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Duell gegen den letzten Platz

Derby mit „Saase“ von besonderer Brisanz – Aber letztlich geht es nur um zwei Punkte

Bei dem anstehenden Handball-Derby in der 3. Liga der HG Oftersheim/Schwetzingen mit dem TVG Großsachsen dürfte wohl schon ein Hauch Abstiegskampf durch die Schwetzinger Nordstadthalle wabern.

Beide Teams zieren aktuell das Tabellenende, wobei die punktlosen „Saasemer“ optisch noch etwas schlechter als ihr Gastgeber erscheinen, der immerhin schon einen Zähler ergattert hat. Der Verlierer wird bei diesem „Match gegen den letzten Platz“ also anschließend die Rote Laterne sein eigen nennen müssen.

Doch während bei der HG noch etwas mit der letzten Niederlage in Hochdorf gehadert wird, kommt der TVG mit einem gewissen Rückenwind von der Bergstraße herunter in die Rheineben geweht. Denn die knappe 25:28 (9:12)-Niederlage gegen den TSB Horkheim wird dort schon als gewisser Erfolg verkauft, bei dem ein Punkt verdient gewesen sein sollte. 

Denn die Heilbronner hatten im bisherigen Saisonverlauf in den jeweiligen ersten Spielminuten alles in Grund und Boden geballert und trugen am Ende fast immer den Sieg davon. Davon kann auch die HG ein Lied singen. Doch nicht so in Hirschberg-Nord, wo sich der Favorit seinen Sieg hart erarbeiten musste. Dabei hatte der TVG mit dem Oftersheimer Marius Jörres (der Linkshänder warf fünf Tore gegen Horkheim) und Moritz Brestrich zwei ehemalige Kadermitglieder zurückgeholt und aufgeboten.

Oftersheim/Schwetzingen musste sich vor diesem brisanten und wohl auch richtungsweisenden Spiel auch noch mit anderen Einschränkungen herumschlagen, die alle Mannschaften der HG betraf. Denn der angestammte Spielort Nordstadthalle stand und steht in dieser Woche nicht zur Verfügung, was für äußerst beengte und begrenzte Trainingsmöglichkeiten sorgte.

Für HG-Coach ist aber nicht der ausschlaggebende Faktor: „klar ist, dass der Druck auf uns nach den vergangenen Spielen nicht kleiner geworden ist. Und das spürt man auch“, spricht er seine Trainingseindrücke an. „Aber unser Gegner muss mit genau dem gleichen Druck wie wir klarkommen.“ Seine Jungs hat er wieder aufgebaut und ihnen einiges mit auf den Weg gegeben: „Wir müssen weiter an uns glauben, unsere schwachen Phasen minimieren und vor allem dürfen wir keine einfachen Tore zulassen. Mitentscheidend wird sein, dass wir weniger Gegentore als zuletzt bekommen.“ Da lag sein Team in Hochdorf schon auf einem guten Weg, hatte erstmals weniger als 30 Treffer kassiert. Und dann merkt er noch zu dem lokalen Charakter dieser Begegnung an: „Es ist immer wieder etwas Besonderes, ein Derby zu spielen. Und diese zusätzlichen Emotionen wollen wir mitnehmen. Aber letztendlich geht es uns nur um die zwei Punkte.“

HG Oftersheim/Schwetzingen – TVG Großsachsen (Samstag, 19.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

Foto: Lutz Rüffer

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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