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HG bringt Konstanz ins Wanken

3. Liga: Stark ersatzgeschwächt trotzt die HG lange dem Favoriten, muss sich am Ende aber mit 22:27 geschlagen geben.

Am Ende unterlag die HG Oftersheim/Schwetzingen der aufstiegswilligen HSG Konstanz in einer sehr abwechslungsreichen Drittligapartie mit 22:27 (8:16). Was zunächst nach einer richtigen Klatsche aussah, stand auf einmal auf der Kippe und war am Ende dann doch wieder deutlich – vielleicht zu deutlich.

Doch HG-Trainer Christoph Lahme war von den Tagen davor „bedient auf ganzer Linie“, wie er später eingestand. „Wir konnten uns nicht gescheit vorbereiten“, denn im Training brach ihm ein Leistungsträger nach dem anderen weg. So fehlten für diesen Einsatz die erfahrenen Florian Burmeister, Yannick Muth und Emanuel Novo, neben den langzeitverletzten Akteuren. So habe manches in der für dieses Match gewählten Formation nicht auf Anhieb funktioniert.

Dabei hatte er sich einiges ausgedacht, begann mit sieben Feldspielern und dabei vier Mann im Rückraum. Der halbrechte Leon Haase war mit seinen 23 Jahren dabei der Älteste. Der Gast war davon durchaus ein wenig überrascht und Kreisläufer Marc Kern setzte auch gleich den ersten Treffer, musste aber schon eine Minute später vom Platz, weil er Konstanz‘ Keeper Konstantin Poltrum am Kopf getroffen hatte. Dabei war er eigentlich mindestens siebenmeterreif zu Fall gebracht worden. Ähnliches wiederholte sich kurz vor Spielende, was dem Kapitän seine dritte Zeitstrafe einbrachte. Zu allem Überfluss verletzte sich früh Edward Hammarberg und musste lange aussetzen, erlebte auch das Spielende nicht mehr auf der Platte, sondern unter Behandlung von Physio Robert Knochel.

Trotz aller Einschränkungen lief das Geschehen gar nicht so einseitig ab, es gab nur (erneut) ein Manko, die Angriffseffizienz. „Konstanz stand besser auf den Lücken, die wir attackierten, als gehofft“, musste Lahme einräumen. Und: „Zu häufig sind wir mit einfachen Würfen gescheitert.“ Außerdem wurde jede positive Aktion der HG mit einem schnellen Gegentreffer beantwortet. So war beim 3:9 (14.) eine erste Unterbrechung angesagt. Der nächste Abschnitt endete dann mit einem erfreulichen 2:2, bevor HSG-Trainer Vitor Baricelli zur Grünen Karte griff (5:11/22.)

Kurz vor der Pause wurde das Angriffssystem ohne Torwart auf HG-Seite dann aufgegeben. Nicht dass hinten zu viele Bälle in den leeren Kasten gerauscht wären, aber es brachte vorne einfach nicht genug ein. Der Tiefpunkt war beim 9:19 (37.) erreicht, Lahme schickte ein paar neue Kräfte mit neuen Ideen ins Rennen. Es lief erst ein wenig besser (13:22/42.), dann sogar optimal. Das Team hatte sich jetzt gefunden, „unser Motor fing an zu laufen“, freute sich der Coach. Die Kurpfälzer verkürzten Tor um Tor, es ging ein Ruck durch die Mannschaft und die gesamte Halle, die nach 7:0-Lauf beim 20:22 (49.) Kopf stand.

Baricelli ermahnte seine Leute, „sie machten den Fehler zu denken, das Spiel sei vorbei, haben ohne Intensität gespielt, das hat mich genervt“. Doch auch nach seiner Auszeit blieb der Bodenseeanrainer zunächst weiter torlos, insgesamt 13 Minuten lang. Und so ganz wollte der HSG-Coach da der HG eine Chance, die Partie zu kippen, auch nicht einräumen. Ja, sie hätten sich wohl etwas  sicher gefühlt, aber er und seine Männer wären schon  in der Lage gewesen, da nachzusteuern, ließ er seine Sicht durchblicken.

