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It’s Derbytime: „Wir glauben an unsere Fähigkeiten“

Youngster und Linksaußen Moritz Schulz hält im Derby vor prall gefüllter Halle alles für möglich

Seit dieser Saison berarbeitet Moritz Schulz in Nachfolge von Tim Schaller gemeinsam mit Max Barthelmeß die linke Außenbahn. Und auch beim Siebenmeterwefen haben sie sich schon abgewechselt. Jetzt am Samstag will der Student auf dem Weg zum Lehrer mit seinen Teamkollegen gegen die SG Leutershausen wieder alles in Waagschale werfen, um endlich die nächsten Punkte einzufahren. Dabei gibt er sich betont optimistisch.

Der 19-Jährige und frühere Fußballer hat in seiner an sich kurzen und noch jungen Handball-Laufbahn schon einige Stationenhin sich gebracht. Dies war keine wilde Wechselei sondern geschah immer in dem zielstrebigen Bemühen, sich in dieser Sportart fortzuentwickeln. Als seinen größten Erfolg sieht er bislang den Einzug ins DHB-Pokal Final Four der männlichen A-Jugend mit der HG in diesem Frühsommer an. Der nächste sollte wenn möglich der Derbysieg über die SG Leutershausen sein.

Wie kam es zu den ersten Schritten im Handball?

Moritz Schulz: Zum Handball bin ich vor allem durch meine Mutter gekommen, die selbst lange aktiv Handball gespielt hat, wobei ich parallel auch zehn Jahre im Vereinsfußball tätig war. Die erste Hallenluft durfte ich von den Minis bis zur D-Jugend beim TSV Birkenau schnuppern.

Wie verlief die weitere Entwicklung?

Schulz: Aufgrund einer Auflösung der Mannschaft in Birkenau folgte ein Abstecher zur HSG Weschnitztal. In der C-Jugend wechselte ich dann zur HSG Weinheim/Oberflockenbach, um den Sport etwas leistungsbezogener auszuführen, was auch der Grund für den folgenden Wechsel zur TSG Friesenheim Anfang der B-Jugend war. Ab diesem Moment hörte ich auf Fußball zu spielen und konzentrierte mich nur auf den Handball. Wegen der Perspektive, die mir bei der HG geboten wurde, Jugend-Bundesliga zu spielen und mich bestmöglichst auf den Herrenbereich vorzubereiten, folgte im zweiten Jahr der A-Jugend der Wechsel zu Oftersheim/Schwetzingen.

Wie war der Sprung in die Männer- und gleichzeitig Drittliga-Welt?

Schulz: Die Unterschiede zur A-Jugend waren natürlich enorm. Das Tempo und die Härte im Spiel sind eine ganz andere Nummer. Allerdings glaube ich, dass ich diesen Übergang gut gemeistert habe und mich im Spiel immer besser zurecht finde. Da haben mir vor allem immer wieder auch meine Mitspieler geholfen, die mir von Anfang an großes Vertrauen entgegengebracht haben.

Wie ist die Sicht der Spieler auf den bisherigen Saisonverlauf?

Schulz: Tabellarisch haben wir uns das natürlich mit dem 13. Platz nach neun Spieltagen anders vorgestellt, allerdings sehen wir seit Spieltag 4 stetige Fortschritte in unserem Spiel. Nur müssen wir diese auch endlich in Ergebnisse und vor allem Punkte ummünzen. Da fehlt uns vielleicht noch die letzte Kaltschnäuzigkeit und Ruhe zum Ende des Spiels und vor allem konstant über 60 Minuten hinweg.

Wie ist das Klima aktuell in der Mannschaft?

Schulz: Die Stimmung im Team ist weiterhin gut, da wir weiter an unsere Fähigkeiten auf dem Handballfeld glauben. Daher kann ich mich in dieser Hinsicht überhaupt nicht beschweren.

Wie stellt sich die Rolle als Youngster abseits des Spielgeschehens dar?

Schulz: Klar bekommt man als junger, neuer Spieler in einer Mannschaft erstmal sehr viele Aufgaben, auch außerhalb des Feldes zugeteilt, die man natürlich vor allem am Anfang sehr gewissenhaft ausführen möchte. Allerdings komme ich damit sehr gut klar und kann mich keineswegs beschweren.

