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HG bei Ex-Zweitligist am Bodensee

3. Liga: HG muss am Samstag nach Konstanz zum derzeitigen Tabellenachten.

Um die Aussichten der HG Oftersheim/Schwetzingen bei der HSG Konstanz zu betrachten, skizzieren wir einmal kurz die Lage der 3. Handball-Liga im vorderen Bereich. Der (mehrfache) Ex-Zweitligist wollte wie die Spielzeiten zuvor sicher wieder hoch, dürfte aber dieses Vorhaben für diese Saison eventuell abgeschrieben haben. Jedoch gibt es da noch Hintertüren und rechnerische Möglichkeiten.

Der aktuelle Spitzenreiter SVS Kornwestheim gibt sich derzeit keine Blößen, hat aber frühzeitig signalisiert, nicht aufsteigen zu wollen – aber noch ist nicht Meldeschluss für die Relegationsrunde. HC Erlangen II ist als zweite Mannschaft nicht aufstiegsberechtigt. Die DJK Rimpar, die in der Drittklassigkeit als Wölfe Würzburg auftritt, hat sich nach sehr wechselhaftem Verlauf  inzwischen auf Rang drei geschlichen. Hier ist die Rückkehr in die 2. HBL schon längst überfällig, geht es nach den Verantwortlichen, die in der jetzigen Liga kaum Überlebenschancen sehen und auch mit finanziellen Problemen kämpfen.

Konstanz als Achter fehlen auf die Franken drei Zähler, allerdings stehen auch fünf Minuspunkte mehr im Saldo. Haben sich die Bodenseeanrainer dann schon – bei noch zehn ausstehenden Begegnungen inklusive der Rückpartie gegen Rimpar – mit einer weiteren Saison in Liga 3 abgefunden? Vermutlich nicht, weshalb mit ordentlich Widerstand zu rechnen sein wird.

Körperlich robuste Gangart

Um die Situation der HG Oftersheim/Schwetzingen einzuordnen, braucht es keine Skizzen, nur Punkte. Aber die Gegenwehr dürfte aus den oben erwähnten Gründen heftig werden. Und die Schänzle-Halle am Seerhein ist wie die Schwetzinger Nordstadthalle ebenfalls ein stimmungsgewaltiger Handballtempel. Seit Januar hat die HSG mit Ralf Bader auch einen neuen Trainer, der schon öfter den Weg der HG kreuzte. Der ehemalige Spieler vom VfL Pfullingen und des TV Neuhausen an der Erms, Coach der Jugend von Echaz/Erms und des TSV Neuhausen auf den Fildern, gelangte dann zum TV Großwallstadt. Dort engagierte er in Coronazeiten den damaligen HG-Kreisläufer Lino Messerschmitt für die 2. Bundesliga. Im Oktober 2023 ging es zum HSC Kreuzlingen. Bader zog nach Konstanz, bis der Schweizer Erstligist sich finanziell bedingt zurückzog.

Als der relativ neue HSG-Coach Vitor Baricelli aus persönlichen Gründen im Dezember sein Ausscheiden verkündete, übernahm der 45-jährige Bader den Job direkt vor seiner Haustür im Januar, obwohl er eigentlich vorerst dem Leistungssport fernbleiben wollte. Andere Anfragen hatte er zuvor abgelehnt. „Diese Chance musste ich ergreifen, wer weiß, ob und wann sie nochmal kommt.“ Seine ersten beiden Einsätze gingen schief, dann folgten drei Siege. Einen Lauf, den Oftersheim/Schwetzingen unterbrechen muss, um selbst noch Chancen auf das Erreichen der eigenen Ziele zu haben.

Darauf und auf eine körperlich robuste Gangart hat HG-Trainer Christoph Lahme seine Männer eingestimmt: „Bezüglich unserer Aufgabe gilt es, die zurückerlangte Härte der Konstanzer Abwehr anzunehmen und mindestens mit genau so viel Einsatz die Zweikämpfe zu bestreiten. Es ist kein Wunder, dass die HSG momentan die Tabellenführung in der Zeitstrafenstatistik innehat. Die letzten Spiele haben auch gezeigt, dass die Konstanzer ihre Abwehr mittlerweile wieder anders interpretieren und noch früher die Zweikämpfe annehmen wollen. Dies heißt für uns, dass wir unsere Energie aus dem Derby mit nach Konstanz bringen müssen.“

Dabei wird die HG weiterhin auf die länger verletzten Lukas Auth und Kevin Suschlik verzichten müssen. „Bei den anderen Spielern steht noch ein Fragezeichen hinter einem möglichen Einsatz. Alles weitere werden wir hoffentlich spätestens zu unserem Abschlusstraining wissen“, ergänzte der HG-Coach.

HSG Konstanz – HG Oftersheim/Schwetzingen (Samstag, 20 Uhr, Schänzle-Halle)

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