Sender verteilt Komplimente an alle

Regionalliga Frauen: HG gewinnt gegen Bönnigheim mit 32:27 und rückt auf Rang sieben vor.
Die Vorgabe ihres Trainers Carsten Sender, 35 Tore werfen zu müssen, erfüllten die Regionalliga-Handballerinnen der HG Oftersheim/Schwetzingen nicht. Aber dank einer hervorragenden Deckungsarbeit besonders gegen Ende war das Minimalaufgebot letztendlich “Herr der Lage” und gewann verdient mit 32:27 (14:14) gegen den in der Tabelle vor ihm stehenden TSV Bönnigheim. Im Angriff stach dabei einmal mehr die Halblinke Helena Bertele mit ihren zwölf Feldtreffern heraus. Begleitet wurde sie auf der anderen Seite von der siebenfach erfolgreichen Tabea Ernst.
Bis der Sieg allerdings unter Dach und Fach war, war es für Funktionäre und Zuschauer eine Geduldsprobe. Denn bis zum 21:21 (41.) vermochte sich keine Seite einen nennenswerten Vorsprung zu verschaffen. Anfänglich war es eine Partie, in der Deckungsarbeit eher von untergeordneter Bedeutung war, gefolgt von einem zähen Ringen um jeden noch so kleinen Vorteil. Die im Vorfeld angekündigte „Unterschiedsspielerin“ (Sender) Katja Kerner wurde dann zwar zur besten Torschützin ihrer Farben (7), war jedoch nicht in der Lage, die ganz entscheidenden Akzente zu setzen.
In den 40er Minuten waren es Ernst und Bertele, die für die Heimmannschaft auf 24:21 stellten. Doch eingangs der Crunchtime war wieder alles offen (27:26, 28:27). Hektik und Anspannung nahmen zu, besonders auf Gästeseite. Mittels Auszeit wollte Bönnigheim sein Glück erzwingen. Aber zweimal Bertele, zweimal Ernst sowie Line Patzschke sorgten für die Vorentscheidung (32:27), zumal hinten im Tor Stella Giehl zur Stelle war.
Für Karolin Kolb von der sportlichen Leitung war dieser Sieg einfach nur „geil“. Für Coach Sender war es “eine insgesamt sehr überzeugende Leistung unseres Teams. Die drei Trainingseinheiten in dieser Woche haben schon vermuten lassen, dass diese Partie von uns erfolgreich gestaltet werden kann. Der Spaß, aber auch der sportliche Wille war bei allen Spielerinnen grundlegend, wie so oft in dieser Saison, in der Vorbereitung auf das Spiel extrem vorhanden. Im Abwehrverbund war unsere Intention, das gefährliche Rückraumspiel und das gebundene Kreisläuferspiel der Gäste durch gutes, schnelles Verschieben zu unterbinden.“
Im Prinzip hatte er nichts auszusetzen, auch wenn die Spannung nicht spurlos an ihm vorübergegangen war. „Wir haben die Vorgaben sehr gut umgesetzt. Dadurch hatten wir auf den Außenbahnen in der ersten Halbzeit einige Herausforderungen. In der zweiten hat Stella Giehl dann einige Chancen von Außen neutralisiert und wir haben die Räume enger gemacht. Im Angriff haben vor allen Dingen Helena Bertele und Tabea Ernst ihre Klasse unter Beweis gestellt. Jasmin Jung und Line Patschke konnten dazu im harten Eins-gegen-Eins wichtige Nadelstiche setzen. Florine Sender hat trotz einer schwerwiegenden Wurfarmverletzung in wenigen kritischen Momenten für Entlastung auf der Mitte gesorgt.“
Und sein Ausblick auf den Rest der Runde klingt optimistisch. „Wir werden die Saison als Siebter abschließen und haben nun noch die Chance, unser Konto auf 22:22 Punkte zu stellen. Das Team fasziniert mich immer wieder! Kompliment an alle…”
HG: Giehl, Myrianidou; Sender (1), Racky (1), Bertele (14/2), Li. Magnus (1), Ernst (7), Le. Magnus (2), Jung (3), Patzschke (3), Hielbig, Föllinger.


