäten zeigen. Gegen Ende hin schlichen sich kleine Konzentrationsfehler ein, weshalb wir das Spiel aus der Hand gegeben haben. Durchaus war es aber ein positiver Auftritt und es macht Bock auf mehr.

Wie urteilte Torwart-Trainer Sebastian Kaiser über die Keeperleistung?

Zupp: Sebastian war durchaus sehr zufrieden mit der Torwartleistung, da Luca in diesem Spiel ein sicherer Rückhalt über die gesamte Zeit hinweg war.

Welche Lehren wurden aus dieser Begegnung gezogen?

Zupp: Solange wir mit Emotionen und vollem Einsatz bei der Sache sind, sind wir eine der stärksten Mannschaften der Liga, die jedes Spiel für sich entscheiden kann.

Wie fing es bei Dir mit dem Handball an?

Zupp: Ich selbst kam bereits mit drei, vier Jahren durch meinen Vater zum Handball, da er selbst auch Handball gespielt hatte. Dort gefiel es mir dann auch super, weshalb ich immer bei diesem Sport blieb.

Wie verlief die bisherige Laufbahn?

Zupp: Ich selbst bin über die Jugend des TV Gerhausen in Blaubeuren und jene des TSV Blaustein im Corona-Jahr ins Nachwuchsleistungszentrum nach Göppingen gekommen. Dort habe ich dann auch vier Jahre lang gewohnt. Während dieser Zeit war ich Teil des BWHV-Auswahlkaders, während ein Highlight war, den Deutschland-Cup zu spielen. In Göppingen durfte ich seit der B-Jugend öfters bei den Profis mittrainieren und war dann auch im letzten A-Jugend-Jahr Teil des Anschlusskaders und durfte auch Minuten bei der Players Night in der EWS-Arena sammeln. In der Rückrunde meines letzten Jugend-Jahres spielte ich ebenso für den TSV Blaustein, wo wir in dieser Saison den Klassenerhalt erreichten.

Und wie lief es in der Aktivenzeit weiter?

In meinem ersten Herrenjahr ging es für mich einmal hoch in den Norden zur HSG Ostsee Neustadt/Grömitz in die 3. Liga. Zeitgleich trainierte ich beim Zweitliga-Kader des VfL Lübeck-Schwartau und mit dem Bundesliga-Kader des HC Hamburg. Diese Saison war sicherlich nicht einfach, da es eine komplett neue Erfahrung war, aber ich konnte auch wahnsinnig viel lernen, weshalb ich froh bin, diese Saison dort bestritten zu haben. Und dann kam der Schritt zur HG!

Was waren die Beweggründe, zur HG zu kommen?

Zupp: Zur HG kam ich, da ich erstens wieder im Süden spielen wollte. Vor allem aber, da ich in der HG keinen normalen Regionalliga-Verein sehe. In meinen Gesprächen sah ich einen Verein, der mir die Möglichkeit bietet, täglich auf der Platte zu stehen und effektiv an mir zu arbeiten. Der Verein gehört mit seiner Größe, aber auch seinem Umfeld für mich in die 3. Liga, weshalb ich mich auch für einen Wechsel hierher entschieden habe.

Wie empfindest du das Klima innerhalb des Teams?

Zupp: Ich erlebe ein Team, das wahnsinnig ehrgeizig und motiviert ist. Aber auch menschlich eine Top-Truppe darstellt, mit der es Spaß macht, Tag für Tag in der Halle zu sein. Die Stimmung ist aktuell Spitze und jeder freut sich auf die nächsten Spiele.

Belasten die vielen frühen und auch spontanen Ausfälle die Mannschaft?

Zupp: Ausfälle aufgrund von Verletzungen oder Ähnlichem sind nie schön und keiner freut sich darüber. Dass es direkt mehrere so früh in der Saison sind war durchaus nicht unser Wunsch. Aber diese Jungs haben zum Glück alle noch länger Zeit in der Saison, um sich zu erholen und geben dafür alles. Und während dieser Zeit haben wir viele junge Spieler, die von ihrer Spielzeit profitieren und sich schnell entwickeln werden. Jeder hängt sich trotzdem voll und ganz rein und lernt auch, wenn etwas mal nicht direkt funktioniert.

Die Nordstadthalle ist eine Kulisse, die du noch nicht kennst. Wie ist die Erwartungshaltung?

Zupp: Ich bin durchaus gespannt, welche Energie die Nordstadthalle liefern kann. Ich höre mir gerne Geschichten an, wie diese Arena bis zum Hallendach mit Zuschauern gefüllt war und man dort unglaubliche Momente feiern konnte. Gleichzeitig sehe ich dafür uns als Mannschaft auch erstmal in der Pflicht, nach der suboptimalen letzten Saison wieder Vollgas zu geben und unsere Zuschauer zu begeistern und mitzureißen. Ich selbst freue mich riesig darauf, vor einem elektrisierenden Publikum zu spielen und werde selbst mit vollen und ehrlichen Emotionen hoffentlich meinen Teil dazu beitragen können, dass in der Nordstadthalle wieder Siege gefeiert werden.

HG Oftersheim/Schwetzingen – TV Neuhausen/Erms (Sonntag, 16.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

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