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Laden... HG Oftersheim/Schwetzingen

Faires Verteidigen statt Faulenzen

Beim HG-Powercamp entwickeln sich 40 Kinder in den Osterferien handballerisch weiter.

Das Powercamp 2026 der HG Oftersheim/Schwetzingen an Ostern ist nach vier bewegungsintensiven Tagen Geschichte und wird als besonders erfolgreich in die Historie eingehen. 40 Kids von 8 bis 11 Jahren, gut die Hälfte von benachbarten Vereinen, und dabei rund ein Drittel Mädchen, wollten statt Osterferien fernab sich lieber in der Halle vergnügen und sich im Handballsport weiterentwickeln.

Unter der gewohnt routinierten Gesamtorganisation von Daniela Gellert lief die ganze Veranstaltung reibungslos, wesentlich unterstützt von HG-Businesspartner SO.LE Green Energy. Nils Trautner, dualer Student bei der HG und B-Lizenzinhaber, hatte indes die Verantwortung für die abwechslungsreiche sportliche Ausgestaltung. Er hatte die Grundlagen detailliert durchstrukturiert, mit Aufgaben zu Angriff und Abwehr mit Dribbling-Routen oder der „Pistol Position“, Verbesserung des Prellens, Täuschungen, Durchbrüchen oder Überschlagverhalten. Es ging generell viel ums Erzielen eines Ballgewinns, weniger sollten Fouls zur Spielunterbrechung eingesetzt werden.

Trautner hielt in seiner Bilanz fest: „Es sollte ein handballspezifisches Angebot geben, mit Angriffs- und Abwehrthemen sowie einem Einblick ins Torwartspiel. Im Angriff gab es viel Laufen ohne Ball, viel Prellen. In der Abwehr faires Verteidigen mit klarem Ziel, den Ball durch Rausprellen zu gewinnen. Dazu wurden turnerische Elemente, Kraft- und Teamspiele eingebaut.“ Sein Fazit fiel sehr positiv aus: „Die Kinder haben alle super mitgemacht. Es gab keine großen Ausreißer und es war für uns eher ein entspanntes Camp, hat uns keine Nerven geraubt.“

Organisatorin Daniela Gellert (links) bei der Essensausgabe.

Und das Programm kam an. Laila, exemplarisch für alle, fand den Ablauf „gut, weil es Spaß macht“ und die Co-Trainer wie Henri Hell und David Huljak von den HG-Männermannschaften erhielten ebenfalls Lob, „weil sie die Inhalte interessant rüberbringen“. Ebenfalls im Einsatz als Coaches waren HG-FSJler Jonas Jörder, Maja Rönitzsch und Josefine Schürger sowie Joshua Wolf von der A-Jugend. Aber auch Huljak und Hell waren von ihrer neuen Tätigkeit und ihren Schützlingen voll begeistert. Das Trainergespann kümmerte sich auch außerhalb der sportlichen Belange rührend um die kleinen Rabauken. Sei es, um eine Enttäuschung aufzuarbeiten, Tränen zu trocknen oder einfach um etwas Schabernack zu treiben.

Auch Staffelwettkämpfe mit viel Anfeuerung und eher handballuntypischen Bewegungsarten waren im Plan enthalten, zum Beispiel auf allen vieren laufend, wobei von Schnecken- und Schildkrötentempo bis fast kaninchenartiger Schnelligkeit alles geboten wurde.

David Moll von der AOK beim Ernährungsvortrag.

So viel Bewegung verlangt natürlich auch vernünftige Verpflegung. Die lieferte wieder der Partyservice Andreas Pfisterer aus Oftersheim und kam ebenfalls bestens an. Gellert stellte fest: „Die Kids essen mittags wirklich ordentlich, aber dann kommen sie bald wieder, holen Müsliriegel und Reiswaffeln.“ Da läuft die Ausgabe an der Theke fast wie das sprichwörtliche Brezelbacken. Aber auch Äpfel, Gurken, Bananen fanden reißenden Absatz.

Interessant bei dieser Altersgruppe ohne fest zugeordnete Torhüter ist das Auswahlverfahren. Wird einer gebraucht, muss er oder sie nicht rausgedeutet werden, sondern es melden sich immer zahlreiche Freiwillige. Bei speziellen Torwart-Übungen am letzten Tag für alle Teilnehmer waren dann die didaktischen Fähigkeiten von Josh Wolf aus der A1 zusätzlich gefragt. Auch der anschließende Vortrag „Ernährung im Sport“ von David Moll, Koordinator Prävention in Lebenswelten bei HG-Gesundheitspartner AOK Rhein-Neckar-Odenwald, der die Kinder im Dialog mit einband, fand großes Gehör.

Den Tagesabschluss bildete immer eine variantenreiche Spielformation über das ganze Feld, während vorher die Übungen in den Hallendritteln durchgeführt wurden. Dabei wurde jedem Co-Trainer eine Mannschaft zugeordnet, während Trautner den Oberschiedsrichter gab. Und manche „Einheimischen“ hatten damit noch nicht genug, gingen anschließend ins zusätzliche D-Jugend-Training.

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