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Kopie der Söflingen-Partie

Handball-Oberliga: HG gewinnt in Blaustein erneut nach Leistungssteigerung

„Da kannst du auch den Spielbericht von letzter Woche nehmen“, war die Standardantwort von Spielern, Offiziellen und Trainern der HG Oftersheim/Schwetzingen auf Fragen zu Meinungen ihrer gerade beim TSV Blaustein absolvierten Handball-Oberliga-Partie mit Verweis auf jene der vergangenen Woche im benachbarten Söflingen. Diese gewannen sie als drittes Auswärtsmatch in Folge mit 30:27 (12:17).

Scheinbar können die HG-Männer nicht aus ihrer Haut, vermasselten die erste Halbzeit und wendeten dann das Blatt in der folgenden. Da wurde fast 30 Minuten lang ein Fehlschuss nach dem anderen oft an den Pfosten gesetzt (8/1), übertroffen nur von der Anzahl technischer Fehler (10), diesmal hauptsächlich durch Stürmerfouls und Übertritte produziert. Außerdem wurden die TSV-Rückraumschützen nicht wie angesprochen energisch genug angegangen und trafen fast nach Belieben. Im zweiten Abschnitt passte dann fast alles, Deckung und Torwart Michael Hoppe funktionierten fast reibungslos, kassierten erneut nur noch zehn Gegentreffer, vorne wurde effizient fast jede Chance ausgenutzt. Die Anzahl der unvollendeten Angriffe sank auf die Hälfte. 

So blickte auch HG-Trainer Christoph Lahme auf das Geschehen zurück: „Ein nahezu identisches Spiel wie eine Woche zu vor in Söflingen. Einziger Unterschied, wir haben viel früher damit begonnen, uns nicht an Absprachen zu halten. Hinzu kamen eine Reihe von Aluminium-Treffern oder unkonzentrierten Abschlüssen.“

Hätten zunächst nicht Frederik Fauerbach (bis 22.) und Hoppe im Kasten ihre Knochen hingehalten sowie Florian Burmeister den einen oder anderen Nadelstich gesetzt (fünf Treffer bis zur Pause), hätte das Zwischenresultat noch desaströser ausfallen können. So aber blieb große Hoffnung nach dem Kabinengang, die Sache im gewünschten Sinne zu richten. Und dies geschah dann auch recht eindrucksvoll. Tim Kusch von Rechtsaußen, Leon Hasse von der Position daneben sowie Max Barthelmeß vom Siebenmeterstrich – und aus Kurpfälzersicht wurde die Lage schon wieder wesentlich optimistischer beurteilt. Dies dokumentierte sich auch in der Stimmung der schmucken Blausteiner Halle, die bei den Einheimischen sichtlich runtergefahren wurde.

„Es war wieder ein völlig veränderter Auftritt“, meinte Lahme. „Wir kommen gut in die Abwehr und haben den Rückstand bald wettgemacht. Generell war die Körpersprache ganz anders als noch in Hälfte eins und aus meiner Sicht ein zum Ende absolut verdienter Auswärtserfolg.“

Als Christian Wahl, der meist Regie führte, Kusch zum Kempa schickte, wurde der erste Gleichstand (22:22/47.) dafür von den HG-Anhänger lautstark bejubelt. Kurz darauf zog Lahme scheinbar ohne Not die Auszeitkarte (51.). „Ich wollte unbedingt jetzt den Führungstreffer haben“, erklärte er später sein Vorgehen. Leonard Zaum ließ sich nicht lange bitten, hämmerte den Ball per Wurf in die Maschen zum 23:24. Als die Hausherren ihre Felle davonschwimmen sahen, öffneten sie ihre Deckung und in den letzten Minuten setzte sich ihr Gast noch etwas ab. Den Schlusspunkt setzte Burmeister, der sich alleine ab der Mittellinie durchtankte und HG-Treffer Nummer 30 markierte.

Trainer Christoph Lahme war selbstverständlich mit der vollen Punktausbeute zufrieden, meinte aber auch: „Ich hätte gerne mal wieder meine ganze Mannschaft zusammen.“ Während Jan Triebskorn, Christian Wahl und Florian Burmeister, fast ohne Trainingsbeteiligung, mitwirkten, blieb Jan Remmlinger mit Kniebeschwerden weiter zum Zuschauen auf der Tribüne gemeinsam mit Edward Hammarberg verdonnert. Zusätzlich hatte sich Linksaußen Patrick Buschsieper im Übungsbetrieb am Fuß verletzt. Er wurde durch Louis Maurer ersetzt, der mit Co-Trainer Justin Hahne vom davor absolvierten Jugend-Bundesligaspiel in Konstanz herangekarrt wurde.

Nächste Woche gilt es dann, mit der HSG Ostfildern (Samstag, 19.30 Uhr) einen weiteren Anwärter auf die Aufstiegsrunde zu distanzieren. „Wir müssen dann 60 Minuten die Leistung der zweiten Halbzeit abrufen und nach drei Auswärtsspielen in Folge nun daheim gegen Ostfildern nachlegen“, fordert der HG-Coach.

HG: Fauerbach, Hoppe; Barthelmeß (4/2), Wahl (5), Kern (5), Triebskorn, Maurer (1), Burmeister (6), Stier, Hasse (1), Geisler, Zaum (5), Kusch (3). mj

Bild: Lutz Rüffer

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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