Etwas anders sahen dies Lahme und das nun frenetisch angestachelte heimische Publikum. Gestützt auf einen starken Frederik Fauerbach im Kasten hatte die HG drei weitere gute Chancen  und den Gast am Kanthaken, zog die Beute aber nicht ein. „Da haben wir zwei Freie liegengelassen, statt anzuschließen oder gar auszugleichen“, haderte der HG-Chef.

Konstanz schwamm sich wieder etwas frei. Und die Differenz beim Endresultat war dann eher nebensächlich, da jetzt auf volles Risiko gegangen wurde, was sich nicht ganz auszahlte. So schnupperte das überwiegend jugendliche Team nur an der Sensation, kämpfte teilweise mit stumpfen Waffen und vielleicht auch etwas fehlender Erfahrung. Dabei attestierte Lahme seiner Mannschaft, dass sie im Abwehrbereich nicht schlecht aufgestellt gewesen sei.

HG: Berghoffer, Fauerbach; Barthelmeß (2/1), Antritter (5), Kern (4), D. Huljak, Nauß, Durak (2/2), Zimprich (2), Hammarberg (5), Haase, von Albedyll (1), Hell (1), Ferger.

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7. Mai 2026

Starke Mannschaftsleistung

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Starke Mannschaftsleistung

Jugendhandball: Überzeugender Auftakt der D-Jugend bei der Quali zur Bezirksoberliga.

Am vergangenen Sonntag setzte die D1 der HG Oftersheim/Schwetzingen im ersten Qualifikationsturnier ein deutliches Ausrufezeichen für die kommende Saison: mit vier überzeugenden Siegen und einer Tordifferenz, bei der für jeden Gegentreffer zwei eigene Tore stehen.

Der Auftakt gegen den Gastgeber, die JSG Heidelberg, begann mit einem 4:0-Lauf der HG – doch der Gegner kämpfte sich zurück. Dennoch blieb die HG stets überlegen und verwaltete das Spiel souverän. Das verdiente 17:13 spiegelte die klare Dominanz wider. Besonders Sebastian Stab glänzte mit fünf Toren und zeigte einmal mehr seine Torgefährlichkeit.

Im zweiten Spiel gegen den TV Sinsheim starteten die Junghyänen etwas holprig und lagen kurzzeitig mit 3:4 zurück. Doch dann folgte ein furioser 7:0-Lauf, der den Gegner komplett aus dem Spiel nahm. Am Ende stand ein deutlicher 27:17-Sieg. Hier brillierten Milan Schneider (6 Tore) sowie Simon Pöltl und Lars Rehberger (jeweils 5 Tore)– ein torgefährliches Trio, das den Unterschied machte.

Die dritte Partie gegen Saase3 Leutershausen Handball 2 entwickelte sich zu einer einseitigen Angelegenheit. Die HG setzte sich mit einem 5:0-Start sofort ab und baute ihre Führung bis zum 11:1 aus. Das 36:9 unterstrich die klare Überlegenheit der Mannschaft. Nils Piekenbrock überzeugte mit acht Toren.

Im letzten Spiel gegen die TSG Wiesloch starteten die Junghyänen mit einem kurzen 1:0-Rückstand, doch schon bald übernahmen sie die Kontrolle. Mit einem 5:10 bis zur 6. Minute und einem 14:26 am Ende zeigte die HG einmal mehr ihre klare Spielstärke. Jonathan Weis bewies mit sieben Toren seine Torgefährlichkeit im Angriff.

Ein Tag voller Erfolge – und was ihn besonders machte: Jeder Feldspieler konnte Torerfolge feiern und unterstrich damit die starke Mannschaftsleistung, den spielerischen Zusammenhalt und die Tiefenstaffelung der HG. Die TorhüterInnen Charlotte Wirth und Florian Schauer ergänzten sich perfekt und sorgten für Stabilität im Kasten. Die Torgefährlichkeit der Mannschaft war beeindruckend: Mehr als 100 Tore in vier Spielen sprechen für sich.

Mit der Qualifikation im ersten Durchgang hat die mD1 der HG Oftersheim/Schwetzingen überzeugt. Die Mannschaft zeigte Kampfgeist, Spielintelligenz und eine beeindruckende Konstanz. Die Bezirksoberliga kann sich auf eine spannende und dynamische Saison freuen – denn diese Mannschaft hat viel vor.

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