Zum Inhalt springen
Laden... HG Oftersheim/Schwetzingen

Zwischendurch kurz spannend gemacht

A2 gewinnt mit 11:0-Lauf gegen ASG Birkenau/Hemsbach/Laudenbach

Im zweiten Heimspiel in Folge gewinnt die männliche A2 der HG Oftersheim/Schwetzingen in der Badenliga deutlich gegen die Spielgemeinschaft ASG Birkenau/Hemsbach/Laudenbach mit 42:27 (21:17).

Souverän ist jedoch anders, auch wenn der Sieg nie wirklich gefährdet war. In der Kabine war zuvor von Trainer Carsten Menz noch die Warnung ausgesprochen worden, dass der aktuelle Gegner nicht zu unterschätzen sei, da dieser am vorherigen Wochenende mit nur vier Toren dem aktuell Tabellenzweiten TV Schriesheim unterlegen war. Zudem wies er darauf hin, dass das Hinspiel auswärts bei der ASG am Ende nur knapp gewonnen werden konnte. Soviel zur Theorie.

Die Partie startet mit einer starken Abwehrleistung und allerdings auch einer Schrecksekunde nach nur drei gespielten Minuten, als Torhüter Dario Lang hart am Kopf getroffen wurde und verletzt ausgewechselt werden musste. Zu diesem Zeitpunkt führte die HG mit 3:1 und baute den Vorsprung in den kommenden zehn Minuten nur zaghaft auf 10:5 aus, wobei die Gäste hier schon vier Zwei-Minuten-Strafen hinnehmen mussten. Dieser Fünf-Tore-Vorsprung blieb bis zur Halbzeitpause bestehen, da es die HG-Abwehr zwar teilweise leicht gemacht bekam, sie aber dennoch keinen richtigen Zugriff auf den Rückraum der Spielgemeinschaft aus Birkenbach/Hemsbach/Laudenbach hatte. Erfreulich dennoch, dass sich der erstmalig eingesetzte B-Jugendliche Allan Mikulcic über Linksaußen genauso gut einfügte, wie in der Woche zuvor Linkshänder Lukas Hepp auf Rechtsaußen, und vier Mal erfolgreich abschloß. Überhaupt war dies ein erfolgreiches Wochenende für die Außenspieler, die gemeinsam mindestens 15 Tore beisteuerten. Die erste Halbzeit endet mit einer Hinausstellung für die HG und einem Spielstand von 21:17.

Der Beginn der zweiten Hälfte plätscherte dann so vor sich hin, die Konzentration ließ bei der Heimmannschaft nachweislich nach, Torchancen wurden nicht genutzt, ein Siebenmeter vergeben (25:22/39.) und bevor man sich versieht, stand es plötzlich 26:25 (40.). Was war geschehen? „Gute Frage!“ meinte auch Trainer Carsten Menz etwas sprachlos nach dem Spiel. So richtig erklären konnte es sich niemand. Glücklicherweise platze der Knoten genauso plötzlich, wie er gekommen war und die HG zog mit einem Elf-zu-Null-Lauf (37:25/53.) auf und davon. Dies war sicherlich keine der besonders schön anzusehenden Spielbegegnungen, aber auch diese müssen erst einmal gewonnen werden. Nächstes Wochenende geht es für die HG zum derzeit Tabellensiebten nach Ettlingen. Sicherlich auch kein Selbstläufer.

HG: Lang, Bräunling; Sander (4), Stricker (1), Oschatz (3), Schmid (4), Mikulcic (4), Drees (7), Pflaumbaum (2/1), Baumgärtner (5), Villa Apps (7), Plettenberg (5), Horvath. do

Fotos: Fabiola Venturini

Was Dich noch interessieren könnte:

21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

Weiterlesen

Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

Unsere Premium-Partner

Die HG-News. Aus erster Hand.

Du willst regelmäßig über HG-News informiert werden? Registriere Dich jetzt für den kostenlosen HG-Newsletter. Du kannst Dich jederzeit kostenlos wieder abmelden.