Sind die Einsätze in der HG II dann eine „Degradierung“?

Schulz: Nein, überhaupt nicht. Die sehe ich auf jeden Fall als Förderung an, da ich dort weitere Spielpraxis sammeln und mich immer weiterentwickeln kann.

Und der Ausblick auf das Derby mit der SGL?

Schulz: Die SGL geht tabellarisch gesehen als klarer Favorit in diese Partie, allerdings hat man in den vergangenen Jahren immer wieder gesehen, dass wir die SGL auch schlagen können. Dafür brauchen wir allerdings wieder eine prall gefüllte Nordstadthalle, die wie immer voll hinter uns steht und dann ist in so einem Derby alles möglich!

Deshalb eine Aufforderung an die Zuschauer?

Schulz: IT ́S DERBYTIME!!!

HG Oftersheim/Schwetzingen – SG Leutershausen (Samstag, 19.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

Bild: Lutz Rüffer

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13. Dezember 2025

HG-Partner gewinnt den „Oscar der Nachhaltigkeit“

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Torsten von Borstel und „Green Guides“ überzeugen die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises.

Es war beim 5. Kamingespräch der HG-Handballer im Jahre 2022, als Torsten von Borstel, damals Geschäftsführer des Vereins „United Against Waste“, seine Konzepte gegen Lebensmittelverschwendung und für mehr Klimaschutz vorstellte. Für seinen leidenschaftlichen und visionären Vortrag erhielt der HG-Partner, der in Plankstadt lebt, schon damals großen Applaus.

Jetzt wurde von Borstel (auf dem Bild oben gemeinsam mit seiner Frau Petra, die Teil des Teams ist) mit seinem Unternehmen „Green Guides“, das die Ideen von damals weiterentwickelt hat, mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Unternehmenskategorie „Prüfung und Beratung“ ausgezeichnet. Von Borstel und sein Team haben Europas größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement für ihre „Rolle als Impulsgeber einer datengetriebenen und ressourcenschonenden Ernährungswirtschaft“ erhalten, wie es in der Jury-Begründung heißt. Green Guides stehe für „die besondere Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Foodsektor“. Die Kombination aus Datenerhebung und Analyse ermögliche es, Prozesse in Großküchen und bei Caterern effizienter zu gestalten und Lebensmittelabfälle deutlich zu reduzieren.

Torsten von Borstel erläutert seine Vision einer klimagerechten Ernährungswirtschaft.

„Für uns bedeutet das nicht nur Anerkennung, sondern ein klares Signal: Nachhaltigkeit gehört ins Zentrum wirtschaftlichen Handelns“, sagt Torsten von Borstel. „Die Herausforderungen unserer Zeit – Klimawandel, Ressourcenknappheit, soziale Verantwortung – sind keine Nebenschauplätze. Sie sind die Grundlage für Zukunftsfähigkeit. Wer heute wirtschaftlich denkt, muss nachhaltig handeln. Denn echte Wirtschaftlichkeit entsteht dort, wo wir langfristig Werte sichern: für Unternehmen, für Menschen, für unseren Planeten.“

Von Borstel, der gemeinsam mit seiner Frau Petra häufig bei den Drittliga-Spielen der HG zu sehen ist, engagiert sich ehrenamtlich im „HG-Greenteam“. Diese kleine Gruppe von HGlern überdenkt regelmäßig, wie die HG nachhaltiger werden und handeln kann. So sind aus der Gruppe heraus zahlreiche Impulse für eine Verringerung der Abfallmengen an den Spieltagen, für weniger Papierverbrauch, für den Verzicht auf Einweggeschirr und Plastik gegeben worden. Auch soziale Initiativen, etwa ein Konzept zum Schutz der Kinder und Jugendlichen in der HG vor Diskriminierung und Gewalt, sind hier entstanden. Letztlich basiert das Zukunftskonzept „HGenda 2030“ auf vielen Ideen dieser Gruppe von Gleichgesinnten.

Die HG gratuliert Torsten von Borstel und seinem gesamten Team deshalb herzlich zum verdienten Gewinn des „Oscars der Nachhaltigkeit“.

Weitere Infos über Green Guides: www.green-guides.de

Foto: Christian Köster

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