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Endspurt und überragende Torwartleistung sichern die ersten zwei Punkte

Beim Auswärtsspiel in Hemsbach gegen die bisher punktlose ASG Birkenau/Hemsbach/Laudenbach gelang es der männlichen A2-Jugend der HG in der Badenliga erneut einen deutlichen Rückstand aufzuholen und letztlich den ersten doppelten Punktgewinn nach Schwetzingen und Oftersheim zu holen (24:26/Halbzeitstand:13:13).

Würde man behaupten, das Trainer-Gespann Carsten Menz und Alexander Bender hätte nicht bereits im Vorfeld die leise Hoffnungen gehegt, die beiden Punkte aus Hemsbach zu entführen, wäre das gelogen. Doch dass sich die HG so schwer gegen die Gastgeber tun würde, war nach den vorangegangenen guten Partien gegen stärkere Gegner so nicht zu erwarten gewesen. Die ASG trat mit nur einem Auswechselspieler an, daher war die klare Ansage der HG-Trainer ans Team: „Das Spiel schnell machen.“ Das gelang allerdings viel zu selten. Einer der häufigsten Fehler in einer solchen Situation, wenn man selbst die Bank voll hat, man passt sich dem Gegner an, statt selbst das Tempo vorzugeben. So gesagt, so geschehen. Die ASG kämpfte beherzt von Anfang an, spielte taktisch klug und nutzte unter anderem immer wieder das schlechte Rückzugsverhalten der Gäste aus.

Es waren aber vor allem erneut die technischen Fehler im Angriff, mit denen sich die HG das Leben selbst schwer machte. Die Abwehr verhielt sich ebenso oft zu passiv, und lies sich ein ums andere Mal im Eins-gegen-Eins auswackeln. Trotzdem gelang es den Jungs aus Oftersheim und Schwetzingen im Verlauf der ersten Halbzeit immer wieder auszugleichen (3:3/6., 8:8/18., 13:13 zur Halbzeitpause). Sie ließen aber auch immer wieder gute Gelegenheiten liegen, um das Spiel zu drehen und sich endlich abzusetzen. So wurden zwei wichtige Siebenmeter nicht verwandelt, die Gäste kassierten viel zu viele unnötige Zeitstrafen aufgrund von einfachen Fehlern beziehungsweise unklugem Verhalten. Und plötzlich lag die HG mit vier Treffern hinter der gastgebenden Spielgemeinschaft (18:22/42.) aus dem nördlichen Rhein-Neckar-Kreis. Es wurde Zeit für eine Auszeit und den längst überfälligen Endspurt.

Beim Spielstand von 24:24 in der 52. Minute war dann alles wieder offen. Endlich wurde auch auf Seiten der HG gekämpft. Matchwinner des Spiels war in dieser Phase ganz eindeutig Torhüter Nils Bräunling, der in den letzten Minuten alles hielt, was auf sein Tor kam, und so seiner Mannschaft zum Sieg verhalf. Schön ist zudem, dass man praktisch über alle Positionen im Angriff zu Toren kam und sich fast alle Spieler in die Torschützenliste eintrugen. Bitter hingegen ist die Verletzung von Wilhelm Pflaumbaum, der ohne Fremdeinwirkung in der Abwehr umknickte und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Ihm wünschen seine Teamkameraden und das Betreuerteam eine gute und schnelle Genesung.

HG: Lang, Bräunling; Sander (1), Kiesel (2), Stricker, Oschatz (3), Schmid (4), Drees (4), Bosic, Pflaumbaum (1), Baumgärtner (4), Villa Apps (4), Plettenberg (2/1), Horvath (1/0).    do/Foto: Fabiola Venturini

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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