HG-Auftakt knapp misslungen

Regionalliga: Heiningen hat am Ende die Nase vorne.
Die baden-württembergische Handball-Saison wurde offiziell mit der Regionalliga-Begegnung der HG Oftersheim/Schwetzingen beim TSV Heiningen eröffnet. Am Ende trugen die Hausherren einen 32:29 (14:15)-Sieg davon. Ihre Gäste wollen nun am nächsten Sonntag gegen Neuhausen/Erms in der Schwetzinger Nordstadthalle vor eigener Kulisse doppelt punkten.
Mit frischem Elan wollten HG-Trainer Christoph Lahme und seine Leute die neue Runde angehen. Und über weite Strecken der Vorbereitung sah es auch danach aus. Doch die letzten Trainingstage verhagelten ihm ein wenig den Genuss. Geblieben sind die Sorgenfalten ob seines Personalpuzzles. Denn rund eine Handvoll seiner Akteure war ihm weggebrochen, darunter Kapitän Marc Kern. Im Hintergrund wurde nicht nur hektisch an neuen Aufstellungsvarianten gefeilt. Es fehlten teilweise Pässe und Spielberechtigungen wegen der Unstimmigkeiten mit Handball 360. Der letzte Spieler sollte seine Startfreigabe erst direkt vor der Abfahrt erhalten.
Der Personalmisere zum Trotz hatte Lahme indes durch den gut sortierten Unterbau bei Oftersheim/Schwetzingen den Spielberichtsboden mit 14 Mann gut gefüllt und seine Truppe legte in der Fremde einen soliden Start hin (3:5/10.) und war dann kurzzeitig kaum zu stoppen (3:8/14.). Doch dieser Höhenflug sollte so nicht anhalten. Die Fehlerquote stieg an (6:8/19.), fiel wieder (6:10/7:11). Dann wurde es spannend, Heiningen legte nun mit einem Sechs-Tore-Lauf vor (13:11/26.), wurde von den Huljak Brüdern David und Valentin sowie Yannick Muth als Torschützen jedoch wieder eingefangen. In die Pause ging es somit nur mit einem Treffer Vorsprung für die Gäste.
Ein ähnliches Muster bot der Einstieg in den zweiten Durchgang. Die Badener hatten wieder die Oberhand gewonnen (15:19) – vorrübergehend. Ihr Vorteil pendelte sich zunächst bei zwei, drei Toren im Plus ein. Doch eingangs der Crunchtime war der Gastgeber wieder mit dabei, glich nicht nur aus (25:25/52.), sondern übernahm 30 Sekunden später auch die Führung. Noch ein paar wenige Zeigerumdrehungen später kam es knüppeldick für die Kurpfälzer, Spielmacher Henri Hell flog direkt vom Platz (56.), was der TSV zum 29:27 in dieser abwehrbetonten Partie nutzte.
Lahme hatte noch eine Auszeitkarte übrig, setzte sie ein (58.) und David Huljak verkürzte auf 30:29, aber Heiningen konterte und jetzt ließen sich die Schwaben ihren gelungenen Einstand in die neue Runde nicht mehr vermiesen.
HG-Coach Christoph Lahme war nach Spielende enttäuscht und zog dieses Fazit: “Leider verlieren wir das Spiel heute im Angriff. Wir schaffen es zweimal nach eigener Auszeit nicht, weiter in Front zu gehen. Wir agieren da mit zu vielen leichten Fehlern, die Heiningen dann sofort bestraft hat. Im gebundenen Abwehrspiel muss ich meiner Mannschaft ein Riesenlob aussprechen. Wir haben sehr, sehr gut verteidigt. Leider wird die Partie aber auf beiden Seiten entschieden und da war unsere Angriffsleistung, gerade zwischen der 49. und der 54. Minute nicht gut genug und hat Heiningen den Erfolg ermöglicht.”
Auch das zweite Spiel des Abends dieser Klasse – Schmiden gegen Weinsberg – verlief durchgehend eng und endete 26:25 (12:14) für den Aufsteiger.
HG: Berghoffer, Zupp; Barthelmeß (5/4), D. Huljak (2), Angel, Meiser (4), V. Huljak (4), Auth (2), Schmitt, Nauß, Hammarberg, Hepp (3), Muth (6), Hell (3).
Mike Junker/Fotos: Zipf



