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„Zwei Punkte am Ende zählen“

Landesliga: HG Oftersheim/Schwetzingen II wehrt Verfolger ab

IMit etwas Mühe behielt Frauen-Landesligist HG Oftersheim/Schwertzingen gegen seinen Verfolger, den Handballerinnen von Saase³Leutershausen mit 29:27 (14:13) die Oberhand. „Ich bin froh, dass wir gewonnen haben“, brachte es sein Trainer Moritz Dornseiff auf einen knappen Nenner. „Die zwei Punkte zählen am Ende“, meinte er in seiner abschließenden Betrachtung.

Doch zunächst stand die Null. Erst nach über drei Minuten wurde von Lara Kößler das Torewerfen eingeläutet. HG-Keeperin Kalliope Myrianidou hielt auch in der Folgezeit einiges, was auch eine kleine Führung (6:5) einbrachte. Aber ihre Vorderleute dankten es nicht, verdaddeln etliches, womit das Heimteam wieder ins Hintereffen geriet. Dies wurde von einem 10:8 gekontert, dem der knappe Pausenstand folgte. 

In diesem Stil und Sinne setzte sich die Partie bis eingangs der Zielgeraden fort. Das Heimteam legte mehrfach zwei vor (22:20, 25:23, veweigerte aber den dritten Treffer Abstand, der erst zum 27:24 durch Lea Zimmermann msrkiert wurde (55.).  Es folgten ein paar chaotische Minuten. Zunächst musste Laura Hartmann wegen vermeintlichen Gesichtstreffer bei der S³L-Torhüterin vom Platz, obwohl deren Coach Tobias Heinicke fair „Arm“ signalsierte. In Unterzahl kassierte der Gastgeber das 27:27 (58.) auf dem Fuße. „Warum so hektisch auf einmal?“, fiel nicht nur Dornseiff auf. 

Aber wieder komplett begann Leonie Laser von halbrechts den Sack zu verknoten. Schmitt fing beim nächsten gegnerischen Angriff den Ball herraus und schickte Hartmann zum erfolgreichen Konter. Die finale Torschützin sicherte auch den nächsten Abpraller vom eigenen Kasten – die Zeit lief runter, der Sieg war eingetütet.

„Es waren zu viele technische Fehler dabei, um von einem guten Spiel zu reden“, gestand Dornseiff später ein, der Erfolg zähle aber. Froh sei er aber auch, dass bei manchen Leuten der Knoten geplatzt sei. „Sie riefen heute endlich die Leistung ab, die wir regelmäßig benötigen.“

HG: Myrianidou, Lichtner; Laser (2), Hartmann (4), Siegel (1), Stegmüller (2), Mayer, Jeckel, Schmitt (2), Zimmermann (3), Köler (6/2), Marmol Carmona (49, Link (5).

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Nur bei der TG Pforzheim war der Spielausgang mit 28:30 etwas knapper. Weniger komfortabel ist die Situation bei Oftersheim/Schwetzingen, wo Trainer Carsten Sender anfangs noch auf die Rückkehr zuvor ausgefallener Spielerinnen hoffte, ohne groß daran zu glauben. „Leider hat sich die Personalsituation eher noch verschlechtert, da die angeschlagenen eingesetzten Spielerinnen nun wahrscheinlich nicht mehr einsetzbar sind und der Krankheitszustand noch mehr Wirkung zeigt. Es gibt keine Genesung. Wir werden leidensfähig sein müssen Eine wirkliche Spielvorbereitung war daher nicht möglich“, wurde er bestätigt.

Dazu wurden bereits drei Spielerinnen aus dem Verbandsliga-Team eingesetzt, die jetzt jedoch der zweiten Mannschaft am Sonntag zur Verfügung stehen sollten. Für den HG-Coach ist klar: „Daher wird es gegen das Topteam der Liga um Jugendnationalspielerin Romy Reichle bestimmt kein vergnügungssteuerpflichtiges Ereignis. Kim Espinosa im Rückraum und Gina Wöhrl als Linkshänderin sind ebefalls Ausnahmeerscheinungen in der Liga.“ Trotzdem hofft er auf einen gewissen Zuspruch: „Dennoch lohnt sich der Besuch in der Halle, da einige der Talente aus dem Steisslinger Team bestimmt mal in den vermeintlichen Profiligen ankommen werden.“ mj

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Doch dieses Schwergewicht, der Drittliga-Absteiger, dürfte aktuell weiterhin für zu leicht befunden werden. Denn Rückkehrer von der Ausfallliste sind für HG-Trainer Christoph Lahme kaum in  Sicht: „Das wird wieder sehr schwierig für uns.“ Doch völlig entmutigt will er mit seinem Team nicht an den Stuttgarter Flughafen fahren. Schließlich hat er es jedes Mal geschafft, sein dezimiertes Kernteam zahlenmäßig gut zu ergänzen. In Waiblingen reichte es zum Turnaround und einem Sieg. Dieser blieb trotz guter Leistungen im Defensivbereich, aber nur phasenweise im Abschluss (Stichwort Wurfquote) zuhause gegen Neuenbürg dann im Endspurt verwehrt. Mit mehr Konzentration und Konsequenz soll jetzt wieder für strahlende Kurpfälzer Gesichter gesorgt werden. mj

Bild: Siegfried Brombach

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