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“Danke für jede einzelne Erinnerung”

3. Handball-Liga: HG-Mittelmann Christian Wahl hört auf, würde bis Saisonende aber gerne noch spielerische Akzente setzen.

Mittelmann Christian Wahl, der vor fast fünf Jahren zur HG Oftersheim/Schwetzingen in schwierigen Drittligazeiten gekommen ist und in der Region sesshaft wurde, wird nach dieser Saison das Handballfeld als Spieler endgültig räumen. Dass er mit dem aktiven Spielen Schluss machen wird, stand schon eine Weile fest. Einer seiner Nachfolger steht mit Yannick Muth als externer Zugang fest, der andere, Sinan Antritter, spielt schon als „Azubi“ in seiner Mannschaft und hat gerade für zwei Jahre verlängert.

Jetzt wendet sich das Neujahrskind, der seit 1. Januar 34-jährige Schwabe, noch einmal an die Anhänger der HG und erzählt über sein Gefühlsleben.

Wie fühlst du dich als baldiger „Handball-Rentner“?

Christian Wahl: Erstmal freut es mich brutal, hier eine so tolle Heimat gefunden zu haben. Aber leider muss ich auch zugeben, dass mir mein Körper signalisiert, dass er jetzt genug vom vielen Training hat. Trotzdem werde ich aber all die Gespräche und Erinnerungen mit den Jungs sehr vermissen.

Wie oder wo siehst du deine Position im Team bis Rundenende?

Wahl: Als Ansprechpartner für alle im Team und um die Mannschaft herum. Wenn ich noch spielerische Akzente auf der Platte setzen kann, freut mich das umso mehr.

Weißt du schon, ob und wenn ja was du handballerisch danach machen willst?

Wahl: Erstmal werde ich es vollumfänglich genießen, dass ich nach mehr als 20 Jahren keine handballerisch verpflichtenden Termine in meinem Kalender drin stehen habe. Zu gegebener Zeit werde ich mir Gedanken machen, wie und in welchem Umfang ich mich dem Handball widmen werde.

Wie würdest du deine Zeit hier bei der HG zusammenfassen?

Wahl: Ich habe viel Zeit und Schweiß in der Halle gelassen, konnte meine Leidenschaft zum Handball mit unheimlich viel Spaß ausführen, habe tolle Menschen in und um die Mannschaft kennen gelernt und habe fast jeden Donnerstag immer etwas Gutes nach dem Training zu essen bekommen. Und die schönste Zeit kommt bekanntlich nach der Saison, wenn wir mit der Mannschaft gemeinsam in „Urlaub“ gehen.

Bedauerst du etwas?

Wahl: Nein. Danke auf diesem Weg auch schonmal für jede einzelne Erinnerung. Ich habe wirklich jede Sekunde auf und neben dem Spielfeld – vor allem vor einer vollen Nordstadthalle – genießen können.

Wie schätzt du die aktuelle Lage der HG ein?

Wahl: Positiv. Es wäre schön, wenn wir die Heimstärke bewahren und auswärts ein ähnliches Gesicht zeigen können, wie wir es letzten Samstag in Östringen getan haben.

Was braucht es gegen ein favorisiertes Rimpar?

Wahl: Das haben wir diese Woche im Training noch ganz genau besprochen. Aber wenn man es allgemein halten will, ist unsere Abwehr die Basis für unseren Erfolg. Gleichzeitig brauchen wir die volle Konzentration auf unseren Matchplan.

HG Oftersheim/Schwetzingen – DJK Rimpar (Samstag, 19.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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