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„Erst mal durchatmen“

Regionalliga Frauen: HG zwingt Konkurrenten SF Schwaikheim in die Knie.

Er werde „ein hartes Brett zu bohren“, hatte HG-Coach Carsten Sender im Vorfeld der Regionalliga-Begegnung seiner Handballerinnen gegen die SF Schwaikheim, einen direkten Konkurrenten, prophezeit. Und sie bohrten, gewannen nach spannendem Verlauf 28:25 (16:12). Damit sieht es bei gleichzeitiger Niederlage von Leinfelden/Echterdingen in Sachen Klassenerhalt schon wieder viel freundlicher aus.

Mit Neuzugang Tabea Ernst, der im Rückraum auffälligen Rückkehrerin Helena Bertele sowie einigen halbwegs genesenen Spielerinnen hatte Sender zwölf Leute im Kader. Der Bogen des Gastes war mit 16 und fünf Betreuern hingegen völlig ausgereizt. Und lange sah es auch danach aus, als wenn die zahlenmäßige Überlegenheit und damit die konditionellen Verhältnisse am Ende den Ausschlag geben könnten und würden. „Die Voraussetzungen der Teams hätten nicht unterschiedlicher sein können“, hatte auch Sender ausgemacht. „Wir waren zufrieden, spielen zu können. Auf der anderen Seite haben zwei Ersatzbänke nicht ausgereicht, um den Kader aus Schwaikheim geregelt unterzubringen.“

Doch das Startfenster wurde eindeutig vom Heimteam dominiert, welches den Schwäbinnen aus dem Rems-Murr-Kreis ein 5:1 (6.) vor die Brust knallte. „Wir sind, und das war Teil unserer Spielkonzeption, heiß-offensiv deckend und mit dem Willen, Tempohandball zu spielen, in das Match gestartet. Die unmittelbare Führung war der Lohn“, lässt der HG-Trainer sich in seine Vorgaben blicken.

Diese Überlegenheit nötigte den Gast zu seiner ersten Auszeit. Und aus dessen Sicht brachte diese und jede folgende Unterbrechung durch Besprechungen eine Besserung. Sender räumte ein: „Das Tempo beziehungsweise diese Intensität können wir aktuell nicht über die komplette Spielzeit halten. Daher wird unsere Spielleistung auch volatil bleiben. Schwaikheim hat unsere Schwächephasen, auch durch seine breite Bank, gut nutzen können. Deren Torhüterinwechsel war dazu ebenfalls für die SFS vorteilhaft.“ Senders Timeouts dienten vornehmlich dazu, den geforderten Stammkräften Erholungspausen zu gönnen.

Vorteilhaft war aber auch der heimische Wechsel von Kalliopi Myrianidou auf Stella Giehl (14.). Erstere räumte später selber ein, nach zwei guten Partien nicht ihren besten Tag gehabt zu haben. Da hatte der Gast gerade auf 8:10 verkürzt. Doch es folgte ein 5:0-Lauf (je zweimal Lena Magnus und Jasmin Jung sowie Flavia Racky) auf 15:8 (18.) und schon flog die zweite Grüne Karte Schwaikheims auf den Kampfrichtertisch.

Im Angriffsschwung der Kurpfälzerinnen kehrte nun wieder Flaute ein (16:14/33.). Eine Phase der Schwerstarbeit für Giehl, dank der Torunlust ihrer Vorderleute, die einen Rückstand verhinderte. Das 17:14 von Bertele wirkte wie eine Erlösung (36.), deren Wirkung aber nur verzögert eintrat (20:16/42.). Aber das Hallenjojo war mit zwei Fehlwürfen und einem Übertritt noch nicht beendet. Die HG durfte sich fast bis zum Abpfiff ihres Erfolges nicht sicher sein (21:19, 23:20, 25:24/55.).

Bertele setzte dann die Schlussakzente. Erst traf sie aus einem Freiwurf heraus, dann fischte sie hinten den Ball aus der Luft, verwandelte nervenstark den folgenden Siebenmeter: 27:24, noch 90 Sekunden zu absolvieren. Auch einen Abpraller nahm sie noch auf und Lena Magnus markierte den Schlusspunkt.

„Helena Bertele und Lena Magnus haben uns geholfen, neben dem unermüdlichen Teameinsatz, alle kritischen Phasen zu überstehen. Wir haben immer geführt, und dadurch verdient gewonnen. Jetzt erstmal durchatmen“, freute sich Sender in seinem Fazit.

HG: Giehl, Myrianidou; Sender, Racky (3), Bertele (12/6), Li. Magnus (1), Ernst (2), Le. Magnus (6), Jung (3), Patzschke (1), Hielbig, Föllinger.

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