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Laden... HG Oftersheim/Schwetzingen

HG wehrt sich tapfer

Regionalliga Frauen: Tabellenführer FA Göppingen II nimmt mit viel Dynamik beide Zähler mit. Klassenerhalt scheint sicher.

Eine 23:38 (9:18)-Niederlage klingt heftig, war dennoch durchaus hinnehmbar. Es hätte für die Regionalliga-Handballerinnen der HG Oftersheim/Schwetzingen drastischer, aber mit viel Glück auch knapper ausgehen können in dem Vergleich mit Spitzenreiter FA Göppingen II, dem die Teilnahme zur Ausscheidung um den Drittliga-Aufstieg nun nicht mehr zu nehmen ist.

Nicht nur HG-Coach Carsten Sender hatte erkannt und eingestanden: „Heute war es einfach ein Qualitätsunterschied, der auch über Einsatz und Struktur von unserer Seite nicht kompensierbar war. It‘s a players game.“ Er nahm es relativ gelassen hin, seine Spielerinnen ebenfalls. Sie konzentrieren sich auf ihre letzten drei Begegnungen ab Samstag und teilweise sogar schon auf die nächste Runde.

Denn nach einer genaueren Betrachtung scheint festzustehen, dass die HG nicht mehr absteigen kann. Der ausgerufene eine noch fehlende Punkt dürfte hinfällig sein. Drei Teams müssten sie (vorbehaltlich einer äußerst unwahrscheinlichen Drittligasituation) im Tableau überholen. Diese drei (Schwaikheim, Leinfelden/Echterdingen, Neckarsulm II) spielen zwar nicht mehr gegen einander, aber Punktverluste dürften bei ihren anstehenden Gegnern teilweise trotzdem fällig sein. Die SF Schwaikheim auf dem obersten Abstiegsrang könnten theoretisch Oftersheim/Schwetzingen zwar noch einholen. Aber die Kurpfälzerinnen haben den direkten Vergleich schon gewonnen. Sender bilanzierte: „Trotz dieser Niederlage sind unsere 18 Punkte zum jetzigen Zeitpunkt ein klasse Ergebnis!“

Vom Start weg sah sich das Heimteam jugendlicher Frische und Unbekümmertheit, einer unglaublichen Dynamik von hoher Geschwindigkeit mit dem Hintergrund einer soliden individuellen und taktischen Ausbildung konfrontiert. Nur Treffsicherheit war ein Manko – auf beiden Seiten. Deshalb gelang der HG bei einer gewählten 5:1-Deckungsformation mit Line Patzschke auf der Spitze im torarmen Auftakt sogar zweifach die Führung. Auch die Gastgeberinnen haben ja schließlich in Sachen Qualität einiges zu bieten, allerdings nicht in dieser Dichte und Intensität.

Oft auffällig setzten sich die HG-Torfrauen Kalliopi Myrianidou und Stella Giehl in Szene, die besonders bei freien Bällen brillierten. Auf der anderen Seite war aber das FAG-Duo Barbara Fürst und Sophia Bauer aufgrund einer besseren Deckungsleistung hinter einer 3:2:1-Formation im Vorteil.

Wurfentscheidungen und -qualität stellten infolge das unterschiedsbildende Attribut dar. Dem schwäbischen Sturmlauf hatten die Kurpfälzerinnen nicht immer etwas entgegenzusetzen, während aus ihren 30 Angriffsversuchen bis zur Pause zu wenig Treffer resultierten. „Leider haben wir zu viele Fahrkarten geschossen, um das Ergebnis in vernünftige Bahnen zu lenken“, bedauerte auch ihr Coach. Bei den Favoritinnen traten nicht unerwartet Anna Ehmann (9) und Sophia Mohr (8) als stärkste Torschützinnen hervor.

Die Heimischen wehrten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten tapfer, hatten auch einige Balleroberungen zu verzeichnen, doch die Ausbeute vorne blieb mager. Auf jeden Treffer der HG kamen im Schnitt zwei von FAG bis zur 40. Minute (13:26). Dann verbesserte sich die Quote etwas. An Rückstand und Spielausgang war jedoch nicht mehr zu rütteln. Erfrischend zwischendurch immer wieder die A-Jugendliche Sarah Hielbig, die mit ihrer forschen Art Akzente zu setzen vermag, manchmal im Eifer auch über das Ziel hinausschießt und wirft. Aber sie ist noch in der Lernphase; Fehler werden ihr verziehen.

HG: Myrianidou, Giehl; Sender (5), Racky, Bertele (4/1), Li. Magnus (4), Ernst, Le. Magnus (1), Jung (2), Patzschke (2), Hielbig (4), Föllinger (1).

mj, Fotos: Siegfried Brombach

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