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Laden... HG Oftersheim/Schwetzingen

In der Nordstadthalle rieselt leise der Schnee

Bei der zweiten Auflage des Weihnachtssingens stimmen sich HG und Sängerbund aufs Fest ein.

Grund zum Feiern gab es für die HG Oftersheim/Schwetzingen am Samstagabend in der Nordstadthalle gleich doppelt: Zur vorweihnachtlichen Stimmung gesellte sich ein glücklicher Drittliga-Sieg der HG-Herren gegen die SG Köndringen/Teningen. Doch statt nach dem Schlusspfiff direkt auseinanderzugehen, blieb das Publikum auf den Rängen – und wurde Teil eines besonderen Abends.

Nach dem Spiel betraten Sängerinnen und Sänger des Sängerbundes Schwetzingen das Spielfeld und luden gemeinsam mit den Zuschauern zum Weihnachtssingen ein. Begleitet am Keyboard von Torsten Hämmerle und Pfarrer Steffen Groß, erklangen bekannte Melodien. Groß verriet augenzwinkernd, dass er in jungen Jahren selbst Handball gespielt habe – bis ein Fingerbruch ihn endgültig zur Musik führte. Moderiert wurde der Abend von HG-Vorstandsmitglied Michael Zipf und Sängerbund-Vorsitzendem Hans-Peter Alter.

Bewusst traditionelle Weihnachtslieder

„Wir haben uns bewusst für traditionelle Weihnachtslieder entschieden“, erklärte Alter. „Die Mainstream-Songs hört man schließlich gefühlt schon seit Oktober.“ Die Liedtexte wurden auf die große LED-Wand projiziert, sodass alle mitsingen konnten. Auf dem Programm standen Klassiker wie „Leise rieselt der Schnee“, „O Tannenbaum“ oder „Kling, Glöckchen“. Bei „In der Weihnachtsbäckerei“ durften die Kinder nach vorne kommen und kräftig mitsingen. Zwischendurch fragten Alter und Zipf einzelne Besucher, wie sie Weihnachten verbringen und was es zu essen gibt – was für heitere Momente sorgte.

Ein weiterer Höhepunkt war die Versteigerung eines signierten Trikots von Handball-Star Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), gespendet von Monika Helmling. „Amerikanisch“ nannte Zipf die Auktion, da die Gebote in Fünf-Euro-Schritten direkt eingesammelt wurden. Den Zuschlag erhielt Busunternehmer Stefan Mayer für 120 Euro. Der Erlös geht je zur Hälfte an die Jugendarbeit des Sängerbundes und der HG.

Bausteine eines engagierten Vereinslebens

„Ein volles, aber tolles Wochenende“, bilanzierte Jens Rückert, TV-Vorstand für Integration und Inklusion. Neben Turnier, Weihnachtsmarktstand und integrativem „Open Sporty Sunday“ war das Weihnachtssingen ein weiterer Baustein eines engagierten Vereinslebens. Nach Angaben der Veranstalter war das zweite Weihnachtssingen sogar besser besucht als die Premiere im Vorjahr.

Auf die Frage, wie Handball und Singen zusammenpassen, meinte HG-Spieler Emanuel Novo nach kurzem Überlegen schmunzelnd: „Beides sind Performances.“ TV-Vorsitzender und Rock/Pop-Musiker Athi Sananikone freute sich über die Verbindung von Sport und Kultur in Schwetzingen – und lieh dem Pfarrer kurzerhand seine bunte Jacke.

Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Das HG-Perspektivteam grillte Würstchen und Steaks vor der Halle, im Foyer gab es Getränke. Eltern des Martin-Luther-Kindergartens Oftersheim verkauften selbstgebackene Plätzchen und Crêpes zugunsten einer neuen Garderobe für den Kindergarten. Mit dabei war auch HG-Trikotsponsor Baronero mit leckeren Kaffee-Spezialitäten. Die Kaffeefans spendeten eifrig für die HG-Jugendkasse.

Zum Schluss ließ man sich doch noch zu einem weihnachtlichen Mainstream-Song hinreißen: „Last Christmas“. Auch die beiden aus Amerika eingewanderten Neu-Schwetzinger Sabine und Mikko Huth sollten sich heimisch fühlen – zumal sie sich vor kurzem der Chorgemeinschaft angeschlossen hatten. In diesem Sinne: „Merry Christmas!“

Rita Weis/Schwetzinger Zeitung

Fotos: S. Brombach

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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