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Unified-Hyänen gehen in die Sommerpause

Die inklusive Mannschaft der HG freut sich ab September wieder über Athleten und Coaches.

Der letzte Trainingssamstag der Saison stand in der Schwetzinger Kreissporthalle für die inklusive Mannschaft der HG-Handballer, die HG-Unified-Hyänen, auf dem Plan. Die Halle füllte sich nach und nach mit Athleten und Athletinnen. Erstaunlich viele hatten, trotz des schönen Wetters, doch ihre Trainingstaschen gepackt, um daran teilzunehmen.

Das Training wurde diesmal unter der Leitung von fünf Coaches in zwei Gruppen absolviert. Die Fortgeschrittenen trainierten eine wichtige Technik im Handball, die Täuschung. Währenddessen wurde auf der anderen Seite der Trennwand fleißig Prellen, Passen, Angriffe und Torwurf trainiert. Wegen der hohen Temperaturen achteten die Trainer auf regelmäßige Trinkpausen. Am Ende des Trainings fielen alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen erschöpft auf die große Weichbodenmatte, um sich etwas zu regenerieren. „Es war nicht selbstverständlich, dass alle so konzentriert dabei waren bei diesen hohen Temperaturen in der Halle“, lobte Trainerin Monika Kieser die müden Spieler und Spielerinnen.

Abschluss Saison 2024/2025

Am Ende einer Spielsaison ist es auch Zeit, ein Resümee zu ziehen. „Im letzten Jahr hatten wir uns vorgenommen, die Sporthalle auch mal zu verlassen, denn Inklusion braucht Sichtbarkeit. Das haben wir auch umgesetzt“, berichtet Projektleiterin Petra Frank. So besuchte die Mannschaft ein Heimspiel des HG-Drittliga-Teams und mit Feuereifer waren viele bei der Premiere des ersten Weihnachtssingens dabei, das die HG im Dezember 2024 veranstaltete. Im März präsentierten sich die Unified-Hyänen auf Einladung des TSV Oftersheim bei der Sportgala anlässlich des 130. Geburtstags.

Und im Mai nahmen sie als erste inklusive Mannschaft am HardtRun teil. „Das waren alles schöne Erfolgsmomente für die Unified-Sportler“, so Trainerin Madeleine Heidenreich. „Vor allem die positiven Momente und Reaktionen haben uns berührt. Es war bemerkenswert zu sehen, wie die Athleten und Athletinnen über sich hinauswuchsen und mit Spaß und Eifer bei den Veranstaltungen dabei waren. Das Lob der Zuschauer, wonach wir mit den Auftritten unserer motivierten Handicap-Mannschaft für ungeahnte Emotionen und Gänsehaut-Momente gesorgt haben, nahmen wir Coaches gern entgegen. Das bestärkt uns weiterzumachen“, erklärt sie.

So wird das Team auch in der nächsten Saison dieses Konzept fortführen. Die ersten Events sind dazu bereits in der Planung. Die Mannschaftsverantwortlichen arbeiten auch weiter am Sechs- Punkte-Programm CHANCE, das eigens für die Unified-Hyänen im Herbst 2024 ins Leben gerufen wurde. „Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung, auch neben dem Spielfeld, bewusst und wollen das Programm weiter mit Leben füllen. So bleiben wir unserer Linie im sozialen Bereich mit dem Gesamtprogramm „HG-Chancenplus“ (wir berichteten) treu und bauen es weiter Stück für Stück aus“, betont die Projektleiterin.

Verstärkung jederzeit willkommen

Die Unified-Hyänen werden ausschließlich durch ehrenamtlich engagierte Coaches betreut. Jeder ist mit höchster Einsatzbereitschaft dabei, um das Team voranzubringen. Das ist nach den ersten drei Jahren auch gelungen. Denn inzwischen sind ausnahmslos alle Spieler im Umgang mit dem Ball sicherer und trauen sich auch mehr im Trainingsalltag zu. „Die Mannschaft ist zu einer homogenen Gemeinschaft zusammengewachsen“, findet Coach Franz Rauchholz.

Die Unified-Mannschaft und das Team freuen sich weiterhin über Verstärkung durch spielfreudige Athleten und Athletinnen sowie ehrenamtliche Trainer. Innerhalb des Trainerteams setzen die Verantwortlichen auf flache Hierarchien. Wichtige Dinge wie Anfragen zu Veranstaltungen oder sonstige mannschafts- und zukunftsorientierte Themen werden grundsätzlich im Team besprochen. Das sorgt erfahrungsgemäß für ein positives Miteinander und ein erfolgreiches Teambuilding. Wen dieses beeindruckende Projekt der HG anspricht und wer den Spirit selbst miterleben möchte, meldet sich gerne unter: inklusion@hghandball.de

Die nächsten Trainingstermine sind von 10.00-12.00 Uhr in der Kreissporthalle Schwetzingen, Bruchhäuser Straße: 20.09., 11.10., 18.10., 08.11., 22.11.2025

Petra Frank

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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