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Erfolgreiche Quali-Vorbereitung

IBOT 2026: Männliche B-Jugend wird Dritter. Keine Verletzungen und wertvolle Erkenntnisse gewonnen.

Die B-Jugend freut sich über den 3. Platz.

Das IBOT, das große Internationale Biberacher Osterturnier, gehört schon seit Jahrzehnten zum festen Programm der männlichen Jugend-Mannschaften der HG. Hier sollen sie einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung in Hinsicht auf die anstehenden Qualifikationswettbewerbe für die neue Runde machen. Deshalb stehen die HG-Teams meist mit ihren jüngeren Jahrgängen deutlich älteren und körperlich überlegenen Kontrahenten gegenüber.

Darum ist ein dritter Platz der B1 umso erfreulicher, vielleicht auch ein wenig überraschend. Nach der Gruppenphase – mit Erfolgen über Bietigheim (25:10) und Ost-Schweiz (19:11) sowie einem Remis gegen Günzburg stand in den Playoffs gleich HT München im Weg Richtung Halbfinale, wurde aber mit 16:13 aus selbigem geräumt. Ab dem 7:7 diktierten die Badener das Vorgehen (12:7). Danach sah es auch gegen Budenheim aus – bis 14:12. Die Schlussminuten gehörten dann aber den Rheinhessen. Die HG unterlag 14:15. Im Spiel um Platz drei wurde dann mit 16:13 gegen Günzburg Revanche für das vorherige Unentschieden genommen.

Überwiegend zufrieden: die HG-Trainer Jonah Fassunge, Justin Hahne, Florian Schwarz.

Der zuständige Chef-Trainer Jonah Fassunge bilanzierte für seinen Stab: „Das Turnier ist für uns sehr gut gelaufen. Die Jungs haben sich für die gute Trainingsmoral der letzten beiden Wochen belohnt. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Abwehr. Da haben wir in den letzten Trainingseinheiten sehr große Schritte nach vorne gemacht. Deshalb hat sich die junge Truppe den dritten Platz hoch verdient.“ Aber er verteilte nicht nur Lob: „Allerdings haben wir noch genug Aufgaben vor uns. Wir machen noch zu viele ganz einfache technische Fehler und haben noch nicht das Tempospiel etabliert, wie wir uns das im Trainerteam vorstellen. Zudem fehlt uns in manchen Situationen die Kaltschnäuzigkeit. Wir müssen aus dieser Abwehr am Ende mehr Profit schlagen. Wir werden jetzt weiter hart arbeiten und wollen noch so viele Schritte wie möglich nach vorne gehen bis zur ersten Qualirunde.“

Die A-Jugend landete auf Rang fünf.

Die A1 startete gegen Konstanz (30:23) und Gastgeber Biberach (30:12) gut ins Turnier, bekam dann aber das überlegene HT München, den späteren Turnierdritten, vor die Nase gesetzt (21:27). Gegen alle anderen Kandidaten wäre der Semifinaleinzug wohl möglich gewesen. So ging es gegen Günzburg (21:15) und Heiligenstein/Mundenheim/Rheingönnheim (19:18 nach früher deutlicher 13:8-Führung) auf Rang fünf.

Damit war Coach Justin Hahne durchaus zufrieden: „Insgesamt war es eine gute Vorbereitung auf die Buli-Quali, auch wenn der Abstand noch zu groß ist. Wir haben uns nur eine schlechte Halbzeit erlaubt, diese aber leider im Viertelfinale gegen HT. Sonst bin ich mit den Spielen und der Spielweise sehr zufrieden. Vor allem mit der ‚zweiten‘ Reihe. Weiterhin ausbaufähig bleibt die Abwehrarbeit. Das Team hat die Zeit genutzt, um besser zusammenzufinden und es hat sich auch keiner verletzt.“

Die C-Jugend sammelte reichlich Erfahrung beim IBOT.

Ordentlich Lehrgeld musste die C-Jugend bezahlen, der auch einige Akteure weggebrochen waren. Sie behauptete sich in der Vorrunde tapfer, aber glücklos mit drei eng verlorenen Partien gegen den Bergischen HC, Biberach und HT München. Es folgten ein eindrucksvoller Sieg über den TSV Friedberg mit 35:15 und ein wiederum eher knappes Match gegen Velo zum Abschluss, welches sich erst in den Schlussminuten nach 21:22 zu Ungunsten der Kurpfälzer entschied.

Aber auch deren Übungsleiter Nils Trautner sieht positive Seiten: „Das Turnier war für uns als Mannschaft im Sinne des Teambuildings sehr erfolgreich. Jeder Spieler hatte seine Aufgabe, die er das Wochenende über ausführen durfte, um so Ostern für alle möglichst angenehm zu gestalten. Das waren Aufgaben wie Weckerdienst, Abendessensplanung, Koordinierung der eigenen Spiele sowie der andern HG-Partien, Putzdienst, Warm-Up-Leiter, Wasser- und Snackbeauftragte und vieles mehr.“

Gemischt fällt sein Fazit zu den Geschehnissen auf dem Handballfeld aus. „Rein sportlich war das Turnier sehr aufschlussreich. Wir haben in der Gruppenphase leider alle drei Spiele verloren, jedoch mit allen Mannschaften auf einem Niveau gespielt und hätten auch das eine oder andere Spiel gewinnen können. Unsere Angriffsleistung war über alle Spiele hinweg gut, wir haben im Schnitt etwa 22/23 Tore erzielt, jedoch zu viele hinten kassiert. So können wir jetzt bis zur Quali an unseren Schwächen arbeiten und vor allem die Abwehr stabilisieren.“

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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