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„Wir brauchen Big Points“

3. Handball-Liga: Nur Lob ist HG-Trainer Lahme nicht genug

Bei nächsten anstehenden Drittligaspiel der HG Oftersheim/Schwetzingen wird der Tabellenstand für beide Seiten wohl teilweise ausgeblendet sein.

Im Drittliga-Lokalduell mit der SG Leutershausen dürften aber auch andere Aspekte im Vordergrund stehen, als nur der Derby-Charakter. Denn der Gast muss bestrebt sein, Punkte gegen ein weiteres Abrutschen in die Abstiegszone zu ergattern und die Männer von der Bergstraße wollen ihre allerletzte Chance auf eine Teilnahme an der Aufstiegsrunde zu wahren versuchen. Schließlich haben sie dafür gemeldet (siehe Extrakasten).

Denn ihre letzte Ausbeute war am Ende etwas enttäuschend und teilweise auf Personalmangel zurückzuführen. So bei der 27:29-Niederlage in Kornwestheim, als die SGL zuvor noch 15:11 geführt hatte, bis zum 25:25 voll im Rennen geblieben war. „Das war sehr schade. Es waren am Ende individuelle Fehler, die uns um den Lohn gebracht haben“, meinte Mark Wetzel, der sportliche Leiter bei der SGL. Umso mehr sollen jetzt die zwei Punkte an der Bergstraße verbleiben, um noch die Minimalchance auf eine Saisonfortführung zu erhalten, auch wenn dazu Ausrutscher der Konkurrenz notwendig sind. Wetzel blickt voraus: „Gegen Oftersheim/Schwetzingen hatten wir zuletzt immer harte Fights. Ich hoffe auf ein emotionales und gutes Handballspiel mit dem entsprechenden Ausgang für uns.“

Einen widerstandskräftigen Kampf kann die HG fast jedem Gegner in dieser Staffel bieten. Sie hat es im Rundenverlauf zur Genüge unter Beweis gestellt. Doch nur das und daraus resultierendes Lob ist deren Trainer Christoph Lahme nicht genug: „Wir haben keine Lust mehr zu hören, dass wir einen von Oben geärgert haben und wir gegebenenfalls einen Punkt verdient hätten.  Das bringt uns nichts und die Tabelle zeigt spätestens jetzt nach der Niederlage gegen Oppenweiler/Backnang ein neues Bild, mit dem wir nicht einverstanden sind.“

So gibt für den Strauß in Hirschberg-Süd nur eine einzige Devise, die die Mannschaft schon die gesamte Woche verinnerlicht hat: Sieg. „Wir brauchen Big Points und werden alles daran legen, sie im Derby einzufahren. Jeder Punkt entscheidet in unseren verbleibenden Spielen und wir werden um alle kämpfen“, verspricht Lahme und bittet die eigenen Anhänger: „Macht ‚Leu‘ zu einem Heimspiel für uns. Helft uns, die zwei Punkte nach Schwetzingen und Oftersheim zu holen.“ mj

SG Leutershausen – HG Oftersheim/Schwetzingen (Samstag, 19.30 Uhr, Heinrich-Beck-Halle Hirschberg-Leutershausen)

Bild: Lutz Rüffer

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Nur bei der TG Pforzheim war der Spielausgang mit 28:30 etwas knapper. Weniger komfortabel ist die Situation bei Oftersheim/Schwetzingen, wo Trainer Carsten Sender anfangs noch auf die Rückkehr zuvor ausgefallener Spielerinnen hoffte, ohne groß daran zu glauben. „Leider hat sich die Personalsituation eher noch verschlechtert, da die angeschlagenen eingesetzten Spielerinnen nun wahrscheinlich nicht mehr einsetzbar sind und der Krankheitszustand noch mehr Wirkung zeigt. Es gibt keine Genesung. Wir werden leidensfähig sein müssen Eine wirkliche Spielvorbereitung war daher nicht möglich“, wurde er bestätigt.

Dazu wurden bereits drei Spielerinnen aus dem Verbandsliga-Team eingesetzt, die jetzt jedoch der zweiten Mannschaft am Sonntag zur Verfügung stehen sollten. Für den HG-Coach ist klar: „Daher wird es gegen das Topteam der Liga um Jugendnationalspielerin Romy Reichle bestimmt kein vergnügungssteuerpflichtiges Ereignis. Kim Espinosa im Rückraum und Gina Wöhrl als Linkshänderin sind ebefalls Ausnahmeerscheinungen in der Liga.“ Trotzdem hofft er auf einen gewissen Zuspruch: „Dennoch lohnt sich der Besuch in der Halle, da einige der Talente aus dem Steisslinger Team bestimmt mal in den vermeintlichen Profiligen ankommen werden.“ mj

HG Oftersheim/Schwetzingen – TuS Steißlingen (Samstag, 19.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

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Bei der HSG Ostfildern (Sonntag, 17 Uhr, Körschtalhalle Scharnhausen), dem Shootingstar der letzten Jahre, der sich jetzt in der Handball-Regionalliga festgebissen hat, würde die HG Oftersheim/Schwetzingen ihr Punktekonto gerne wieder auf ein positives Saldo anheben. Dieses Bestreben dürfte aber auch bei den Schwaben vorherrschen, deren Bilanz ebenfalls 4:4 Zähler ausweist. Zwei Heimsiegen (gegen Weinstadt und Unterensingen) stehen ebenso zwei Auswärtsniederlagen (in Sandweier und in Willstätt) gegenüber. Auf der Filderebene wird von den Hausherren ein „schwerer Brocken“ erwartet.

Doch dieses Schwergewicht, der Drittliga-Absteiger, dürfte aktuell weiterhin für zu leicht befunden werden. Denn Rückkehrer von der Ausfallliste sind für HG-Trainer Christoph Lahme kaum in  Sicht: „Das wird wieder sehr schwierig für uns.“ Doch völlig entmutigt will er mit seinem Team nicht an den Stuttgarter Flughafen fahren. Schließlich hat er es jedes Mal geschafft, sein dezimiertes Kernteam zahlenmäßig gut zu ergänzen. In Waiblingen reichte es zum Turnaround und einem Sieg. Dieser blieb trotz guter Leistungen im Defensivbereich, aber nur phasenweise im Abschluss (Stichwort Wurfquote) zuhause gegen Neuenbürg dann im Endspurt verwehrt. Mit mehr Konzentration und Konsequenz soll jetzt wieder für strahlende Kurpfälzer Gesichter gesorgt werden. mj

Bild: Siegfried Brombach

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Die HSG hat bislang gegen Wieblingen gewonnen und bei HR Bottwar verloren. Flexibel müssen Hahne und seine Leute auch bei der Aufstellung sein, je nachdem welche Spieler er für die Regionalliga-Mannschaft abstellen muss.

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