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HG-A1 rehabilitiert sich gegen deutschen Vizemeister

Eigentlich ohne jegliche Hoffnung auf einen Punktgewinn, ohne vernünftige Erfolgsaussicht bei den bisherigen eigenen Vorleistungen, schafften die A-Jugend-Handballer der HG Oftersheimer/Schwetzingen die Riesenüberraschung: Sie siegten bei den Rhein-Neckar-Löwen, dem amtieren deutschen Vizemeister.

Es war nur hauchdünn und eine fast weggeworfener Sieg, der dann aber doch mit 29:28 (15:14) an die Gäste der SG Kronau/Östringen ging. Einen 28:25-Vorteil hatten sie verspielt, doch am Ende sorgte ein verwandelter Siebenmeter von Till Nasgowitz für fast nicht enden wollenden Jubel. 

Der Zweite der deutschen Jugendmeisterschaften, der torgleich gegen die SG Flensburg /Handewitt (mehr Auswärtstreffer) das Nachsehen hatte, kam im gesamten Spiel nicht recht zur Entfaltung. Zu vehement behinderte ihn sein Gast in seinen Möglichkeiten. Zu aufmerksam war an diesem Tag die HG-Deckung mit ihrem Torhüter Philipp Grab, zu effektiv dieses Mal in fast allen Phasen der Oftersheim/Schwetzinger Angriff, in dem die „älteren“ Akteure die Hauptlast trugen. Attribute, die in den verangegangenen verlorenen Partien zeitweilig schmerzlich vermisst wurden. Das Trio Leon Haase, Fynn Thüre und Till Nasgowitz sorgten für fast 75 Prozent aller HG-Tore.

Selbst Rückschläge entwickelten sich im Gegensatz zu den letzten Wochen nicht zu unerwünschten Selbstläufern.  Als nach dem 4:4 der vermeintliche haushohe Favorit, bei dem die vormaligen HG-Keeper Timo Röhling und Luca Berghoffer den Kasten hüteten, auf 7:4 (13.) und 9:5 (16.) stellte, konterte Oftersheim/Schwetzingen binnen einiger Zeigerumdrehungen, was von den RNL mit einer Auszeit bedacht wurde (9:8/19.). Doch ihr Gast holte sich die Führung, baute sie auf 22:17 (43.) aus. Aber nach dem 25:28  schienen sich die Jungs um das Trainergespann Christoph Lahme und Justin Hahne in den finalen drei Spielminuten um ihren Erfolg bringen zu wollen. Die Kronau/Östringer glichen wie eingangs erwähnt aus. Dann nahm Christoph Lahme 40 Sekunden vor Schluss die Auszeit. Das Trainerteam beschloss den Torhüter rauszunehmen, um dem sechsten Feldspieler zu bringen, Thüre sich im Angriff vorher eine Zeitstrafe abgeholt hatte. Der Mut wurde durch eine beherzte Einzelaktion von Haase belohnt, der eine Hinausstellung und einen Siebenmeter rausholte. Diesen wuchtete Nasgowitz nervenstark ins Netz.

Lahme war unglaublich stolz auf seine Männer: „Das war nach der blamablen Vorstellung letzten Sonntag die bestmögliche Reaktion, die die Mannschaft zeigen konnte.“ Hahne ergänzte noch: „Die Jungs haben sich endlich für ihre harte Arbeit belohnt. Vielleicht haben wir die hohe Niederlage gegen Bittenfeld gebraucht, um sie aufzuwecken. Jetzt sind wir in der Saison angekommen.“

HG: Grab; Antritter, Beisel, Polifka (3), Baro, Merkel (2), Kern (1), Zimprich, Trunk, Haase (8/3), Nasgowitz (7/1), Thüre (6), Fertig (2).

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Bild: Thomas Grab

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18. März 2026

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3. Liga: Edward Hammarberg verlängert seinen Vertrag.

Die HG Oftersheim/Schwetzingen hat den nächsten wichtigen Pfeiler im Mannschaftskader stehen: Edward Hammarberg hat seinen Vertrag bei der HG um mindestens eine weitere Saison verlängert. „Wir freuen uns, dass Eddy der HG unabhängig von der Liga in der nächsten Runde treu bleibt“, sagt der Sportliche Leiter Freddy Fehrenbach.

Hammarberg kam 2022 als eines der größten finnischen Handballtalente von der SG Flensburg-Handewitt zur HG und hat sich hier zum Leistungsträger in der Mannschaft entwickelt. Gebremst wurde er in seiner Entwicklung nur immer wieder von kleinen und größeren Verletzungen. Aber derzeit ist er fit und mehr als eine Entlastung für HG-Torjäger Florian Burmeister im linken Rückraum. In den kommenden Wochen wird er den längerfristig verletzten Burmeister allerdings ganz ersetzen müssen.

„Ich fühle mich hier sportlich und menschlich sehr wohl“, sagt Hammarberg. „Ich habe das Gefühl, dass ich hier den nächsten Schritt in meiner Entwicklung machen kann.“

An der HG schätzt der 24-Jährige „vor allem den starken Zusammenhalt im Team und das familiäre Umfeld. Die Unterstützung der Fans und des gesamten Umfelds gibt einem als Spieler enorm viel zurück“, sagt er.

Der Student der Elektrotechnik hat sich zum Ziel gesetzt, sich „sowohl technisch als auch mental“ weiterzuentwickeln „und der Mannschaft bestmöglich zu helfen“.

Foto: S. Brombach

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