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HG-Familie rockt ein langes Turnierwochenende

Beim Patrick-Lengler- und Karlheinz-Urschel-Cup sind über 100 Helfer im Einsatz.

HG-Jugendvorstand Markus Barthelmeß (hinten, 2. von links) im Gespräch mit seinen Vorstandskollegen.

Es sollte das „Handball-Highlight des Sommers“ werden. „Und ich denke, wir haben geliefert und das Wochenende gerockt“, so der Jugendvorstand der HG Oftersheim/Schwetzingen, Markus Barthelmeß, als er gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen drei anstrengende, aber sehr erfolgreiche Handballtage Revue passieren ließ. Beim Patrick-Lengler-Cup, den die HG seit 2012 im Gedenken an ihren 2011 verstorbenen Handballfreund veranstaltet, waren mit den Rhein-Neckar-Löwen und Frisch Auf! Göppingen erstmals zwei Erstligisten am Start. Und die sorgten gemeinsam mit dem traditionsreichen Zweitligisten TV Großwallstadt und dem eigenen Drittliga-Team zwei Tage lang für eine pickepacke volle Nordstadthalle. Mit dabei waren auch die Vertreter der drei treuen Hauptsponsoren des PLC, der Stadtwerke Schwetzingen, von Küchen-Kall aus Oftersheim und von der Kaffeemarke Baronero, die alle drei auch das Trikot der HG-Teams zieren.

Vor allem die Fans der Rhein-Neckar-Löwen nutzten die Gelegenheit, ihr Team mit neuem Trainer und acht teilweise erst kürzlich verpflichteten Neuzugängen erstmals live zu sehen. So herrschte am Freitag bei den Halbfinals und am Samstag beim Endspiel der Löwen gegen das vom Schwetzinger Lehrer am Wirtschaftsgymnasium, Ben Matschke, trainierte Frisch-Auf-Team Gänsehautstimmung auf den Rängen. Und viel Spannung gab´s obendrauf, als sich die Löwen erst ganz zum Schluss mit 27:26 durchsetzen konnten.

HG-Fan und Sponsor René Kolb (links) sorgte dafür, dass dem Patrick-Lengler-Cup nie “der Saft” ausging. HG-Trainer Christoph Lahme (Mitte) und Max Mäder waren sehr dankbar für die Unterstützung.
Großer Andrang an der Grillstation.

So manche Nervenprobe mussten auch das Organisationsteam und die mehr als 100 Helferinnen und Helfer, darunter viele Eltern und alle Herren- und Damenmannschaften der HG, meistern: Würden nach dem großen Ansturm auf die Schwetzinger Buchhandlung Kieser, die den Vorverkauf übernahm, die Restkarten an der von Tanja Müller und Herbert Niggemeier wie immer souverän betreuten Tageskasse reichen, um allen Fans die Chance auf Bundesliga-Handball zu geben? Oder: Als die Sicherung des Bierwagens (und später nach einem Wolkenbruch auch die an der Verpflegungsstation) ausfiel, herrschte kurzzeitig hektische Betriebsamkeit. Doch HG-Sponsor René Kolb von der Firma Elektro-Münch aus Ketsch war als Fan in der Halle und löste das Problem im Handumdrehen. Und als schon bald der erste große Topf Currywurst leer war, machte sich David Schuhmacher von der Metzgerei Gieße auf den Weg zurück an den Herd und sorgte innerhalb kurzer Zeit für Nachschub. Bange Momente auch hier: Würde das von zwei weiteren HG-Partnern gelieferte Abendessen reichen, um den großen Hunger der Bundesligaspieler nach deren Partien zu stillen? Ulrike Arda, die sich in der angrenzenden Nordstadt-Grundschule aufopferungsvoll um die Jungs und ihre Entourage kümmerte, konnte zufrieden mitansehen, wie alle satt wurden. Die Löwen um ihren Trainer Maik Machulla bedankten sich bei ihr sogar mit einem persönlichen Erinnerungsfoto für ihren Einsatz.

Auch die Gäste aus Göppingen waren voll des Lobes für die Organisatoren und übermittelten via Instagram: „Schade! Wir verlieren leider knapp mit 26:27 im Finale des Lengler-Cups gegen die Löwen. Vielen Dank für die Einladung und die tolle Orga, HG!“

Uwe Gensheimer (links) mit Moderator Simon Förch im “Hyänen-Studio”.

Zum Organisationsteam gehörten auch Christian Krumm, Robert Lux, Nicholas Mergenthaler und Yannick Zipf, die sich um die Technik in der Nordstadthalle kümmerten und mit einer Premiere aufwarteten: Im Foyer richteten sie erstmals das „HG-Hyänen-Studio“ ein, in dem Moderator Simon Förch während der Spielpausen die Trainer der Teams sowie den Sportlichen Leiter der Rhein-Neckar-Löwen, Uwe Gensheimer, interviewte. Die Gespräche wurden live auf die LED-Wand in der Halle übertragen, und wer nicht vor Ort war, konnte die Interviews und die Spiele per Stream zuhause am Rechner verfolgen.

So kann man in den Tag starten: Die jungen Handballer freuten sich über das leckere Frühstück vom Hotel Hilton Garden Inn.

Und weil für die HG-Verantwortlichen ein einziges Turnier eine zu kleine Herausforderung war, luden sie rund um den Patrick-Lengler-Cup noch einige der besten Jugendteams aus Süddeutschland zum ersten Karlheinz-Urschel-Cup ein. Das Jugendturnier soll auch in Zukunft an die Handball-Ikone und den Mitinitiator der HG erinnern. Die D-, C- und B-Jugendmannschaften etwa aus München-Allach, Konstanz, Niederroden, Würzburg und Pfungstadt sowie von den „Nachbarn“ der Rhein-Neckar-Löwen, Pforzheim/Eutingen und Saase3Leutershausen zeigten tollen Jugendhandball. Und weil sie teilweise von weit herkamen, mussten sie hier übernachten, worum sich neben Ulrike Arda auch Nadine Schmitt und Svenja De Marco mit einigen Eltern kümmerten. „Hier geht der Dank an die Schulleitungen, an die Kommunen und die Hausmeister, die uns toll unterstützt haben“, so die HG-Geschäftsstellenleiterin Schmitt. Unterstützung gab es auch hier von einem HG-Partner: Die Diringer-&-Scheidel-Unternehmensgruppe betreibt mit der Ariva Hotel GmbH unter anderem auch das Hilton Garden Inn in Mannheim. Und von dort kam das super umfangreiche und leckere Frühstück, dass die jungen Handballer und ihre Trainer und Betreuer an zwei Tagen genießen durften.

Als am Montag dann die letzten Aufräumarbeiten erledigt waren, konnte das siebenköpfige Orga-Kernteam erstmals durchschnaufen. Und sich freuen: Uwe Gensheimer ließ den engagierten HGlern am Morgen diese Nachricht zukommen: „Vielen Dank im Namen der Rhein-Neckar Löwen an das gesamte Team der HG für die hervorragende Organisation des Patrick-Lengler-Cups. Ich weiß, was für ein Aufwand an ehrenamtlicher Arbeit dahintersteckt. Hut ab! Es hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht und es waren zwei sehr gute erste Testspiele für uns mit einer neu formierten Mannschaft!“

Fotos: Frank Weingärtner, privat

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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