Derbytime in Heddesheim

Regionalliga Männer: HG trifft am Freitag bei der SG Heddesheim auf einige ehemalige HGler.
Die Spitze der Regionalliga Baden-Württemberg ist aktuell sehr eindimensional. Sie besteht faktisch nur aus dem TSV Heiningen. Dieser gab sich bislang keine Blöße, was sich auch in der Tordifferenz von beinahe plus 40 dokumentiert. Ab Platz zwei beginnt ein breites Mittelfeld auch mit der HG Oftersheim/Schwetzingen, sofern man in diesem frühen Stadium der Saison solch eine Klassifizierung vornehmen will. Sechs Vereine haben sich indes auf den unteren Rängen versammelt, schon sieben bis neun Minuszähler einkassiert. Dazu gehört auch die SG Heddesheim. In diesem Jahr der einzige Derbypartner der HG, der nun am Freitag auf die als Ex-Drittligist immer favorisiert angesehenen Gäste wartet.
Doch so einfach ist es mit den Favoritenstellungen in dieser Spielklasse nicht. Der Aufsteiger SGH, in dessen Reihen sich unter dem Trainergespann Marco Dubois und Frank Schmitt etliche frühere HG-Nachwuchsspieler tummeln, siegte in Neuenbürg und knöpfte Sandweier einen Zähler ab. Zweimal unterlag der kommende Gastgeber mit einem Treffer Differenz, nur in Weinstadt wurde es richtig deutlich (30:23) und zuletzt bei der HSG Willstätt/Hanauerland (36:32) entschied sich das Match erst in den letzten fünf Minuten.
Auffällig ist dabei meist Bastian Seitz, der zu A-Jugendzeiten gemeinsam mit Sinan Antritter bei der HG im Rückraum wirbelte. Über Saase³Leutershausen kam er jetzt nach Heddesheim. „Wir haben eine hochtalentierte Mannschaft“, ist Schmitt sicher. „Und Bastian Seitz hilft uns ganz enorm weiter“, schwärmt er von dem erst 22-Jährigen. „Mit seinem Tempo und der Torgefahr hat er das Zeug zum Unterschiedsspieler.“
Da wissen die HG-Abwehrstrategen wie Lukas Auth, Marc Kern sowie die Huljak-Brüder David und Valentin also, was in Form ihres ehemaligen Mitspielers auf sie zukommen wird, wessen Kreise sie zu unterbinden haben. Entsprechend wurden sie vom HG-Trainerduo Christoph Lahme und Nils Trautner vorbereitet. Das gilt natürlich in ähnlichem Umfang ebenso für den Linkshänder Felix Köser, der jetzt bei Heddesheim die rechte Rückraumposition besetzt.
Ein anderes Thema in den HG-Übungseinheiten dürfte die Wiedererlangung oder Beibehaltung der Wurfqualität gewesen sein. Statt „Latte und raus“, sollte nach den Erfahrungen des letzten Freitages mehr Wert auf „Innenpfosten und rein“ gelegt werden. Wenn, und das war oft der Fall, gute Torchancen kreiert werden, dann sollten sie auch genutzt werden, bevor sie dem Gegner als Steilvorlage für einen Konter dienen.
SG Heddesheim – HG Oftersheim/Schwetzingen (Freitag, 20 Uhr, Nordbadenhalle)


