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“Dann machen wir uns alles kaputt“

3. Liga: HG geht stark ersatzgeschwächt gegen den Tabellenzweiten Erlangen II unter.

Mit nur neun Feldspielern war der HC Erlangen II zur HG Oftersheim/Schwetzingen und dem relativ bedeutungslosen Handball-Drittligaduell angereist. Dies genügte jedoch, den Gastgeber unter Kontrolle zu behalten. Er verlor 27:41 (11:16). Den zweitplatzierten Favoriten zu fordern wie geplant und angekündigt, gelang nur über kurze Distanz.

Die Franken hätten wohl ihre wichtigen Spiele erst am Sonntag, mutmaßte HG-Coach Christoph Lahme angesichts des schmalen Aufgebots des Gegners. Aber auch er hatte reichlich Nachwuchspersonal aufgestellt, um die großen Lücken in seinem Kader aufzufüllen. Eine ganze “Erste Sieben” (Luca Berghoffer, Florian Burmeister, Lukas Auth, Istvan Ferger, Kevin Suschlik, Benedikt Meiser und Marc Kern mit Fingerbruch) saß verletzungsbedingt auf der Tribüne. So kamen die A-Jugendlichen Gawen Weingärtner im Tor sowie Valentin Huljak und Gabriel Weidner am Kreis zum Einsatz.

Und dieses Ensemble leistete zunächst auch heftig Widerstand. In der handballerisch eher nicht so prickelnden, beidseitig fehlerbehafteten Anfangsphase ging es ausgeglichen zu (5:5/11.). Dann kassierte der Hausherr seine erste Zeitstrafe. Diese Unterzahl nutzte er sogar in seinem besten Spielabschnitt mit aufmerksamer Deckungsarbeit und zwei Toren von Leon Hasse und Pascal Durak, sich eine Führung zu holen (7:5/14.). Doch nach dieser knappen Viertelstunde war der Ofen aus. Über 8:12 (24.) dominierte der Gast das Geschehen. Und nach dem Seitenwechsel sollte es sehr schnell, sehr viel schlimmer kommen (12.22/34.)

„Wir hatten uns speziell für die Abwehr einen Matchplan zurechtgelegt. Der hat aber nur anfangs funktioniert“, musste Lahme eingestehen. „Danach wurden wir gnadenlos ausgespielt.“ Auch die Kurpfälzer Anhänger mussten das präzise, flinke Spiel der Franken anerkennen. Der HG-Coach gestand: „Nach der Pause machten wir uns alles kaputt. Egal welche und wie viele und welche Leute uns zur Verfügung stehen. Er räumte entschuldigend ein, dass es schwierig sei, wöchentlich mit verändertem Kader zu spielen. In dieser Situation müsse sich seine Mannschaft neu denken. „Wir müssen es als Vorbereitung sehen. Wir müssen ackern. Erlangen hat es uns heute vorgemacht, wie es gehen kann.“

HG: Weingärtner, Fauerbach; Barthelmeß (1), Antritter (2), D. Huljak (1), V. Huljak (4), Weidner, Nauß, Durak (5), Novo, Hammarberg (3), Haase (3), Muth (7), Hell (1).

mj/Fotos: S. Brombach

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